Eigentlich ein Mannschaftswettbewerb, dennoch geht es um individuellen Erfolg: Alle Fahrer eines Teams starten zusammen, nur die Zeit des schnellsten entscheidet über den Etappensieg für die Equipe. Für die Gesamtwertung zählt die persönliche Zeit eines jeden Starters - empfindliche Abstände sind also möglich, zumal es am Ende der Montjuic hinaufgeht.
2. Etappe (Sonntag, 5. Juli): Tarragona - Barcelona (168,5 km)
Stundenlanger Küstenwind in der ersten Rennhälfte, danach fünf knackige Anstiege und ein anspruchsvolles Finale könnten für einen ereignisreichen Tag sorgen - und für eine erste Attacke Pogacars.
3. Etappe (Montag, 6. Juli): Granollers - Les Angles (195,9 km)
Die Tour verlässt Spanien, bleibt aber in anspruchsvollem Terrain. Auf dem Weg hinauf in die Pyrenäen sind der Col de Toses (1. Kategorie) und der kurze Schlussanstieg nach Les Angles auf 1794 m Höhe durchaus herausfordernd.
4. Etappe (Dienstag, 7. Juli): Carcassonne - Foix (181,9 km)
Von der alten Festungsstadt geht es über viele Hügel durch die Pyrenäen. Der Col de Montsegur (2. Kategorie) 25 km vor dem Ziel ist die Hauptschwierigkeit und dürfte das Gros der Sprinter aussortieren.
5. Etappe (Mittwoch, 8. Juli): Lannemezan - Pau (158,3 km)
Endlich die erste große Chance für die Sprinter, die sich schon dutzende Male im Tour-Traditionsort Pau gemessen haben. Bis auf eine Bergwertung der 3. Kategorie rund 25 km vor dem Ziel fehlen am Rande der Pyrenäen die nennenswerten Schwierigkeiten.
6. Etappe (Donnerstag, 9. Juli): Pau - Gavarnie-Gèdre (186,2 km)
Die einzige klassische Pyrenäen-Etappe führt über die mythischen Tour-Denkmäler Col d'Aspin und Col du Tourmalet und endet mit einer Neuheit: Der lange, aber nicht schwierige Schlussanstieg nach Gavarnie-Gèdre steht erstmals auf dem Programm.
7. Etappe (Freitag, 10. Juli): Hagetmau - Bordeaux (175,1 km)
Bordeaux ist eine klassische Sprinterstadt der Tour. Angesichts des unschwierigen Tagesprogramms ist in der Gironde erneut ein Massensprint wahrscheinlich.
8. Etappe (Samstag, 11. Juli): Périgueux - Bergerac (180,4 km)
Etwas hügeliger als die Etappe des Vortags, dennoch wohl eine Sache für die Sprinter. Die Favoriten können in der Dordogne erneut Kräfte sparen.
9. Etappe (Sonntag, 12. Juli): Malemort - Ussel (185,5 km)
Vor dem ersten Ruhetag wartet harte Arbeit. Viele mittelschwere und kleine Anstiege bieten Ausreißern in der Auvergne Perspektiven, die Favoritenteams müssen auf der Hut sein.
1. Ruhetag im Département Cantal (Montag, 13. Juli)
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10. Etappe (Dienstag, 14. Juli): Aurillac - Le Lioran (166,6 km)
Eine gewohnt spektakuläre Nationalfeiertags-Etappe. Alleine in der zweiten Rennhälfte haben die Organisatoren sechs Bergwertungen eingebaut, unter anderem wartet der Puy Mary (1589 m) auf dem Weg nach Le Lioran, wo zuletzt Tadej Pogacar 2024 siegte.
11. Etappe (Mittwoch, 15. Juli): Vichy - Nevers (161,3 km)
In der strukturschwachen und weitgehend flachen Mitte Frankreichs sollten wieder die Sprinter die Hauptrolle spielen - die zwei kleinen Bergwertungen des Tages sind ohne großen Belang.
