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Swiss Indoors Basel 2026: Wawrinkas letztes Turnier – Djokovic kehrt nach 15 Jahren zurück

Aktualisiert
Stan Wawrinka sagt beim Swiss Indoors Basel 2026 "Adieu"
Stan Wawrinka sagt beim Swiss Indoors Basel 2026 "Adieu"Sandrine Thesillat / PsnewZ / Bestimage / Profimedia

Die Swiss Indoors Basel 2026 werden zu einem der emotionalsten Tennisereignisse des Jahres: Stan Wawrinka bestreitet in der St. Jakobshalle das letzte Turnier seiner Karriere – an jenem Ort, an dem sein Landsmann Roger Federer zehn Mal triumphierte. Gleichzeitig kehrt Novak Djokovic nach 15 Jahren an die Stätte seines bisher einzigen Basel-Titels zurück. Topgesetzter ist US-Open-Finalist Ben Shelton, der in Basel endlich den zweiten großen Hallentitel seiner Karriere anstrebt.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

Datum: 26. Oktober bis 1. November 2026

Ort: Basel, Schweiz

Venue: St. Jakobshalle

Belag: Hartplatz (Indoor)

Kategorie: ATP 500

Vorjahressieger: Joao Fonseca (BRA) – besiegte Alejandro Davidovich Fokina

ATP Basel 2026: Teilnehmer

Favoriten

Topgesetzter ist Ben Shelton – der 23-jährige US-Amerikaner, der in diesem Jahr das US-Open-Finale erreichte und dort erst gegen Alexander Zverev scheiterte. Shelton ist auf dem Hallenbelag besonders gefährlich, wo sein explosiver Aufschlag und seine aggressive Grundlinie besonders zur Geltung kommen.

Hinter ihm sind Arthur Fils und Rafael Jodar gesetzt – letzterer nach seiner historischen Shanghai-Finalteilnahme nun auch in der Race-to-Turin-Tabelle in Schlagdistanz zu Djokovic. Weitere interessante Namen sind Taylor Fritz, Vorjahresfinalist Davidovich Fokina, Stefanos Tsitsipas, Holger Rune und Casper Ruud.

Lokalmatador

Die Swiss Indoors Basel 2026 werden gleich durch zwei historische Auftritte geprägt. Erstens: Stan Wawrinka bestreitet das letzte Turnier seiner Karriere. Der dreifache Grand-Slam-Champion, der seinen Rücktritt im Dezember 2025 angekündigt hatte, verabschiedet sich mit einer Wildcard in Basel. Sein bestes Ergebnis stammt aus dem Jahr 2006, als er das Halbfinale erreichte.

Ebenfalls per Wildcard dabei sind der Schweizer Jérôme Kym und Nachwuchstalent Dominic Stricker.

Special Guest

Zudem kehr Novak Djokovic nach 15 Jahren an den Ort seines einzigen Basel-Titels (2009) zurück. Es ist sein vierter Auftritt in Basel überhaupt – und eine letzte Chance, sich im Race to Turin für die ATP-Finals zu qualifizieren.

Deutsche und österreichische Teilnehmer

Jan-Lennard Struff ist per Special Exempt ins Hauptfeld eingezogen – und trifft laut Auslosung in der zweiten Runde möglicherweise auf Djokovic. Daniel Altmaier ist in der Qualifikation ausgeschieden, Yannick Hanfmann sicherte sich dagegen einen weiteren deutschen Startplatz. Aus österreichischer Sicht ist kein Spieler im Hauptfeld vertreten.

Swiss Indoors Basel 2026 Spielplan

1. Runde: Montag & Dienstag, 26. und 27. Oktober, ab 13:30 Uhr (Montag) bzw. ab 14:00 Uhr (Dienstag)

Achtelfinale: Mittwoch & Donnerstag, 28. und 29. Oktober, ab 14:00 Uhr

Viertelfinale: Freitag, 30. Oktober, ab 14:00 Uhr

Halbfinale: Samstag, 31. Oktober, ab 15:00 Uhr

Finale: Sonntag, 1. November, nicht vor 15:30 Uhr

Preisgeld und ATP-Punkte in Basel

Das Gesamtpreisgeld der Swiss Indoors Basel 2026 beläuft sich auf 2.584.155 Euro. Der Turniersieger erhält 483.335 Euro sowie die vollen 500 ATP-Rankingpunkte. Der unterlegene Finalist streicht 260.025 Euro und 330 Punkte ein, die beiden Halbfinalisten erhalten jeweils 138.575 Euro und 200 Punkte.

Das Viertelfinale bringt 70.795 Euro und 100 Punkte, das Achtelfinale 37.790 Euro und 50 Zähler. Spieler, die in der ersten Hauptfeldrunde ausscheiden, erhalten 20.160 Euro – Rankingpunkte gibt es in dieser Runde jedoch nicht. Das Preisgeld ist damit rund 61.000 Euro höher als im Vorjahr – im Gegenzug liegt Basel mit 2.584.155 Euro knapp unter dem Wiener Preisgeld von 2.797.985 Euro.

Vergangene Gewinner

Die Swiss Indoors Basel, seit 1970 gespielt, werden von einer Figur dominiert wie kaum ein anderes Turnier der Welt von einem einzelnen Spieler: Roger Federer gewann das Heimturnier zehnmal, hält mit 75 Matchsiegen den Allzeitrekord und ist mit seinem letzten Triumph 2019 im Alter von 38 Jahren auch der älteste Basel-Champion. Sein Rekord von zehn Titeln dürfte auf lange Sicht unangreifbar bleiben. Aus deutscher Sicht hat Klaus Berger die erste Ausgabe der Swiss Indoors im Jahr  1970 gewonnen – Boris Becker (1992) und Michael Stich (1993) waren weitere deutsche Titelträger. Ein Österreicher konnte in Basel noch nicht triumphieren.

Die letzten fünf Sieger:

2025: Joao Fonseca (BRA)

2024: Giovanni Mpetshi Perricard (FRA)

2023: Carlos Alcaraz (ESP)

2022: Félix Auger-Aliassime (CAN)

2019: Roger Federer (SUI) (2020 und 2021 pandemiebedingt abgesagt)

Rekordsieger:

Roger Federer (SUI) – 10 Titel (2006, 2007, 2008, 2010, 2011, 2014, 2015, 2017, 2018, 2019)

Einige der nennenswertesten Sieger der Geschichte:

Juan Martin del Potro (ARG) – zweifacher Sieger 2012 und 2013

Novak Djokovic (SRB) – Sieger 2009

Pete Sampras (USA) – Sieger 1996

Jim Courier (USA) – Sieger 1989

Marin Cilic (HRV) – Sieger 2016

Carlos Alcaraz (ESP) – Sieger 2023

Félix Auger-Aliassime (CAN) – Sieger 2022

Übertragung im deutschen und österreichischen Fernsehen

Die Swiss Indoors Basel 2026 werden in Deutschland und Österreich live auf Sky Sport Tennis übertragen – sowohl linear als auch über den Streamingdienst WOW. In der Schweiz selbst überträgt SRF Sport ausgewählte Matches kostenlos im Free-TV, darunter mit Sicherheit Wawrinkas Abschiedspartie sowie die Endspiele.

Wer alle Matches vollständig und in HD verfolgen möchte, greift auf TennisTV zurück – den offiziellen internationalen Streaming-Dienst der ATP, der sämtliche Partien des Turniers kostenpflichtig überträgt.

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