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ADMIRAL Bundesliga: Die Tops und Flops der 7. Runde

ADMIRAL Bundesliga: Die Tops und Flops der 7. Runde
ADMIRAL Bundesliga: Die Tops und Flops der 7. RundeČTK / imago sportfotodienst / Fotostand / Wassmuth

Rapid geht mit dem besten Saisonstart seit 1998 und damit als Tabellenführer in die Länderspielpause, der WAC dagegen tiefer denn je in seine Krise – die 7. Runde hatte viel Freude und Drama zu bieten. Vor der Länderspielpause zeigte die ADMIRAL Bundesliga 2026/27 noch einmal ihr ganzes Gesicht: oben ein neuer Rekordlauf, unten ein Verein im freien Fall. Dazwischen ein hitziges Vorarlberg-Derby, ein verschenkter Sieg und ein Schlager, der binnen wenigen Minuten entschieden wurde.

TOP – Rapid geht als Tabellenführer in die Länderspielpause

Rapid ließ sich den Herbstausklang nicht verderben und feierte gegen die WSG Tirol einen ungefährdeten 3:0-Erfolg. Ercan Kara – nach einem zunächst korrekt abgepfiffenen Abseitstor – traf nach einer Horn-Flanke zur Führung (33.), Bendegúz Bolla erhöhte nach Zuspiel von Adamsen (67.), ehe Nikolaus Wurmbrand in der Schlussphase den Endstand besorgte (86.). Ein möglicher Elfmeter für die Rapidler blieb aus, nachdem ein Schuss von Dahl an den Arm von Gugganig geprallt war. Der Unparteiische wertete dies nicht als unnatürliche Bewegung - zum großen Unverständnis der Grün-Weißen und deren Fans, die danach so richtig aufdrehten und als regelrechte Trotzreaktion erfolgreich auf das 2:0 drängten.

 

 

Mit 18 Punkten aus sieben Spielen weist Rapid die beste Ausbeute zum Saisonstart seit 39 Jahren auf – der einzige Ausrutscher bislang war das 1:5-Debakel in Salzburg. „Alles in allem war es ein sehr guter Sieg, der uns viel Selbstvertrauen gibt. Das ist vor der Pause sehr wichtig", freute sich Trainer Johannes Hoff Thorup, kritisierte aber die erste Halbzeit: „Ich bin nicht glücklich mit der ersten Hälfte, wir waren nicht scharf genug, ein bisschen schlampig." Mittelfeldspieler Nicolas Bajlicz sah die Länderspielpause aufgrund des positiven Laufs sogar als Störfaktor: Sie komme „eigentlich schon zum ungünstigsten Zeitpunkt". WSG-Coach Philipp Semlic musste seiner Mannschaft dagegen Contra geben: „Ein mutiger, braver Auftritt reicht nicht als WSG Tirol bei Rapid."

 

FLOP – LASK verspielte einen Sieg in Hartberg

Der LASK war auf dem besten Weg, seine Tabellenführung zu verteidigen, ehe alles noch kippte. Sascha Horvath (7.) und Christoph Lang (30.) hatten die Linzer früh mit 2:0 in Front gebracht, Andres Andrade stellte nach dem Seitenwechsel sogar auf 3:1 (58.). Doch dann drehte Hartberg mithilfe zweier Joker die Partie: Die Rapid-Leihgabe Andrija Radulovic verkürzte nur 50 Sekunden nach seiner Einwechslung mit seinem Debüttor (46.) und traf nach einem weiteren Abwehrfehler der Linzer erneut (72.) zum 2:3, ehe Jed Drew nach Vorarbeit von Radulovic in der 77. Minute den kompletten Ausgleich zum 3:3-Endstand besorgte.

 

 

Für den Titelverteidiger bedeutete das Remis den Verlust der Tabellenführung an Rapid – durch Salzburgs Sieg gegen Sturm Graz rutschte der LASK sogar auf Platz drei ab. Kapitän Horvath fand nach dem Spiel deutliche Worte: „Wir sind an uns selbst gescheitert." Auch Trainer Dietmar Kühbauer ging hart mit seiner Mannschaft ins Gericht: „Vieles war nicht gut", und bestätigte den Vorwurf eines Spielers, man sei zu „arrogant" aufgetreten.

