Die WSG versteckte sich in Hütteldorf zunächst nicht. Bereits nach fünf Minuten kam Moritz Wels in aussichtsreicher Position zum Abschluss, brachte jedoch zu wenig Druck hinter den Ball. Es sollte der einzige Tiroler Torschuss vor der Pause bleiben.
Mit Fortdauer übernahm Rapid die Kontrolle. Yusuf Demir prüfte WSG-Torhüter Salko Hamzic (18.), wenig später wurde ein Kopfballtreffer von Kara wegen Abseits aberkannt (24.). Auch Tonni Adamsen verfehlte das Tor knapp (28.).
Zum Match-Center: SK Rapid vs. WSG Tirol
In der 33. Minute war es schließlich so weit. Kara fand nach einer Hereingabe von Moritz Horn den freien Raum und versenkte den Ball mit einem sehenswerten Flugkopfball zur Führung. „Es funktioniert gerade gut in der Mannschaft“, sagte der Torschütze nach der Partie. „Wir haben eine gute Stimmung, lassen den Ball gut laufen und wir werden belohnt.“ Kara wollte den starken Saisonstart allerdings nicht überbewerten: „Es ist eine Momentaufnahme und wir müssen weiter Gas geben.“

Nach der Pause hätte Rapid beinahe sofort nachgelegt. Ein Abschluss von Demir landete an der Latte (48.). Die Wiener blieben tonangebend und sorgten wenig später auch für Diskussionen.
Nach einem Abschluss von Petter Nosa Dahl bekam WSG-Verteidiger David Gugganig den Ball aus kurzer Distanz an die Hand. Schiedsrichter Harald Lechner entschied auch nach Ansicht der Videobilder gegen einen Elfmeter. Erstmals in der Bundesliga wurden die VAR-Bilder dabei auf den Videowänden im Stadion gezeigt und die Entscheidung anschließend über das Mikrofon erklärt.
Rapid zu Hause kaum zu stoppen
Sportlich blieb die Szene ohne Folgen. Rapid spielte weiter nach vorne und belohnte sich in der 67. Minute. Nach einer sehenswerten Kombination legte Adamsen für Bolla auf, der zum 2:0 vollendete.
Demir und Wurmbrand ließen zunächst weitere Chancen liegen, ehe der eingewechselte Wurmbrand vier Minuten vor Schluss doch noch zuschlug. Nicolas Bajlicz schickte den 20-Jährigen mit einem präzisen Pass auf die Reise, Wurmbrand vollendete zum 3:0-Endstand.
„Wir haben einen sehr guten ersten Teil der Saison absolviert“, zeigte sich Trainer Johannes Hoff Thorup zufrieden. „Es war auf jeden Fall ein wichtiger Sieg für uns, der uns Rückenwind gibt.“
Rapid unterstrich damit auch seine bisherige Heimstärke. Alle vier Bundesliga-Partien im Allianz Stadion wurden gewonnen, die beeindruckende Torbilanz lautet 15:1. WSG-Spieler Moritz Wels erkannte die Überlegenheit der Gastgeber an. „Wir haben mutig gespielt, waren teilweise aber zu ungenau und vorne nicht effizient genug. Rapid hat uns heute aufgezeigt, wo wir uns verbessern können.“
Während die Tiroler in der ADMIRAL Bundesliga bei acht Punkten halten, kann Rapid mit reichlich Selbstvertrauen in die Pause gehen. Thorup plant zunächst noch ein kurzes Trainingslager samt Testspiel gegen Venezia, ehe seine Spieler sechs freie Tage bekommen.
