Lilli Tagger steht zum zweiten Mal in ihrer Karriere im Halbfinale eines WTA-Turniers. Die 19-jährige Osttirolerin setzte sich im Viertelfinale der Livesport Open in Prag gegen die an Nummer drei gesetzte Tschechin Sara Bejlek mit 6:3, 6:4 durch.
Damit revanchierte sich Tagger für die klare 2:6, 2:6-Niederlage im Achtelfinale von Athen in der Vorwoche. „Es war ein großartiges Spiel, ein großer Kampf. Man lernt am meisten, wenn man verliert. Letzte Woche hat sie mit mir gespielt, da habe ich sehr viel gelernt“, sagte Österreichs Nummer zwei im On-Court-Interview.
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Im ersten Satz hielten beide Spielerinnen zunächst ihre Aufschlagspiele. Beim Stand von 3:3 übernahm Tagger jedoch die Kontrolle und entschied mit drei Spielgewinnen in Folge den Durchgang für sich.
Auch in den zweiten Satz startete die Österreicherin mit einem frühen Break. Bejlek antwortete zwar umgehend und stellte auf 2:2, Tagger ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Ein weiteres Break brachte ihr die 5:3-Führung.

Beim Ausservieren musste die Osttirolerin noch einmal ihren Aufschlag abgeben. Sie reagierte jedoch sofort, durchbrach Bejlek ein weiteres Mal und verwertete nach 1:39 Stunden ihren dritten Matchball. „Ich möchte einfach mehr Erfahrung auf diesem Niveau sammeln. Ich hätte vor zwei Wochen nicht geglaubt, dass ich ins Semifinale kommen kann. Jetzt ist es passiert, es ist ein Traum“, erklärte Tagger.
Duell mit Krejčíková um Finaleinzug
Nach ihrem Halbfinaleinzug in Jiujiang im November des Vorjahres steht Tagger nun zum zweiten Mal unter den letzten Vier eines WTA250-Turniers. Dort wartet eine besonders schwierige Aufgabe. Die Österreicherin trifft auf die an Nummer zwei gesetzte Barbora Krejčíková. Die tschechische Lokalmatadorin setzte sich in ihrem Viertelfinale souverän mit 6:3, 6:3 gegen Dominika Šalková durch.
Grabher verliert nach starkem Beginn
Julia Grabher ist beim ITF-W100-Turnier in Amstetten im Viertelfinale ausgeschieden. Die Vorarlbergerin unterlag der an Nummer acht gesetzten US-Amerikanerin Vivian Wolff nach 2:04 Stunden mit 6:3, 4:6, 3:6.
Grabher begann druckvoll und setzte ihre Gegnerin vor allem mit der Vorhand unter Druck. Mit Breaks zum 3:2 und 6:3 sicherte sie sich nach 35 Minuten den ersten Satz. Im zweiten Durchgang häuften sich jedoch die Fehler im Spiel der Österreicherin. Grabher geriet mit 2:5 in Rückstand und kämpfte sich noch einmal auf 4:5 heran. Zwei Breakchancen zum Ausgleich konnte sie allerdings nicht nutzen.
Zum Matchcenter: Julia Grabher - Vivian Wolff
Auch im Entscheidungssatz musste Grabher früh ihren Aufschlag abgeben. Wolff zog mit zwei Breaks davon und beendete damit den Lauf der Weltranglisten-107. beim Heimturnier.
„Es war heute schwierig. Ich habe mich nicht gut gefühlt und bin mit den Bedingungen nicht zurechtgekommen“, sagte Grabher nach der Partie.
