Lilli Tagger setzt ihren beeindruckenden Erfolgslauf beim WTA-Turnier in Guangzhou fort. Die 18-jährige Österreicherin fertigte am Samstag die Spanierin Kaitlin Quevedo mit 6:2, 6:0 ab und zog damit zum dritten Mal in ihrer Karriere in ein WTA-Finale ein.
Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Beim Stand von 1:1 erspielte sich Tagger ihre ersten Breakmöglichkeiten und nutzte schließlich ihre vierte Chance zur 2:1-Führung. Danach übernahm die 18-Jährige endgültig die Kontrolle. Mit einem weiteren Break zum 5:2 sorgte sie für klare Verhältnisse und servierte nach 32 Minuten zum Satzgewinn aus.
Zum Match-Center: Kaitlin Quevedo vs. Lilli Tagger
Im zweiten Durchgang war die Gegenwehr der Spanierin weitgehend gebrochen. Tagger nahm ihrer Gegnerin gleich dreimal den Aufschlag ab und ließ kein einziges Game mehr zu. Nach insgesamt 52 Minuten verwandelte sie ihren ersten Matchball zum 6:2, 6:0-Erfolg.
Quevedo schien im Verlauf der Partie allerdings körperlich beeinträchtigt zu sein. Tagger fand nach dem Match entsprechend aufmunternde Worte: „Sie hatte vielleicht ein Problem mit dem Bein, daher wünsche ich ihr eine schnelle Genesung. Sie ist eine großartige Spielerin.“

Für die Österreicherin war es bereits der vierte Sieg in Guangzhou. Zum Auftakt hatte sie Tennis-Legende Venus Williams mit 6:2, 6:2 besiegt, anschließend Magda Linette mit demselben Ergebnis bezwungen. Erst im Viertelfinale gegen Shi Han musste sie beim 6:4, 3:6, 7:5 über drei Sätze gehen.
Wiedersehen mit Dart im Finale
Im Endspiel am Sonntag trifft Tagger auf die Britin Harriet Dart. Diese setzte sich in ihrem Halbfinale gegen die Chinesin Sun Xinran durch, musste dabei allerdings zwei Matchbälle abwehren. Die Osttirolerin hat gute Erinnerungen an ihre kommende Gegnerin. Im Jänner trafen die beiden im Endspiel in Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufeinander. Damals setzte sich Tagger in zwei Sätzen durch.
Auch für die Weltrangliste steht einiges auf dem Spiel. Mit einem Turniersieg könnte sich Österreichs aktuelle Nummer zwei im Ranking um rund zehn Plätze verbessern.
