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Phänomenaler Rodionov führt Österreich zum Davis Cup Final 8 nach Bologna

Jurij Rodionov, Österreichs Davis-Cup-Held
Jurij Rodionov, Österreichs Davis-Cup-HeldMathias Schulz / Zuma Press / Profimedia

Österreichs Tennis-Herren haben erneut den Einzug ins Final 8 des Davis Cups geschafft. Zunächst besiegten Miedler/Oberleitner am Samstag das belgische Doppel Gille/Vliegen brachten das ÖTV-Team gegen Belgien mit 2:1 in Führung. Anschließend ließ Jurij Rodionov dem Favorit Zizou Bergs keine Chance und fixierte den entscheidenden dritten Punkt.

Österreichs Davis-Cup-Doppel Lucas Miedler und Neil Oberleitner setzten sich am Samstag am Gelände des Wiener Athletiksport Club gegen Sander Gille und Joran Vliegen mit 7:6 (5), 7:5 durch. Damit ging die Mannschaft von Kapitän Jürgen Melzer im Duell mit Belgien mit 2:1 in Führung.

Österreich entscheidet engen ersten Satz im Tiebreak

Wie erwartet begegneten sich beide Doppel auf Augenhöhe. Mit Gille und Vliegen stand Österreich ein erfahrenes Duo gegenüber, das 2023 gemeinsam das Finale der French Open erreicht hatte.

Chancen auf ein frühes Break gab es auf beiden Seiten. Miedler und Oberleitner ließen eine Möglichkeit zum 2:0 ungenutzt, die Belgier konnten beim Stand von 5:5 ebenfalls einen Breakball nicht verwerten. Ohne Aufschlagverlust ging es nach knapp einer Stunde ins Tiebreak.

Zum Match-Center: Miedler/Oberleitner vs. Gille/Vliegen

Dort erwischten die Österreicher das bessere Ende. Miedler und Oberleitner verwerteten ihren ersten Satzball zum 7:6.

Auch im zweiten Satz blieb die Begegnung lange völlig offen. Bei 5:5 erspielten sich Miedler und Oberleitner mehrere Möglichkeiten und verwerteten schließlich ihren vierten Breakball zum ersten Aufschlagverlust der gesamten Partie. Oberleitner durfte anschließend auf den Sieg servieren und machte mit dem zweiten Matchball das 7:5 perfekt.

 

 

Rodionov fixiert Österreichs Final-8-Ticket

Den dritten und entscheidenden Zähler holte Jurij Rodionov. Der Niederösterreicher behielt wie schon 2025 in Ungarn die Nerven und lieferte gegen Zizou Bergs, Nummer 38 der Weltrangliste, eine Fabelleistung ab. Im ersten Satz ging es im Gleichschritt ins Tiebreak. Dort wehrte Rodionov bei 5:6 einen Satzball ab. Anschließend gelangen ihm drei Punkte in Folge zur wichtigen 1:0-Satzführung.

Zum Match-Center: Jurij Rodionov - Zizou Bergs

Im zweiten Satz dominierte der Matzener nach Belieben, führte klar mit 5:1. Bergs riskierte nun mehr, konnte auf 5:3 verkürzen. Rodionov behielt jedoch einen klaren Kopf und beendete das Match mit einem weiteren Break zum 6:3.

"Endlich geschafft, es war ein hartes Stück Arbeit, ein intensives Match. Es ging heute nicht darum, wer der bessere Tennisspieler ist, sondern wer die Nerven behält", gab Rodionov Einblick in seine Gefühlswelt.

 

 

ÖTV-Kapitän Jürgen Melzer war nach dem Sieg begeistert: "Es war wunderschön. Neil Oberleitner hat es beim Debüt heute hervorragend gemacht. Jurij hat dann richtig gut gespielt, meiner Meinung nach völlig verdient gewonnen. Ich hatte immer das Gefühl, dass er sich den Sieg gegen Bergs zutraut, vom Sieg überzeugt ist."

Somit zählt Österreich, wie schon im Vorjahr, zu den besten acht Nationen der Welt und kämpft im November in Bologna um den Davis-Cup-Titel.