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Champions-League-Qualifikation: Sturm Graz vor Mammutaufgabe bei Fenerbahçe

In Edinburgh durften die Sturm-Kicker noch jubeln.
In Edinburgh durften die Sturm-Kicker noch jubeln.Andrew Milligan, PA Images / Alamy / Profimedia

Nach dem erfolgreichen Aufstieg gegen Heart of Midlothian wartet auf den SK Sturm Graz die nächste große Herausforderung. Im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League sind die Grazer zu Gast bei Fenerbahçe Istanbul.

Mit den beiden souveränen Erfolgen über die Hearts hat der SK Sturm bereits die Ligaphase der Europa League abgesichert. Nun wartet in der dritten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League mit Fenerbahçe eine Mammutaufgabe auf die Blackies.

Zum Matchcenter: Fenerbahçe SK – Sturm Graz

 

 

Das Starensemble von Fenerbahçe

Fenerbahçe hat im Sommer kräftig aufgerüstet und zählt deshalb zu den großen Favoriten auf den Einzug in die Champions League. Die Türken investierten rund 80 Millionen Euro in neue Spieler, darunter Mason Greenwood und Nathan Aké. Hinzu kommen international erfahrene Profis wie Marco Asensio, Milan Škriniar und Matteo Guendouzi.

Das Team von Trainer Ismail Kartal erhält durch die Rückkehr von N'Golo Kanté zusätzliche Qualität. Er steht nach seinem WM-Urlaub wieder zur Verfügung. Auch Stürmer Vedat Muriqi ist nach überstandener Verletzung wieder im Kader.

Kartal will die Grazer dennoch nicht unterschätzen: „Wir sind uns ihrer Stärken bewusst, haben uns aber als Team sehr gut vorbereitet. Unter ihrem neuen Trainer spielen sie in einem anderen System. Sie sind eine junge und dynamische Mannschaft und verfügen über einen großen Kampfgeist.

 

Fenerbahçe verpasste den Meistertitel in der letzten Saison nur knapp.
Fenerbahçe verpasste den Meistertitel in der letzten Saison nur knapp.Flashscore

 

Sturm setzt auf Mut und Geschlossenheit

Sturm reist mit viel Selbstvertrauen in die Türkei. Drei Siege in der Champions-League-Qualifikation und im ÖFB-Cup sowie eine mittlerweile 17 Pflichtspiele andauernde Ungeschlagen-Serie sprechen für die Grazer, auch wenn zuletzt zum Bundesliga-Auftakt nur ein 1:1 bei der WSG Tirol gelang.

Fabio Ingolitsch sieht seine Mannschaft bereit für die große Herausforderung. „Wir haben die Europa League eingetütet. Deswegen haben wir die nötige Portion an Mut und an Selbstvertrauen“, sagte der Sturm-Coach im Vorfeld der Partie. Gleichzeitig kennt er die Rollenverteilung: „Sie wollen unbedingt in die Champions League einziehen. Wir sind der klare Außenseiter, wir nehmen die Rolle gerne an, mit der können wir auch gut leben.

Im ausverkauften Şükrü-Saracoğlu-Stadion erwartet die Grazer eine stimmungsvolle Atmosphäre. „Es wird auch eine mentale Herausforderung, in einem der lautesten Stadien Europas zu spielen, vor fanatischen türkischen Fans“, so Ingolitsch.

 

Die Fans von Fenerbahçe gelten als besonders heißblütig.
Die Fans von Fenerbahçe gelten als besonders heißblütig.Burak Basturk/MEI / Sipa Press / Profimedia

 

Grazer Personalsorgen

Sturm muss in Istanbul auf Otar Kiteishvili verzichten. Der Schlüsselspieler trat die Reise aufgrund seiner Wadenverletzung ebenso wenig an wie Filip Rozga und Leon Grgic. Für Ingolitsch steht fest, dass der Ausfall des Georgiers nur gemeinsam aufgefangen werden kann.

Mut macht den Grazern der starke Auftritt in Edinburgh. Beim 2:0-Auswärtserfolg gegen die Hearts bewies Sturm bereits, dass die Mannschaft auch in hitziger Atmosphäre bestehen kann. An diese Leistung soll am Mittwoch (20:00 Uhr, live in ORF 1) nun angeknüpft werden.