Bericht: Saudi-Arabien plant Finanzierungsstopp für LIV Golf

Saudi-Arabien wird LIV Golf laut Berichten nicht länger finanzieren.
Saudi-Arabien wird LIV Golf laut Berichten nicht länger finanzieren.REUTERS/Hamad I Mohammed

Laut einem Bericht des Wall Street Journal vom Mittwoch beabsichtigt der saudi-arabische Public Investment Fund (PIF), die finanzielle Unterstützung der LIV-Golf-Tour nach der laufenden Saison einzustellen. Entsprechende Informationen sollen den Spielern und Mitarbeitern bis Donnerstag offiziell mitgeteilt werden. Eine Stellungnahme seitens LIV Golf gegenüber Reuters steht aktuell noch aus.

Die 2022 mit massiven Mitteln des PIF gestartete Tour hat die Golfwelt nachhaltig erschüttert. Mit hochdotierten Verträgen gelang es LIV, Top-Stars wie Bryson DeChambeau, Jon Rahm, Brooks Koepka und Phil Mickelson von der traditionellen Konkurrenz abzuwerben.

Die Meldung des WSJ überrascht, da Insider erst vor zwei Wochen gegenüber Reuters bekräftigten, dass die Saison 2026 weiterhin unter voller Schirmherrschaft des PIF stehe. Auch LIV-CEO Scott O’Neil versicherte den Profis in einer E-Mail, dass der Spielbetrieb „genau wie geplant und mit voller Kraft“ fortgesetzt werde.

Rückkehr der LIV-Abwanderer denkbar?

LIV verfolgt das Ziel, Golf global zu popularisieren, sieht sich jedoch anhaltender Kritik ausgesetzt. Menschenrechtsorganisationen werfen Saudi-Arabien vor, den Sport als Werkzeug für "Sportswashing" zu nutzen, um von der prekären Menschenrechtslage im Land abzulenken – Vorwürfe, welche die saudische Regierung konsequent zurückweist.

Zwar kündigten die PGA Tour, der PIF und die DP World Tour bereits im Juni 2023 eine Fusion ihrer kommerziellen Aktivitäten an, doch ein finaler Vertrag lässt weiterhin auf sich warten. Sollte die LIV-Tour tatsächlich enden, gestaltet sich eine Rückkehr für die Abtrünnigen schwierig: Laut WSJ lehnt die PGA Tour eine Wiederaufnahme ab und will stattdessen jeden Fall einzeln prüfen.

Einige prominente Namen haben bereits Konsequenzen gezogen: Sowohl Brooks Koepka als auch der ehemalige Masters-Champion Patrick Reed haben der LIV-Tour in den vergangenen Monaten den Rücken gekehrt.