Lucas Miedler und Neil Oberleitner haben ihre außergewöhnliche Turnierwoche bei den Erste Bank Open mit dem Titel gekrönt. Das österreichische Spitzendoppel setzte sich am Sonntag vor ausverkauften Rängen in der Wiener Stadthalle gegen die US-Amerikaner Ryan Seggerman und Learner Tien mit 6:1, 7:5 durch.
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Nach nur 54 Minuten verwandelten die beiden ÖTV-Spieler ihren Matchball und durften über den Heimsieg jubeln. Für Miedler ist es bereits der dritte Doppeltitel in Wien, Oberleitner feierte hingegen seinen ersten Triumph bei einem ATP500-Turnier.
„Es macht mir richtig Spaß, mit Luci zu spielen. Ich denke, das sieht man, und ich freue mich noch auf alles, was kommt“, erklärte Oberleitner nach dem Erfolg im Siegerinterview.
Blitzstart und starke Nerven im zweiten Satz
Im Finale ließen Miedler und Oberleitner von Beginn an keinen Zweifel an ihren Ambitionen aufkommen. Die Österreicher dominierten den ersten Durchgang und nahmen ihren Gegnern gleich zweimal den Aufschlag ab. Nach Breaks zum 3:1 und 5:1 war der erste Satz bereits nach 20 Minuten entschieden. Seggerman und Tien fanden gegen das druckvolle Spiel der Lokalmatadore kaum Lösungen.
Im zweiten Durchgang entwickelte sich eine deutlich ausgeglichenere Partie. Beide Paarungen hielten zunächst ihre Aufschlagspiele, ehe Miedler und Oberleitner beim Stand von 5:5 das entscheidende Break gelang. Anschließend servierten die Österreicher souverän zum 7:5 aus und machten ihren zweiten gemeinsamen Turniersieg perfekt.
Damit setzte das Duo seine beeindruckende Erfolgsserie fort. Zwölf der vergangenen 13 Matches konnten Miedler und Oberleitner für sich entscheiden. Erst vor wenigen Wochen hatten sie beim Masters in Shanghai ihren ersten gemeinsamen Titel gefeiert.
Miedler schreibt österreichische Tennisgeschichte
Für Lucas Miedler hat der Triumph in Wien eine besondere Bedeutung. Der Niederösterreicher hatte die Erste Bank Open bereits 2022 und 2024 gemeinsam mit Alexander Erler gewonnen.
Mit seinem dritten Titel ist er nun der erste Österreicher, dem dieses Kunststück im Doppelbewerb des Wiener Traditionsturniers gelungen ist. „Die letzten Wochen konnten wir etwas zurückzahlen, es ist mein dritter Titel hier, aber es macht mir immer mehr Spaß. Es ist mein absolutes Lieblingsstadion“, schwärmte Miedler nach dem Finale.
Für Neil Oberleitner war es hingegen eine Premiere. Der 27-jährige Wiener stand erstmals im Endspiel seines Heimturniers und durfte gleich bei seinem Debüt in der Stadthalle den Pokal entgegennehmen.
Traumwoche mit Sieg gegen die Weltranglistenersten
Der Titelgewinn bildete den Abschluss einer bemerkenswerten Turnierwoche. Bereits im Viertelfinale hatten Miedler und Oberleitner mit einem Dreisatz-Erfolg gegen die Weltranglistenersten Harri Heliövaara und Henry Patten für eine Überraschung gesorgt.
Im Halbfinale bewiesen sie gegen Guido Andreozzi und Manuel Guinard erneut ihre Nervenstärke. Beim 7:6, 7:6 wehrten die Österreicher im zweiten Tiebreak drei Satzbälle ab, ehe sie ihren dritten Matchball verwerteten.
Im Finale ließen sie schließlich nichts mehr anbrennen und sorgten in der zum siebten Mal in Folge ausverkauften Wiener Stadthalle für einen rot-weiß-roten Höhepunkt.
Nach dem Masters-Triumph in Shanghai und dem Heimsieg in Wien haben Miedler und Oberleitner innerhalb weniger Wochen zwei bedeutende Titel gewonnen. Ihre erfolgreiche Zusammenarbeit erhält damit den nächsten Höhepunkt.
