"Natürlich sind wir glücklich. Ich bin froh und stolz – das war eines unserer besten Spiele der Saison", jubelte Trainer Bennet Wiegert nach dem 45:37 (23:19) im Viertelfinal-Rückspiel gegen Pick Szeged. 45 Tore in nur einem Spiel bedeuten für den designierten deutschen Meister Saison-Rekord - so viele Treffer sind selbst für die erfolgsverwöhnten Magdeburger Highspeed-Handballer nicht normal. "Wir haben wenig Fehler gemacht, sind aufs Tempo gegangen", lobte Wiegert: "Die Mannschaft hat eine fantastische Leistung gezeigt. Das war unglaublich."
Zum Match-Center: SC Magdeburg vs. Pick Szeged
Unglaublich ist auch die Performance von Wiegert: Unter seiner Leitung hatte Magdeburg in der Königsklasse 2023 und 2025 triumphiert, und auch beim ersten Erfolg im wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb 2002 hatte er als Spieler seinen Anteil. Nun folgte am Donnerstagabend die nächste Qualifikation für das Finalturnier.
Zwei deutsche Eisen im Feuer
"Wenn ich mir anschaue, was wir in den vergangenen zehn Jahren hier aufgebaut haben, ist das besonders. Das ist nicht selbstverständlich, dass wir zum vierten Mal in Folge im Final Four stehen und den Titel bereits zweimal gewonnen haben", sagte Wiegert. Und auch Magnus Saugstrup betonte: "Das ist nichts, was selbstverständlich ist, sondern etwas, das man feiern kann und sollte."
Wie der Weg zum vierten Königsklassen-Stern aussieht? Zeigt sich am Dienstag. Um 15.00 Uhr werden die Halbfinal-Paarungen für den Showdown am 13. und 14. Juni in der Lanxess Arena gelost.
Neben Magdeburg träumen auch die Füchse Berlin vom ganz großen Wurf in der Domstadt. "Ich glaube, dass uns maximal hilft, in dieser Halle diese Saison schon einmal gewonnen zu haben", sagte Berlins Geschäftsführer Bob Hanning. Der Hauptstadt-Klub, der sich am Mittwochabend im Siebenmeterwerfen gegen Veszprem für das Final Four qualifiziert hatte, triumphierte vor gut dreieinhalb Wochen im Finale des DHB-Pokals.
Die weiteren Halbfinalisten sind übrigens der spanische Rekordsieger FC Barcelona und Aalborg HB aus Dänemark mit Nationalspieler Juri Knorr.
