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Trotz historischem WM-Tor - Österreichs Eishockey-Frauen unterliegen Tschechien

Österreich forderte Tschechien bis zum Schluss
Österreich forderte Tschechien bis zum SchlussČTK / AP / Petr David Josek

Österreichs Eishockey-Frauen haben bei ihrer historischen A-WM-Premiere eine respektable Leistung gezeigt. Gegen die Nummer drei der Welt ging das ÖEHV-Team durch Kapitänin Anna Meixner sogar in Führung, musste sich am Ende aber mit 1:4 geschlagen geben. Torhüterin Selma Luggin glänzte mit 42 Paraden.

22 Jahre nach dem ersten WM-Auftritt in der Division III ist Österreichs Frauen-Eishockey endgültig auf der größten internationalen Bühne angekommen. Bei der ersten Teilnahme an einer A-Weltmeisterschaft musste sich das ÖEHV-Nationalteam am Freitag in Esbjerg der favorisierten Auswahl aus Tschechien mit 1:4 (1:1, 0:1, 0:2) geschlagen geben.

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Trotz der Niederlage zeigte die Mannschaft von Teamchef Alexander Bröms eine kämpferisch starke Leistung. Gegen die Nummer drei der Weltrangliste hielt Österreich lange mit und durfte zwischenzeitlich sogar von einer Sensation träumen.

Meixner sorgt für historischen Traumstart

Österreich erwischte gegen den zweimaligen WM-Bronzemedaillengewinner einen bemerkenswerten Start. Bereits in der achten Minute durften die Österreicherinnen über ihren ersten Treffer bei einer A-Weltmeisterschaft jubeln.

Nach einem Zuspiel von Theresa Schafzahl setzte sich Kapitänin Anna Meixner mit viel Tempo gegen die tschechische Defensive durch und schob die Scheibe durch die Beine von Torhüterin Klara Peslarova zum 1:0 ins Netz.

Die Führung gab dem ÖEHV-Team zusätzliches Selbstvertrauen. Erst gegen Ende des ersten Drittels erhöhte Tschechien den Druck. Luggin verhinderte zunächst mit mehreren Paraden den Ausgleich, musste sich in der 19. Minute aber Klara Hymlarova geschlagen geben.

 

 

Mit einem 1:1 ging es in die erste Pause. Auch die Torschussstatistik von 10:6 zugunsten Tschechiens unterstrich, dass Österreich zunächst gut mithalten konnte.

Stangenschuss und bitteres Gegentor

Auch im zweiten Drittel boten sich den Österreicherinnen Möglichkeiten, neuerlich in Führung zu gehen. Besonders im Powerplay wurde das ÖEHV-Team gefährlich.

In der 23. Minute fehlten nur wenige Zentimeter zum zweiten Treffer: Meixner traf allerdings lediglich die Stange. Auch weitere Überzahlsituationen blieben ungenutzt.

Auf der Gegenseite hielt Luggin ihre Mannschaft mit starken Paraden im Spiel. In der 34. Minute fiel die tschechische Führung dennoch auf besonders unglückliche Weise.

Einen Distanzschuss von Natalie Mlynkova konnte die österreichische Torhüterin zunächst abwehren. Die Scheibe prallte jedoch über Annika Fazokas ins eigene Tor. Damit lag Tschechien erstmals in Führung.

Im Schlussdrittel nahm der Druck der Favoritinnen weiter zu. Österreich verteidigte mit großem Einsatz, kam offensiv aber kaum noch zur Entlastung. Insgesamt lautete das Torschussverhältnis am Ende 46:12 für Tschechien.

In der 53. Minute sorgte Katerina Mrazova schließlich für die Vorentscheidung. Die Tschechin traf zum 3:1 und legte in der Schlussphase noch einen Treffer ins leere Tor nach, nachdem Österreich zugunsten einer sechsten Feldspielerin auf seine Torhüterin verzichtet hatte.

Luggin glänzt – Deutschland wartet

Auch wenn die historische Premiere nicht mit Punkten belohnt wurde, kann Österreich auf der gezeigten Leistung aufbauen. Gegen eines der besten Teams der Welt hielt die ÖEHV-Auswahl über weite Strecken dagegen.

Besonders Selma Luggin empfahl sich mit ihren 42 Paraden für weitere Einsätze. Die Torhüterin wurde nach der Partie verdient zur besten österreichischen Spielerin gewählt.

Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt der Mannschaft allerdings nicht. Bereits am Samstag (19:00 Uhr) steht gegen Deutschland das zweite Gruppenspiel auf dem Programm.

Die Deutschen liegen auf Rang sieben der Weltrangliste und sind damit erneut favorisiert. Für Österreich geht es darum, an die kämpferische Leistung gegen Tschechien anzuknüpfen und im Kampf um den Viertelfinaleinzug wichtige Punkte zu sammeln.

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