Allen mit Vorteilen gegen Wilson, Weltmeister Zhao und Ding liefern Schlagabtausch

Kyren Wilson (vorne) und Mark Allen (hinten) liefern sich ein wildes Match.
Kyren Wilson (vorne) und Mark Allen (hinten) liefern sich ein wildes Match.ČTK / imago sportfotodienst / Godfrey Pitt

Mark Allen rettet nach Session-übergreifenden sechs Frame-Verlusten in Folge seine ursprüngliche Führung gegen Kyren Wilson in die finale Session, während Weltmeister Zhao im Duell mit seinem Vorbild Ding Junhui einen irren Schlagabtausch liefert.

Das Achtelfinal-Match zwischen Kyren Wilson und Mark Allen hält auch in der zweiten Session, was sich viele Fans von dem Duell erhofft hatte. Nach 16 Frames führt Allen mit 9:7, seinen ursprünglichen 5:0-Vorsprung hatte er zu Session-Beginn aber bereits verspielt. Dank eines guten Schlussspurt geht der Nordire mit Vorteilen in die finale dritte Session, die morgen ausgetragen wird.

Nachdem Wilson den hohen Rückstand noch in der erste Session erfolgreich abknabberte, erwischte er heute mit einem 71er Break einen Traumstart. Wilson nutzte dabei gleich seine erste Chance, während Allen kaum zum Zug kam. Dank einer 50 im Folgeframe glich er dann zum 5:5 aus. Dabei sollte es aber nicht bleiben: Wilson spielte wie entfesselt und ging mit dem ersten Century Break (112) des Matches sogar in Führung.

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Mark Allen befreit sich aus Mini-Krise

Doch dann nahm das Duell eine weitere Wendung. Ohne hohe Breaks glich Allen vor der Pause zum 6:6 aus, ehe er nachdem Midsession Intervall einen eigentlich verlorenen geglaubten Frame noch für sich entscheiden konnte. Dabei hatte er zunächst Pech, da Wilson mithilfe eines Flukes einen starken Snooker legte und sich damit eine exzellente Chance erspielte, den Frame zu holen. Doch beim Lochen von Rot bekam der Spielball einen unglücklichen Kontakt mit einer anderen Roten - und lief so in die Tasche. Das folgende Safety-Duell entschied Allen für sich und ging wieder mit 7:6 in Führung.

Wilson glich in einem weiteren Kampfframe zwar aus, doch im 15. Frame zeigte Allen seine ganze Klasse. Am Ende einer Total Clearence standen starke 140 Punkte auf der Seite des Nordiren. Diesen Schwung nahm er mit und holte auch den finalen Frame der Session, um seinen ursprünglichen Zwei-Frame-Vorsprung wieder herzustellen.

Weltmeister Zhao und Ding mit spektakulärem Schlagabtausch

Auf dem Paralleltisch ging es ähnlich eng und spektakulär zur Sache. Beim Duell zwischen Weltmeister Zhao Xintong und seinem Vorbild Ding Junhui ging es hin und her, ehe die Session leistungsgerecht mit 4:4 beendet wurde.

Zum Match-Center: Zhao vs. Ding

Den besseren Start erwischte Chinas-Snookerheld Ding, der mit kleineren Breaks in Führung ging. Zhao konterte mit einer 64, ehe Ding mit einem 81er Break auf 2:1 stellte. Vor der Pause spielte der Weltmeister dann ein 116er Century Break, um erneut auszugleichen.

Zhao und Ding kämpfen um jeden Punkt

Das tolle Breakbuilding setzte sich nach dem Midsession Intervall fort: Ding ging dank eines 80er Breaks erneut in Führung. Diese Vorsprung hätte er im sechsten Frame ausbauen können. Er lag zwar zwischenzeitlich mit 0:52 zurück, kämpfte sich aber mit einem 58er Break zurück ins Spiel. Im Endspiel auf die Farben verlor er aber nach der Braunen die Stellung auf Blau, die er anschließend verschoss. Zhao lochte die Blaue daraufhin nervenstark als Long Pot und machte den Frame auf Pink zu.

Auch im siebten Durchgang hätte Ding den Frame gewinnen können, Zhao lochte aber beim Stand von 24:55 die finale Rote exzellent und drehte den Frame auf die letzte Schwarze. Dafür revanchierte sich Ding im finalen Frame der Session: Dieses Mal führte Zhao nach einem 61er Break klar, doch Ding antwortete mit einer starken 62er Clearence und stellte so auf 4:4. Die Fortsetzung zwischen den beiden gibt es morgen.