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ÖEHV-Frauen nach knapper Niederlage gegen Deutschland: "Wir waren zu verspielt"

Antonia Matzka (li.) im Duell mit der Deutschen Laura Kluge
Antonia Matzka (li.) im Duell mit der Deutschen Laura KlugeČTK / AP / Petr David Josek

Österreichs Eishockey-Frauen müssen bei ihrer ersten A-Weltmeisterschaft die zweite Niederlage hinnehmen. Gegen Deutschland hält das ÖEHV-Team dank einer überragenden Selma Luggin lange mit, verliert aber mit 0:2. Die Torhüterin glänzt mit 48 Paraden, ehe am Montag mit den USA der nächste schwere Gegner wartet.

Österreichs Frauen-Nationalteam hat bei seiner historischen A-WM-Premiere erneut eine kämpferisch starke Leistung gezeigt, bleibt aber weiterhin ohne Punkte. Nach dem 1:4 zum Auftakt gegen Tschechien musste sich die ÖEHV-Auswahl am Samstag in Esbjerg auch Deutschland mit 0:2 (0:0, 0:1, 0:1) geschlagen geben.

Vor 628 Zuschauerinnen und Zuschauern hielt Österreich die Partie bis in die Schlussminute offen. Großen Anteil daran hatte Torhüterin Selma Luggin, die 48 von 49 Schüssen auf ihr Tor entschärfte. Beide deutschen Treffer erzielte Katarina Jobst-Smith.

Luggin bringt Deutschland zur Verzweiflung

Deutschland übernahm von Beginn an die Kontrolle und setzte die österreichische Defensive unter Druck. Das ÖEHV-Team tat sich zunächst schwer, selbst gefährliche Angriffe zu kreieren. Erst in der zehnten Minute gab Lisa Schröfl einen ersten Abschluss ab.

Zum Match-Center: Deutschland vs. Österreich

Mit zunehmender Spieldauer fanden die Österreicherinnen besser in die Begegnung. Kurz vor der ersten Drittelpause hatte Theresa Schafzahl nach einem Powerplay eine gute Möglichkeit, verfehlte das Tor aber.

Im Mittelabschnitt wurde der Druck der Deutschen größer. Luggin hielt ihre Mannschaft mit mehreren starken Paraden im Spiel. In der 27. Minute rettete sie noch spektakulär, nur eine Minute später war die Torhüterin jedoch geschlagen. Katarina Jobst-Smith verwertete die Vorarbeit von Lilli Welcke und Carina Strobel zum 1:0 für Deutschland.

 

 

Österreich ließ sich vom Rückstand nicht entmutigen. Kapitänin Anna Meixner und ihre Teamkolleginnen verteidigten weiterhin leidenschaftlich und gingen mit nur einem Tor Rückstand in das Schlussdrittel.

Österreich kämpft bis zum Schluss um den Ausgleich

Auch in den letzten 20 Minuten stemmte sich Österreich gegen die drohende Niederlage. Die ÖEHV-Auswahl überstand weitere deutsche Druckphasen und in der 48. Minute auch eine Unterzahlsituation.

In der Schlussphase setzte Co-Trainerin Flanagan, die den erkrankten Teamchef Alexander Bröms vertrat, alles auf eine Karte und nahm Luggin zugunsten einer sechsten Feldspielerin vom Eis. Der erhoffte Ausgleich blieb jedoch aus. Stattdessen traf Jobst-Smith in der 59. Minute ins leere Tor und fixierte mit ihrem zweiten Treffer den 2:0-Endstand.

Trotz der Niederlage zeigte sich Flanagan mit dem Einsatz ihrer Mannschaft zufrieden. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft und darauf, wie sie sich bis zum Schluss gegen die Niederlage gestemmt hat“, erklärte die Kanadierin. Gleichzeitig räumte sie ein, dass die Enttäuschung groß sei, weil sich das Team gegen Deutschland viel vorgenommen hatte.

Selbstkritischer fiel die Analyse von Stürmerin Marja Linzbichler aus. „Ich glaube, dass wir in den ersten beiden Dritteln deutlich besser hätten spielen können. Wir waren zu verspielt, wodurch die Deutschen viel Momentum bekommen haben“, sagte die ÖEHV-Spielerin.

 

 

Olympiasieger USA wartet am Montag

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt steht Österreich bei seiner ersten A-Weltmeisterschaft weiterhin vor einer schwierigen Aufgabe. Immerhin konnte das Team sowohl gegen Tschechien als auch gegen Deutschland phasenweise mithalten.

Besonders auf die Leistungen von Selma Luggin kann die ÖEHV-Auswahl aufbauen. Nach ihren 42 Paraden gegen Tschechien war die Torhüterin auch gegen Deutschland mit 48 gehaltenen Schüssen der große Rückhalt.

Viel Zeit zur Erholung bleibt allerdings nicht. Bereits am Montag (19:00 Uhr) wartet mit den USA der amtierende Olympiasieger und Weltmeister. Für Österreich geht es darum, erneut mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung dagegenzuhalten und weitere wertvolle Erfahrungen auf höchstem internationalem Niveau zu sammeln.

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