Zum Hauptinhalt springen

Monthly Tennis Recap: ÖTV-Stars mit starkem Oktober

Monthly Tennis Recap: ÖTV-Stars mit starkem Oktober
Monthly Tennis Recap: ÖTV-Stars mit starkem OktoberKacper Staniec / Newspix.pl / Profimedia

Der Oktober stand im internationalen Tennis ganz im Zeichen der Asien-Tour und der Hallensaison in Europa. Österreich mischte dabei kräftig mit. Während Lilli Tagger und Sinja Kraus auf der WTA-Tour weiter Boden gutmachten, sorgten Lucas Miedler und Neil Oberleitner im Doppel sogar für einen historischen Erfolg.

Lilli Tagger

Lilli Tagger setzte ihren rasanten Aufstieg auch im Oktober fort. Nach einer knappen Dreisatzniederlage gegen Nikola Bartunkova in Wuhan spielte sich die 18-Jährige beim WTA-250-Turnier in Osaka bis ins Viertelfinale. Sie gewann unter anderem gegen die an Nummer fünf gesetzte Liudmila Samsonova glatt mit 6:3, 6:3. Erst die damalige Weltranglisten-25. Ann Li stoppte Tagger nach mehr als zwei Stunden mit 6:4, 3:6, 7:6.

Noch besser lief es zum Monatsende in Guangzhou. Tagger ließ im Generationenduell der 46-jährigen Venus Williams beim 6:2, 6:2 keine Chance und bezwang anschließend auch Magda Linette, Han Shi und Kaitlin Quevedo. Mit einem 6:2, 6:0 im Halbfinale zog sie in das dritte WTA-Endspiel ihrer Karriere ein. Einen Tag später musste sie sich Harriet Dart in drei Sätzen geschlagen geben.

 

 

Sinja Kraus

Für Sinja Kraus begann der Oktober mit dem bislang größten Erfolg ihrer Karriere. Beim WTA-1000-Turnier in Peking profitierte sie zunächst von der verletzungsbedingten Aufgabe Anastasia Potapovas. Danach schlug sie Dayana Yastremska mit 6:1, 6:4 und erreichte erstmals das Achtelfinale eines 1000er-Turniers. Dort unterlag sie Bartunkova in drei Sätzen.

Die starken Ergebnisse brachten Kraus am 12. Oktober mit WTA-Rang 75 ein neues Karrierehoch. In Wuhan scheiterte sie aber in der letzten Runde der Qualifikation. In Osaka schaffte sie die Qualifikation und erreichte das Achtelfinale, ehe Talia Gibson zu stark war. Zum Monatsabschluss gewann Kraus in Guangzhou noch gegen Panna Udvardy, verlor danach aber klar gegen Paula Badosa.

 

 

Julia Grabher

Nach ihrem Titelgewinn Ende September in Tolentino blieb Julia Grabher auch im Oktober auf Erfolgskurs. Zwar kam beim Challenger in Samsun zum Auftakt das Aus gegen Dalma Galfi, auf Mallorca spielte sich die Vorarlbergerin anschließend aber bis ins Viertelfinale. Dort unterlag sie Ariana Geerlings Martinez mit 6:7, 3:6.

Ihr Highlight folgte zum Monatsende in Curitiba. Grabher gewann gegen Carolina Alves, Maria Lourdes Carle und nach einem Satzrückstand auch gegen Leyre Romero Gormaz. Im Halbfinale ließ sie Julia Riera beim 6:3, 6:3 keine Chance und zog in ihr drittes WTA-125-Finale des Jahres ein. Nach 3:23 Stunden musste sich Grabher dort Alice Tubello denkbar knapp mit 6:3, 6:7, 6:7 geschlagen geben.

Anastasia Potapova

Der Oktober dauerte für Anastasia Potapova nur ein Match. Beim WTA-1000-Turnier in Peking feierte sie nach ihrer bei den US Open erlittenen Knieverletzung ihr Comeback. Gegen Kraus musste die Weltranglisten-25. beim Stand von 1:4 allerdings wegen Schulterproblemen aufgeben.

Zwei Tage später zog Potapova die Konsequenzen und erklärte ihre Saison 2026 vorzeitig für beendet. „Leider sendet mir mein Körper zuletzt immer häufiger Signale, dass es Zeit ist aufzuhören“, erklärte die 25-Jährige. Ihr Fokus liegt nun auf der vollständigen Genesung und der Saison 2027.

Sebastian Ofner

Auch Sebastian Ofner bestritt im Oktober kein Match. Der Steirer hatte bereits Anfang September wegen seiner hartnäckigen Fersenprobleme das vorzeitige Saisonende angekündigt.

