Meister-Tipp: Fast alle richtig
Dass Bayern München sich erneut zum deutschen Meister krönen würde, war keine große Überraschung. So hatten auch sechs von sieben Redakteuren den FCB ganz oben auf dem Zettel.
Lediglich Henri Briese ließ sich zu einem gewagten Tipp hinreißen: Eintracht Frankfurt. Die SGE habe "über die vergangenen Jahre erstklassige Arbeit am Transfermarkt geleistet, gut gewirtschaftet und die hochpreisgen Abgänge immer wieder mit Spielern aufgefangen, die ein unterwartet riesiges Potenzial aufzeigen", begründete er damals seine Entscheidung.
Platz zwei für BVB wurde erahnt
Auch Moritz Kasper und Micha Pesseg sahen die Hessen auf einem guten Weg und trauten der Eintracht immerhin die Vizemeisterschaft zu. Die ging aber bekanntlich an Borussia Dortmund – gleich vier Redakteure richtig erraten haben: Neben Henri Briese ist das auch Anton Latuska, Heik Kölsch und Raman Rooprail gelungen.

Niemand dachte an ten Hag
Nicht erraten wurde die erste Trainer-Entlassung der Saison. Dass das Engagement von Erik ten Hag bei Bayer Leverkusen derart nach hinten gehen würde, konnte niemand erahnen. Schon nach drei Spielen wurde der Niederländer entlassen und durch Kasper Hjulmand ersetzt.

Gerardo Seoane hat die Spielzeit ebenso wenig als Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach überlebt wie Horst Steffen seine Amtszeit bei Werder Bremen – beide Coaches wurden in unserer Prognose zweimal erwähnt. Auch Paul Simonis fristete beim VfL Wolfsburg kein langes Dasein, wie Henri Briese richtig erahnte.
Dass RB Leipzig unter Ole Werner souverän auf den dritten Tabellenplatz stürmen sollte, hatte Claas Becker nicht auf dem Zettel. Er rechnete damit, dass der ehemalige Bremer schnell entlassen wird. Auch die Prognose von Micha Pesseg, dass die Amtszeit von Merlin Polzin beim Hamburger SV bald zu Ende gehen würde, erfüllte sich nicht.
Absteiger-Suche vergleichsweise einfach
Auf der Suche nach möglichen Absteigern hat die Flashscore-Redaktion ein gutes Näschen bewiesen. Gleich fünfmal als möglicher Absteiger wurden der 1. FC Heidenheim und der FC St. Pauli gehandelt. Mit Henri Briese, Anton Latuska und Raman Rooprail landeten drei Journalisten sogar einen doppelten Volltreffer.

Überraschungen überraschten nicht
Ähnlich gut hat sich die Suche nach der Überraschung der Saison erwiesen. So nannte Claas Becker einen Namen, der mittlerweile in aller Mund ist und auch bei der WM als Hoffnungsträger für Deutschland gilt: Lennart Karl. Satte elf Scorerpunkte hat der 18-Jährige in seiner Debüt-Saison gesammelt. "In der dünnen Offensive des FC Bayern kann es schnell zu verletzungsbedingten Löchern kommen. In der Vorbereitung war der junge Lennart Karl ein Aktivposten und könnte immer wieder zu Joker-Einsätzen kommen", begründete Becker seine Ahnung.

Auch Micha Pesseg hatte ein gutes Gespür als er eine überraschend gute Saison der TSG Hoffenheim prognostiziert hat. "Immer, wenn Christian Ilzer ausreichend Zeit gegeben wurde, ist es ihm gelungen, eine schlagkräftige Truppe aufzustellen. In Sinsheim wird 2025/26 ein mutiger, aber keinesfalls naiver Fußball gespielt", sagte er mit Blick auf die Kraichgauer.
Raman Rooprail hat eine weitere Überraschung genannt, die absolut in Erfüllung gehen sollte: Said El Mala schaffte beim 1. FC Köln den Durchbruch und krönte seine starke Bundesliga-Saison mit einem Traum-Solo im abschließenden Ligaspiel gegen den FC Bayern.
Wer die beste Arbeit auf dem Transfermarkt geleistet hat? Über die Prognosen von damals hüllen wir uns lieber in sanftes Schweigen.
Rückblick: Die Prognosen der Flashscore-Redaktion zum Bundesliga-Start
