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Miedler/Oberleitner stehen im Wien-Finale: „Das ist Gänsehaut“

Miedler/Oberleitner stehen im Wien-Finale
Miedler/Oberleitner stehen im Wien-FinaleČTK / AP / Andy Wong

Lucas Miedler und Neil Oberleitner greifen bei den Erste Bank Open nach dem Heimsieg. Das österreichische Doppel bezwang Guido Andreozzi und Manuel Guinard in einem dramatischen Halbfinale mit 7:6, 7:6. Nach drei abgewehrten Satzbällen und einem umjubelten Matchball wartet am Sonntag das Endspiel in der Wiener Stadthalle.

Lucas Miedler und Neil Oberleitner haben bei den Erste Bank Open 2026 den nächsten großen Erfolg gefeiert. Das österreichische Spitzendoppel setzte sich am Samstag in der ausverkauften Marx Halle gegen Guido Andreozzi und Manuel Guinard mit 7:6 (0), 7:6 (19) durch und zog damit ins Finale des ATP500-Turniers ein.

Nach dem sensationellen Viertelfinalsieg gegen die Weltranglistenersten Harri Heliövaara und Henry Patten bewiesen die beiden ÖTV-Spieler erneut starke Nerven. Besonders der zweite Satz entwickelte sich zu einem Krimi.

„Man wird von den Fans durch die Punkte getragen. Eine Stärke von uns ist, Punkt für Punkt zu spielen – das hat in heiklen Situationen geholfen“, erklärte Oberleitner nach dem Erfolg.

Drei Satzbälle abgewehrt – dritter Matchball sitzt

Vor vollen Rängen erwischten Miedler und Oberleitner einen starken Start. Im ersten Satz fiel die Entscheidung erst im Tiebreak, das die Österreicher mit 7:0 deutlich für sich entschieden. Im zweiten Durchgang gerieten die Lokalmatadore zunächst mit einem Break in Rückstand. Doch mit Unterstützung des lautstarken Publikums kämpften sie sich zurück und erzwangen erneut eine Kurzentscheidung.

Zum Match-Center: Miedler / Oberleitner vs. Andreozzi / Guinard

Dort wurde es dramatisch. Miedler und Oberleitner vergaben zunächst zwei Matchbälle und mussten anschließend drei Satzbälle ihrer Gegner abwehren. Schließlich nutzten sie ihre dritte Chance und fixierten nach 1:34 Stunden den Finaleinzug.

Vor allem die Atmosphäre in der Marx Halle hinterließ bei Oberleitner einen bleibenden Eindruck. „Wenn die Marx Halle bebt, pusht das richtig. Das ist Gänsehaut, da spielt man sein bestes Tennis“, schwärmte der 27-jährige Wiener. Für ihn ist es die erste Finalteilnahme bei seinem Heimturnier.

Miedler träumt vom dritten Wien-Titel

Deutlich mehr Finalerfahrung bei den Erste Bank Open bringt Lucas Miedler mit. Der Niederösterreicher steht bereits zum vierten Mal im Doppel-Endspiel des Wiener ATP-Turniers. Gemeinsam mit Alexander Erler gewann er 2022 und 2024 den Titel. Im Vorjahr erreichte er mit Francisco Cabral ebenfalls das Finale, musste sich dort allerdings Julian Cash und Lloyd Glasspool geschlagen geben.

Nun bietet sich Miedler die Chance auf seinen dritten Triumph in Wien. Die besondere Bedeutung des Heimturniers ist für den 29-Jährigen unverändert groß.

„Zu diesem Turnier habe ich einfach eine ganz besondere Beziehung“, erklärte Miedler. Seinen Partner stimmte er bereits auf die Atmosphäre beim Finale ein: „Wenn er glaubt, dass 1.000 Leute in der Marx Halle laut sind, soll er sich im Finale auf 10.000 Leute in der Stadthalle gefasst machen.“

US-Duo wartet im Finale

Im Endspiel am Sonntag (11:30 Uhr) treffen Miedler und Oberleitner in der Wiener Stadthalle auf die US-Amerikaner Ryan Seggerman und Learner Tien. Die beiden setzten sich in ihrem Halbfinale gegen das argentinische Duo Francisco Cerúndolo und Tomás Martín Etcheverry mit 6:3, 7:6 (9) durch.

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