Auf die Frage, wie es zu seinem Unfall habe kommen können, entgegnete Vingegaard: "Wir wollten den Etappensieg holen und sind vielleicht etwas zu schnell in diesen Kreisverkehr gefahren. Dann ist mir einfach das Vorderrad weggerutscht. Es blieb keine Zeit zu reagieren – so läuft es im Radsport manchmal. Ehrlich gesagt ist es einfach wahnsinnig schade für uns."
Der 29-Jährige lag nach 14 Etappen auf Rang zwei hinter dem viermaligen Sieger Tadej Pogacar (Slowenien).
Das die Rennfahrer begleitende Motorrad "mag einen Fehler machen", ergänzte Vingegaard zum Unfallhergang, "aber wir können uns nicht auf die Motorräder verlassen. Wir müssen unser eigenes Urteilsvermögen nutzen. Menschen machen Fehler, das können wir jetzt nicht mehr ändern."
Dopingkontrolle ohne Einfluss
Nicht glücklich war Vingegaard weiterhin über die nächtliche Dopingkontrolle vor der Etappe. Nach eigenen Angaben war er um 2.00 Uhr aus dem Schlaf gerissen worden. Einen Zusammenhang zu seinem späteren Unfall wollte Vingegaard jedoch nicht herstellen.
Tour de France 2026
Am 4. Juli beginnt die Tour de France 2026 im spanischen Barcelona. 3.321,2 Kilometer und 22 Tage später – am 26. Juli – kommen die Fahrer der 18 Teams traditionell in Paris an. Bei Flashscore findest du alle Informationen zur berühmtesten Radrundfahrt der Welt.
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"Klar ist, dass es sicherlich nicht förderlich war. Ob das tatsächlich die Ursache gewesen ist, darüber möchte ich nicht spekulieren", sagte Vingegaard: "Es kann sein, dass es irgendeinen Einfluss hatte. Ich möchte dem aber nicht die Schuld geben, denn das ist Radsport. Stürze gehören leider dazu."
Der Zeitpunkt der Kontrollen sorgte im Peloton dennoch für einen Aufschrei. Spitzenreiter Tadej Pogacar, der selbst um 5.00 Uhr getestet worden war, sah die Notwendigkeit für Tests, sprach aber zugleich von einem "unmenschlichen" Vorgehen. Vingegaards Teamkollege Matteo Jorgenson reagierte "wütend" und sah einen "völligen Mangel an Respekt gegenüber den Fahrern."
