Der Däne Jonas Vingegaard – der auf dem zweiten Gesamtrang gelegen hatte – kam in einer Kurve zu Fall und konnte das Rennen nicht fortsetzen.
Bei dem verhängnisvollen Unfall, den Vingegaard selbst verursachte, als er mit hoher Geschwindigkeit in einer Rechtskurve wegrutschte, kamen mehrere Fahrer zu Fall. Auch Isaac Del Toro – Edelhelfer von Tadej Pogacar – stürzte, stieg aber schnell wieder aufs Rad und wurde letztlich Dritter.
Spitzenreiter Pogacar bedauert den Verlust seines schärfsten Konkurrenten: "Die Tour wird ohne ihn nicht mehr dieselbe sein. Es ist wirklich traurig. Seit 2021 kämpfen wir eigentlich ständig gegeneinander um die Siege. Ich würde sogar sagen, dass wir inzwischen auch ein Stück weit Freunde geworden sind."
Evenepoel freut sich über perfekten Tag
Im Kampf um das Gelbe Trikot untermauerte Pogacar seine Vormachtstellung. Der viermalige Gesamtsieger aus Slowenien (UAE Emirates-XRG) verpasste nach seinem dominanten Erfolg vom Vortag aber etwas überraschend den fünften Tagessieg bei der 113. Frankreich-Rundfahrt und den 26. seiner Karriere.
Florian Lipowitz – der schon am Vortag wertvolle Zeit im Kampf ums Podium verloren hatte – kam 58 Sekunden hinter seinem Teamkollegen Remco Evenepoel ins Ziel.
"Es ist einfach unglaublich. Ich zittere buchstäblich vor Emotionen. Was für ein Tag", sagte Evenepoel: "Man muss sich vor Augen führen, dass ich gegen den besten Fahrer aller Zeiten gefahren bin. Er hat am Schlussanstieg ein unglaubliches Tempo angeschlagen."
Am Montag steht der zweite und letzte Ruhetag der Rundfahrt an. Anschließend geht es mit einem Zeitfahren am Genfer See weiter, ehe gegen Ende der Woche in den Alpen die Entscheidungen in der Gesamtwertung fallen dürften.