Im Oktober folgte schließlich ein neuerlicher operativer Eingriff an der linken Ferse. Die Operation verlief laut Ofner erfolgreich. Anschließend standen Physiotherapie und Rehabilitation auf dem Programm. Er will innerhalb von vier bis sechs Wochen wieder auf den Tennisplatz zurückzukehren.

Filip Misolic

Filip Misolic sammelte nach seiner langen Verletzungspause weiter dringend benötigte Matchpraxis. Sein bestes Ergebnis gelang dem Steirer beim Challenger in Florenz. Misolic kämpfte sich durch die Qualifikation und gewann anschließend gegen Felix Gill und Izan Almazan Valiente. Erst im Viertelfinale stoppte ihn Michele Ribecai mit 6:2, 6:1.

Jurij Rodionov

Nach seinen starken Davis-Cup-Auftritten im September konnte Jurij Rodionov im Oktober nicht an diesen Lauf anknüpfen. In der Qualifikation von Lyon verlor der Niederösterreicher nach gewonnenem ersten Satz gegen Pierre-Hugues Herbert.

Bei den Erste Bank Open erhielt Rodionov eine Wildcard für das Hauptfeld. Gegen Nikoloz Basilashvili war die Chance auf ein Achtelfinal-Duell mit Carlos Alcaraz zum Greifen nahe. Rodionov verlor den ersten Satz im Tiebreak und musste sich schließlich mit 6:7, 1:6 geschlagen geben. Der 27-Jährige konnte nur einen seiner fünf Breakbälle nutzen.

Lukas Neumayer

Lukas Neumayer lieferte einen starken Oktober ab. Beim Challenger in Braga gewann der 24-jährige Salzburger drei Matches und erreichte das Halbfinale. Dort musste er sich dem Kroaten Matej Dodig mit 3:6, 1:6 geschlagen geben. Eine Woche später nahm Dodig Neumayer auch beim Challenger in Maia aus dem Bewerb.

Das Highlight folgte in Wien. Neumayer schlug in der Qualifikation mit Vit Kopriva und Titouan Droguet zwei Top-70-Spieler in Folge und erreichte damit erstmals den Hauptbewerb eines ATP-500-Turniers. Gegen den Weltranglisten-16. Jakub Mensik war beim 2:6, 2:6 zwar Endstation, die erfolgreiche Qualifikation war dennoch ein weiterer Schritt nach vorne.

 

Lukas Neumayer schlug erstmals in einem ATP-500-Hauptfeld auf
Lukas Neumayer schlug erstmals in einem ATP-500-Hauptfeld aufMathias Schulz / Zuma Press / Profimedia

 

Joel Schwärzler

Joel Schwärzler startete mit einem Challenger-Halbfinale in Mouilleron-le-Captif in den Monat. Erst Lokalmatador Sascha Gueymard Wayenburg stoppte den Vorarlberger mit 6:4, 6:2. Zuvor hatte Schwärzler bei diesem Turnier keinen einzigen Satz abgegeben.

Danach fehlte etwas die Konstanz. In Alicante war im Achtelfinale Schluss, in Brüssel scheiterte Schwärzler bereits in der Qualifikation. Auch die Erste Bank Open waren nach einem Match vorbei. Der 20-Jährige verlor ebenfalls in der Qualifikation gegen den Weltranglisten-72. Droguet knapp mit 3:6, 6:3, 5:7. Für Schlagzeilen sorgte zudem sein Trainerwechsel. Seit Ende Oktober arbeitet Schwärzler nun mit Günter Bresnik zusammen.

Lucas Miedler & Neil Oberleitner

Die größte österreichische Erfolgsgeschichte des Oktobers schrieben Lucas Miedler und Neil Oberleitner. Erst Anfang des Monats formierten sich die beiden endgültig als neues ÖTV-Topdoppel. Schon bei ihrem zweiten gemeinsamen ATP-Turnier folgte die Sensation. Beim Masters 1000 in Shanghai holten sie ohne einen einzigen Satzverlust den Titel. Im Finale bezwangen sie Francisco Cabral und James Tracy mit 6:3, 6:4.

 

 

Damit feierte erstmals ein rein österreichisches Doppel einen Masters-1000-Titel. Eine Woche später erreichten Miedler/Oberleitner auch in Almaty das Endspiel. Erst Yuki Bhambri und Ryan Seggerman stoppten die acht Matches andauernde Siegesserie im Match-Tiebreak.

Und auch beim Heimspiel in Wien ging der Lauf weiter. Miedler/Oberleitner schlugen im Viertelfinale die topgesetzten Harri Heliovaara und Henry Patten und zogen ins Endspiel ein. Die perfekte Zugabe folgte einen Tag später. Mit einem 6:1, 7:5 gegen Seggerman und Learner Tien holte das ÖTV-Duo auch den Titel in der Wiener Stadthalle.

Flashscore bei Google bevorzugenSo siehst du unsere News öfter
HinzufügenBei Google hinzufügen