 

TOP – Lustenau gewann das Ländle-Derby

Nach 854 Tagen gab es wieder ein Bundesliga-Duell zwischen den beiden Vorarlberger Klubs und Austria Lustenau setzte sich im hitzigen Ländle-Derby gegen Altach mit 2:0 durch. Bereits nach sechs Minuten sah Lustenaus Anilson die erste Gelbe Karte der intensiv geführten Partie. Altach war zunächst die aktivere Mannschaft, doch Schierl im Lustenauer Tor parierte gegen Greil (19.) und Massombo (26.) stark. Nach einer halben Stunde übernahm Lustenau das Kommando: Antonio Verinac köpfte nach einer Diarra-Flanke zur Führung ein (36.), Dominik Weixelbraun legte noch vor der Pause nach Vorarbeit von Verinac nach (45+1.).

 

 

Altach hätte gleich zweimal ausgleichen können, beide Treffer wurden aber wegen Abseits nicht gegeben – erst Diawara (44.), später auch noch Bähre (68.). Lustenau brachte den Vorsprung über die zweite Halbzeit souverän ins Ziel und kletterte mit nun acht Punkten auf Platz sechs, während Altach mit der sechsten Niederlage im siebten Spiel weiter das Schlusslicht bildet.

 

FLOP – Der WAC ging in Ried unter – Silberberger ratlos

Der WAC steckt tiefer denn je in der Krise: Bei der SV Ried setzte es eine deutliche 1:4-Niederlage, bereits das sechste sieglose Spiel in Serie. Die Innviertler legten einen Blitzstart hin – Ante Bajic (3.) und Evan Eghosa (9.) trafen binnen der ersten neun Minuten, Stefan Schwab erhöhte per Elfmeter noch vor der Pause auf 3:0 (40.). Nach dem Seitenwechsel setzte Isaac Kiese Thelin kurz nach seiner Einwechslung mit seinem Debüttreffer den Schlusspunkt (81.), Matteo Kitz sorgte für das Ehrentor der Wolfsberger (87.).

 

 

WAC-Trainer Thomas Silberberger fand nach der Partie kaum noch Worte für die Krise seiner Mannschaft: „Irgendwie fehlen mir die Worte. Wenn du so ins Match gehst, dass es nach neun Minuten entschieden ist, dann weiß ich eigentlich auch nicht, wo ich aktuell ansetzen muss… Da muss man schon den Finger in die Wunden legen."

 

TOP – Salzburg entschied den Schlager gegen Sturm binnen elf Minuten

Lange Zeit deutete beim Schlager in der Red Bull Arena nichts auf einen klaren Sieger hin – zur Pause stand es 0:0, Sturm hatte sich in der Anfangsphase sogar die besseren Chancen erspielt. Doch Trainer Danny Röhl brachte mit einem Dreifachwechsel (Camara, Kitano, Vertessen) frischen Wind, und binnen elf turbulenter Minuten war die Partie entschieden: Nach einem Zweikampf an der Mittellinie kombinierte sich Salzburg schnell durch den Strafraum, Camara scheiterte zunächst noch an Torhüter Chudjakow, ehe Nikolas Veratschnig den Nachschuss verwertete (72.). Nur Minuten später sah Sturms Jürgen Heil nach einer Reklamation zunächst Gelb und dann wegen eines Foulspiels auch noch Gelb-Rot (75.) – den folgenden Freistoß köpfte Kevin Boma zum 2:0 ein (76.). Den Schlusspunkt setzte Camara mit einem spektakulären Seitfallzieher (83.) zum 3:0-Endstand.

 

 

Sturm-Verantwortliche zeigten sich nach der Partie fassungslos über die Höhe der Niederlage. Für Salzburg bedeutete der Erfolg bereits das 14. Pflichtspiel in Serie ohne Niederlage unter Röhl – die Bullen kletterten damit auf Platz zwei, nur einen Punkt hinter Rapid.