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Hammerlos für Österreich - Spanien wartet im Davis-Cup-Viertelfinale

Hammerlos für Österreich - Spanien wartet im Davis-Cup-Viertelfinale
Hammerlos für Österreich - Spanien wartet im Davis-Cup-ViertelfinaleProfimedia

Österreichs Davis-Cup-Team kennt seinen Viertelfinalgegner beim Finalturnier in Bologna. Nach dem 3:1 gegen Belgien wartet mit dem sechsmaligen Champion Spanien eine schwierige Aufgabe. Wann genau das ÖTV-Team um Kapitän Jürgen Melzer aufschlägt, steht noch nicht fest.

Österreich bekommt es bei den Davis Cup Final 8 in Bologna mit Spanien zu tun. Das ergab die Auslosung am Dienstag. Die Mannschaft von Kapitän Jürgen Melzer trifft damit im Viertelfinale auf den an Nummer zwei gesetzten sechsmaligen Champion.

Zum Match-Center: Spanien vs. Österreich

Das ÖTV-Team hatte am vergangenen Wochenende mit einem 3:1-Heimsieg gegen Belgien im Wiener Athletiksport Club zum zweiten Mal in Folge den Sprung unter die besten acht Nationen geschafft. Im Vorjahr war erst im Viertelfinale gegen den späteren Champion Italien Endstation.

Der genaue Spieltermin gegen Spanien steht noch nicht fest. Das Finalturnier findet von 24. bis 29. November in Bologna statt. Sollte Österreich die Überraschung gelingen, würde im Halbfinale der Sieger des Duells zwischen Deutschland und Großbritannien warten.

Spanien mit zahlreichen Topspielern

Wie stark Spanien in Bologna tatsächlich aufgestellt sein wird, ist noch offen. Das Team von Kapitän David Ferrer setzte sich in der Qualifikation klar mit 4:0 gegen Chile durch. In den beiden Einzeln kamen Rafael Jódar Camacho und Daniel Mérida Aguilar zum Einsatz.

 

 

Der spanische Kader bietet allerdings noch prominentere Möglichkeiten. Mit Carlos Alcaraz könnte die aktuelle Nummer drei der Weltrangliste zum Team stoßen, auch Alejandro Davidovich Fokina wäre eine Option.

„Es hängt viel davon ab, wer bei Spanien im Team stehen wird“, sagte Melzer. Sollte Spanien mit Alcaraz antreten, werde es eine „Hammeraufgabe“. Österreich habe in den vergangenen Jahren allerdings mehrfach gezeigt, im Davis Cup über sich hinauswachsen zu können.

Besonders auf Jurij Rodionov setzt der ÖTV-Kapitän große Hoffnungen. Der Niederösterreicher präsentierte sich zuletzt gegen Belgien einmal mehr in starker Davis-Cup-Form und hatte auch beim Finalturnier im Vorjahr überzeugt. „Die Bedingungen haben ihm getaugt, und bei Best of Three ist vieles drinnen“, so Melzer.

Österreich auf historischem Ranking-Hoch

Die jüngsten Erfolge spiegeln sich auch in der Weltrangliste der Nationen wider. Österreich verbesserte sich auf Rang sechs und erreichte damit seine beste Platzierung seit Einführung des aktuellen Rankings im Jahr 2001. Für eine Setzung beim Finalturnier reichte es dennoch knapp nicht. In den vergangenen drei Jahren kassierte Österreich im Davis Cup lediglich eine Niederlage. Ausgerechnet diese setzte es beim Finalturnier 2025 gegen Italien.

Gegen Spanien weist Österreich historisch sogar eine positive Bilanz auf. Drei der bisherigen fünf Davis-Cup-Duelle gingen an das ÖTV-Team. Das bislang letzte Aufeinandertreffen liegt allerdings bereits 14 Jahre zurück: 2012 setzte sich Spanien im Viertelfinale in Marina d’Or deutlich mit 4:1 durch.

ÖTV-Präsident Richard Grasl hofft diesmal auch auf Unterstützung von den Rängen. „Spanien ist ein richtiger Brocken, aber auch gegen Belgien hat man gesehen, dass im Davis Cup alles möglich ist“, sagte Grasl. Der Verband arbeitet bereits an einer Fanreise nach Bologna.