"Froh und stolz" nach Magdeburger Statement-Sieg: Wiegert jagt den nächsten Stern

Magdeburg-Trainer Bennet Wiegert beim Halbfinalerfolg über Pick Szeged
Magdeburg-Trainer Bennet Wiegert beim Halbfinalerfolg über Pick SzegedHENDRIK SCHMIDT / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Die Schlusssirene war noch nicht ganz verklungen, da tanzten die Handballer des SC Magdeburg schon zu kölschen Klängen über den Hallenboden. Der Kult-Hit "Viva Colonia" schallte aus den Lautsprechern - aus gutem Grund: Dank eines Statement-Siegs samt Torrekord hat der SCM zum vierten Mal nacheinander das Final Four der Champions League in Köln erreicht - und nimmt nun die Titelverteidigung ins Visier.

"Natürlich sind wir glücklich. Ich bin froh und stolz – das war eines unserer besten Spiele der Saison", jubelte Trainer Bennet Wiegert nach dem 45:37 (23:19) im Viertelfinal-Rückspiel gegen Pick Szeged. 45 Tore in nur einem Spiel bedeuten für den designierten deutschen Meister Saison-Rekord - so viele Treffer sind selbst für die erfolgsverwöhnten Magdeburger Highspeed-Handballer nicht normal. "Wir haben wenig Fehler gemacht, sind aufs Tempo gegangen", lobte Wiegert: "Die Mannschaft hat eine fantastische Leistung gezeigt. Das war unglaublich."

Zum Match-Center: SC Magdeburg vs. Pick Szeged

Unglaublich ist auch die Performance von Wiegert: Unter seiner Leitung hatte Magdeburg in der Königsklasse 2023 und 2025 triumphiert, und auch beim ersten Erfolg im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb 2002 hatte er als Spieler seinen Anteil. Nun folgte am Donnerstagabend die nächste Qualifikation für das Finalturnier.

Zwei deutsche Eisen im Feuer

"Wenn ich mir anschaue, was wir in den vergangenen zehn Jahren hier aufgebaut haben, ist das besonders. Das ist nicht selbstverständlich, dass wir zum vierten Mal in Folge im Final Four stehen und den Titel bereits zweimal gewonnen haben", sagte Wiegert. Und auch Magnus Saugstrup betonte: "Das ist nichts, was selbstverständlich ist, sondern etwas, das man feiern kann und sollte."

Wie der Weg zum vierten Königsklassen-Stern aussieht? Zeigt sich am Dienstag. Um 15.00 Uhr werden die Halbfinal-Paarungen für den Showdown am 13. und 14. Juni in der Lanxess Arena gelost.

Neben Magdeburg träumen auch die Füchse Berlin vom ganz großen Wurf in der Domstadt. "Ich glaube, dass uns maximal hilft, in dieser Halle diese Saison schon einmal gewonnen zu haben", sagte Berlins Geschäftsführer Bob Hanning. Der Hauptstadt-Klub, der sich am Mittwochabend im Siebenmeterwerfen gegen Veszprem für das Final Four qualifiziert hatte, triumphierte vor gut dreieinhalb Wochen im Finale des DHB-Pokals.

Die weiteren Halbfinalisten sind übrigens der spanische Rekordsieger FC Barcelona und Aalborg HB aus Dänemark mit Nationalspieler Juri Knorr.