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Vuelta: Mas gewinnt im Roten Trikot und baut Vorsprung aus – Roglic solide

Enric Mas feiert seinen Sieg am Aitana
Enric Mas feiert seinen Sieg am AitanaJOSEP LAGO/AFP

Enric Mas hat seine starke Form bei der Vuelta a Espana eindrucksvoll bestätigt. Der 31 Jahre alte Mallorquiner gewann am Sonntag die neunte Etappe von Villajoyosa zum Alto de Aitana und baute damit seine Führung in der Gesamtwertung aus. Nachdem Tadej Pogacar am Vortag schwer gestürzt war und die Rundfahrt aufgeben musste, nutzte Mas seine große Chance und setzte ein deutliches Zeichen.

Auf dem Schlussanstieg in der Sierra de Aitana zeigte Mas eine beeindruckende Leistung. 2,8 Kilometer vor dem Ziel setzte sich der Fahrer aus Arta von seinen Konkurrenten ab. Zunächst musste der Österreicher Felix Gall reißen lassen, anschließend konnte auch Primoz Roglic aus dem deutschen Team Red Bull-Bora-Hansgrohe dem Tempo des Spaniers nicht mehr folgen.

Nur Oscar Onley blieb in der Schlussphase an Mas' Hinterrad. Im Sprint ließ der Mallorquiner dem Briten jedoch keine Chance und sicherte sich souverän den Tagessieg. Roglic kam zwölf Sekunden nach dem Sieger ins Ziel, Gall verlor 18 Sekunden. Cristian Rodriguez und Mattias Skjelmose folgten mit 20 Sekunden Rückstand.

Die große Chance auf den Gesamtsieg

Für Mas ist der Erfolg am Aitana erst der zweite Etappensieg bei der Spanien-Rundfahrt und der erste seit acht Jahren. Nach bislang vier Podestplätzen bei der Vuelta bietet sich dem 31-Jährigen nun die große Möglichkeit, erstmals auch den Gesamtsieg zu holen.

In der Gesamtwertung führt Mas inzwischen mit 1:18 Minuten Vorsprung auf Roglic. Gall liegt mit 1:39 Minuten Rückstand auf Rang drei, Onley ist Vierter mit 2:20 Minuten Rückstand. Richard Carapaz folgt auf Platz fünf und hat bereits 3:26 Minuten Rückstand.

"Das Trikot verleiht dir Flügel"

Nach seinem Triumph sprach Mas im spanischen Fernsehen über sein großes Selbstbewusstsein und die Bedeutung des Führungstrikots. "Jetzt verstehe ich Tadej, das Trikot verleiht dir Flügel. Das Team war von gestern bis heute einfach top, wir waren sehr ruhig, haben das Rennen kontrolliert und ich habe mich am Ende richtig gut gefühlt."

Der Mallorquiner geht nun mit einem besonderen Gefühl in die kommenden Etappen. "Ich glaube, ich bin im Moment meines größten Selbstvertrauens in meiner Karriere", sagte Mas. Gleichzeitig weiß er, dass die Vuelta noch lange nicht entschieden ist. "Ich bin vorsichtig, weil ich in meiner Laufbahn schon viele Rückschläge erlebt habe, und man muss von Tag zu Tag denken, aber ich habe die besten Gefühle."