"Mit seinem Urteil stärkt das Gericht die Bemühungen von Klubs und Verbänden für einen fairen, transparenten Ticketmarkt und setzt ein klares Zeichen gegen undurchsichtige Angebote sowie überhöhte Preise", ließ die Bundesliga wissen. Viagogo kann laut OLG gegen das Urteil "mit der Nichtzulassungsbeschwerde vor dem Bundesgerichtshof vorgehen, um die Zulassung einer Revision zu erreichen".
Dem Unternehmen wurde unter anderem untersagt, Tickets anzubieten, bevor die Eintrittskarten von autorisierten Stellen angeboten werden. Zudem darf nicht mit Garantien für Tickets geworben werden, suggerierte Verknappung ist ebenfalls verboten.
DFL: "Wichtiger Erfolg für den Schutz der Fans"
Der Ursprung der Klage liegt mehrere Jahre zurück. Im Vorfeld des Supercups 2019 warnte die Bundesliga vor dem Kauf von Tickets auf dem nicht-autorisierten Zweitmarkt, insbesondere auf der Plattform Viagogo. Dort wurden bereits Eintrittskarten für das Spiel angeboten, obwohl der offizielle Kartenverkauf zu diesem Zeitpunkt noch nicht begonnen hatte. Nach Zustellung einer Abmahnung hatte die Bundesliga rechtliche Schritte eingeleitet.
"Diese Entscheidung ist ein wichtiger Erfolg für den Schutz der Fans und eines fairen Ticketmarkts. Sie sendet ein klares Signal gegen fragwürdige Ticketangebote und überhöhte Preise", sagte Bundesliga-Geschäftsführer Marc Lenz: "Gleichzeitig stärkt sie die offiziellen Verkaufs- und Weiterverkaufsplattformen der Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga, auf denen Tickets von Fans für Fans zu fairen und transparenten Konditionen angeboten werden. Die Bundesliga und ihre Klubs werden weiterhin entschlossen gegen nicht autorisierte Ticketverkäufe vorgehen."
