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Unruhe am Main: Stresstest beim Fünftligisten – Hütter hofft auf Eintracht-Transfers

Adi Hütter steht vor einem ungewissen Saisonstart mit Eintracht Frankfurt.
Adi Hütter steht vor einem ungewissen Saisonstart mit Eintracht Frankfurt.FLORIAN WIEGAND / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Die Generalprobe? Ein Desaster. Die ewige Torwartfrage? Nur vorerst geklärt. Und selbst der lange unantastbare Markus Krösche steht bei Eintracht Frankfurt längst gehörig unter Druck. Der neue, alte Trainer Adi Hütter startet seine Mission Rehabilitierung am Main mit einigen Störgeräuschen - plötzlich wird schon der Saisonauftakt bei einem Fünftligisten zum Stresstest.

Der Druck war in Hütters Aussagen vor der ersten DFB-Pokal-Runde beim Oberligisten SC St. Tönis am Freitag (18.00 Uhr/Sky) durchaus herauszulesen. Es sei eine "sehr, sehr wichtige" Partie "für alle Beteiligten", betonte der Österreicher vor dem ersten Pflichtspiel seiner zweiten Amtszeit beim Fußball-Bundesligisten mehrfach. Die 0:7-Klatsche beim FC Brentford im letzten Testspiel sei "ein Schuss vor den Bug" und das Ergebnis "nicht akzeptabel" gewesen, sagte Hütter: "Aber wir müssen das Spiel jetzt auch abhaken."

Wenn einer durch die vergangene Saison verunsicherten Mannschaft, die sich zudem an ein neues System gewöhnen muss, auch durchaus Ausrutscher passieren dürfen, zeigte das Spiel dennoch deutlich: Es besteht Handlungsbedarf. Vor allem für Sportvorstand Krösche, der bislang nicht alle Problemzonen ausgebessert hat. In der Defensive holte er als Ersatz für die abgewanderten Leistungsträger Rasmus Kristensen, Aurèle Amenda und vor allem Nathaniel Brown die jungen Otávio (20) und Malik Pimpong (18). Es fehlt neben dem zuletzt angeschlagenen Kapitän Robin Koch an Erfahrung und Klasse.

Hütter hofft auf weitere Eintracht-Transfers

Noch größere Fragen wirft die Torhüterposition auf. Sowohl Kaua Santos als auch Michael Zetterer genügen durch ihre unkonstanten Leistungen den Ansprüchen der Eintracht nicht. Neue Keeper (Noah Atubolu, Lukas Hradecky) werden gehandelt. Im Pokal, das verkündete Hütter, werde der noch vor einem Jahr hochgehandelte Brasilianer Santos im Tor stehen. "Dann werden wir sehen, was in Zukunft noch passiert", sagte der Coach.

Zugleich erklärte er: Die Frankfurter haben ihre Planung zumindest noch nicht ad acta gelegt. "Wir arbeiten im Hintergrund daran, solange das Transferfenster geöffnet ist, das Bestmögliche für uns zu machen. Was das letztendlich sein wird, werden wir sehen."

Was, oder besser, wen Krösche seinem neuen Hoffnungsträger noch zur Verfügung stellt, könnte künftig durchaus noch von Belangen sein. Nach dem Fehltritt Albert Riera steht Krösche mindestens unter Beobachtung. Sollte eine weitere Saison der Enttäuschungen folgen, wird sein Transfersommer sicherlich nochmal ordentlich zerpflückt werden.

Zum Match-Center: SC St. Tönis vs. Eintracht Frankfurt

Was den Druck angeht, kann Hütter immerhin aus der Erfahrung schöpfen: 2018, als er das Erbe von Niko Kovac beim damaligen Pokalsieger Frankfurt antrat, geriet er in seinem ersten Pflichtspiel im Supercup gegen die Bayern böse mit 0:5 unter die Räder und flog anschließend gegen den Viertligisten SSV Ulm aus dem Pokal. Es folgte Platz sieben in der Liga - und die Qualifikation für die Europa League.