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Neumayer überrascht in Wien: ÖTV-Ass erstmals im Hauptbewerb der Erste Bank Open

Lukas Neumayer
Lukas NeumayerČTK / imago sportfotodienst / Yigit Oerme / PS Images

Lukas Neumayer sorgt bei den Erste Bank Open in Wien für ein österreichisches Erfolgserlebnis. Der 24-jährige Salzburger schlägt den favorisierten Franzosen Titouan Droguet mit 7:6, 6:3 und steht erstmals im Hauptbewerb eines ATP500-Turniers. Dort wartet bereits am Montag mit Jakub Mensík die Nummer 16 der Welt.

Lukas Neumayer hat bei den Erste Bank Open 2026 den nächsten Meilenstein seiner Karriere erreicht. Der 24-jährige Salzburger setzte sich am Sonntag in der zweiten Qualifikationsrunde gegen den als Nummer fünf gesetzten Franzosen Titouan Droguet mit 7:6, 6:3 durch und steht damit erstmals im Hauptbewerb eines ATP500-Turniers.

Zum Match-Center: Lukas Neumayer vs. Titouan Droguet

Österreichs Nummer drei, aktuell auf Platz 168 der Weltrangliste, benötigte 1:40 Stunden, um den mehr als 100 Positionen besser platzierten Franzosen zu bezwingen. Die Belohnung ist ein Auftritt auf der großen Bühne der Wiener Stadthalle. Am Montag trifft Neumayer in der ersten Hauptrunde auf den tschechischen Weltranglisten-16. Jakub Mensík.

Neumayer: „Es bedeutet mir extrem viel“

Nach seinem bisher größten Erfolg bei den Erste Bank Open zeigte sich Neumayer entsprechend erleichtert und glücklich. Besonders mit seinem Spiel von der Grundlinie war der Salzburger zufrieden. „Ich war von der Grundlinie der bessere Spieler und habe mich vor allem in den längeren Ballwechseln richtig wohl gefühlt“, erklärte der 24-Jährige.

Entscheidend war der erste Satz, in dem Neumayer im Tiebreak zunächst mit 0:2 und 1:3 zurücklag. Anschließend gewann er sechs Punkte in Folge und sicherte sich den Durchgang mit 7:6 (3). „Entscheidend war bestimmt, dass ich das Tiebreak im ersten Satz erfolgreich nach Hause spielen konnte“, analysierte der ÖTV-Spieler.

Auch im zweiten Satz behielt Neumayer in den entscheidenden Momenten die Nerven. Mit 6:3 machte er seinen zweiten Zweisatzsieg innerhalb von zwei Tagen perfekt. „Im zweiten Satz hat es zum Schluss noch ein paar enge Games gegeben, aber ich bin superglücklich über den Sieg“, sagte Neumayer.

Der Erfolg hat für den Salzburger einen besonderen Stellenwert. „Es bedeutet mir extrem viel, zum ersten Mal im Hauptfeld eines 500er-Turniers zu spielen. Ich habe heuer zum ersten Mal ein Match in Wien gewonnen und mich hier auch zum ersten Mal qualifiziert.“

Mit Droguet bezwang Neumayer zudem jenen Spieler, der am Vortag den Vorarlberger Joel Schwärzler aus dem Bewerb geworfen hatte.

Mensík wartet bei Hauptfeldpremiere

Viel Zeit zum Feiern bleibt dem Österreicher nicht. Bereits am Montag steht Neumayer vor seiner bislang größten Herausforderung in Wien. Mit Jakub Mensík wartet die Nummer 16 der Weltrangliste. Der Tscheche zählt zu den stärksten jungen Spielern auf der ATP-Tour und geht gegen den österreichischen Qualifikanten als Favorit ins Rennen.

Die Partie ist für Montag nicht vor 17:30 Uhr in der Wiener Stadthalle angesetzt. „Jetzt freue ich mich schon extrem auf die erste Runde“, blickte Neumayer voller Vorfreude auf seinen ersten Auftritt im Hauptbewerb.

Hochkarätiger Auftakt am Montag

Neben Neumayers Partie dürfen sich die Tennisfans am Montag auf weitere attraktive Begegnungen freuen. Den Auftakt auf dem Centre Court machen um 13:30 Uhr Matteo Berrettini und Tomás Martín Etcheverry. Anschließend steigt mit Alex de Minaur der erste Top-Ten-Spieler ins Turnier ein. Der Australier, der in den vergangenen beiden Jahren jeweils das Halbfinale in Wien erreichte, trifft auf den tschechischen Qualifikanten Tomás Machác. Nach dem Duell zwischen Neumayer und Mensík beschließen Luca van Assche und US-Talent Learner Tien den Spieltag auf dem Centre Court.

Auch in der Marx Halle wird am Montag Tennis auf hohem Niveau geboten. Ab 17:30 Uhr trifft Arthur Fery auf seinen britischen Landsmann Jacob Fearnley. Anschließend stehen sich die Italiener Luciano Darderi und Matteo Arnaldi gegenüber.

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