12. Etappe (Donnerstag, 16. Juli): Circuit Nevers Magny-Cours - Chalon-sur-Saone (179,1 km)
Auf der früheren Formel-1-Strecke von Magny-Cours, wo die Königsklasse zuletzt 2008 zu Gast war, startet eine wahrscheinlich schnelle Etappe. Trotz drei kleiner Bergwertungen ist ein Massensprint das wahrscheinlichste Szenario.
13. Etappe (Freitag, 17. Juli): Dole - Belfort (205,8 km)
Auf weniger als 50 km nähert sich die Tour der deutschen Grenze. Für die Fahrer beginnt der Tag gemächlich und nimmt dann nach einer 150 km langen Geduldsprobe Fahrt auf: Der Aufstieg zum Ballon d'Alsace (1. Kategorie) in den Vogesen ist fordernd, die Abfahrt danach ins Ziel aber lang.
14. Etappe (Samstag, 18. Juli): Mülhausen - Le Markstein Fellering (183 km)
Ein hammerharter Tag in den Vogesen mit drei Bergwertungen der 1. Kategorie und dem Finale am Markstein. Der letzte Anstieg zum Col du Haag ist brutal.
15. Etappe (Sonntag, 19. Juli): Champagnole - Plateau de Solaison (183,9 km)
Vor dem letzten Ruhetag geht es im Jura zur Sache. Der Schlussanstieg ist lang und findet auf einer engen Straße statt, ein gutes Terrain für Attacken der Klassementfahrer.
2. Ruhetag in der Département Haute-Savoie (Montag, 20. Juli)
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16. Etappe (Dienstag, 21. Juli): Évian-les-Bains - Thonon-les-Bains (26,1 km/Einzelzeitfahren)
Die letzte Tourwoche wird am Genfer See mit einem Rennen gegen die Uhr eröffnet, das jedem etwas zu bieten hat - langer Anstieg, lange Abfahrt und schließlich eine lange Rollpassage.
17. Etappe (Mittwoch, 22. Juli): Chambery - Voiron (174,7 km)
Vor dem bergigen Tour-Finale gibt es nur eine etwas ruhigere Etappe - wobei dies mit vier Bergwertungen auf den ersten 65 km auch relativ ist. Sprinter haben am Alpenrand zumindest nichts zu melden.
18. Etappe (Donnerstag, 23. Juli): Voiron - Orcières-Merlette (185,2 km)
Die erste Bergankunft in den Alpen ist noch vergleichsweise harmlos. Die Fahrt vorbei an der Olympiastadt Grenoble könnte einen Ausreißer als Sieger haben.
19. Etappe (Freitag, 24. Juli): Gap - Alpe d'Huez (127,9 km)
Alpe d'Huez, die Erste: Die Anfahrt zum berühmtesten Anstieg der Alpen ist diesmal relativ unspektakulär und nicht allzu schwierig, hinauf geht es dann aber auf der klassischen Route über die legendären 21 Kehren.
20. Etappe (Samstag, 25. Juli): Le Bourg d'Oisans - Alpe d'Huez (170,9 km)
Alpe d'Huez, die Zweite: Die Entscheidung über den Toursieg 2026 fällt auf einer epischen Etappe mit dem Glandon, dem Col de la Croix de Fer, dem Télégraphe, dem 2642 m hohen Galibier, dem Col de Sarenne und schließlich Huez - diesmal von der "anderen", selten befahrenen Seite. Härter war selten eine Touretappe.
21. Etappe (Sonntag, 26. Juli): Thoiry - Paris/Champs Elysees (133 km)
Happy End für den Toursieger, kein Happy End für die Sprinter: Die letzte Etappe führt traditionell nach Paris, im Finale aber wieder und wiederholt den Montmartre hinauf. Dies wird den lange Jahre obligatorischen Massenspurt verhindern.
Gesamtlänge: 3333 km
