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Xhakas Impf-Skandal: Muss er jetzt als Schweiz-Kapitän abdanken?

Granit Xhaka
Granit XhakaČTK / imago sportfotodienst / JOERAN STEINSIEK

Nach Tagen voller Unruhe, Gerüchten und Spekulationen legte Granit Xhaka reumütig ein Geständnis ab. Ja, er habe inmitten der Coronakrise ein falsches Impfzertifikat gekauft. Und ja, er sehe heute ein, dass dies nicht der richtige Weg gewesen sei. Doch trotz der späten Einsicht droht dem Schweizer Starspieler nicht nur juristischer Ärger, in der Heimat steht auch seine Rolle als Kapitän der Nati zur Debatte.

Aufgrund der Affäre wird der Kapitän in dieser Woche auch nicht zur Nati reisen. Man sei "gemeinsam" zu dem Schluss gekommen, "dass es im Interesse der Mannschaft ist, diesen Zusammenzug ohne ihn zu bestreiten", teilte Verbandschef Peter Knäbel mit. Das Team, vom Tagesanzeiger auch aufgrund der Schlagzeilen um Breel Embolo zum "Weltmeister der Nebengeräusche" gekürt, traf sich am Montag in Belek/Türkei, um sich auf die Nations League vorzubereiten.

Xhaka gesteht: Ex-Leverkusener kaufte gefälschtes Impfzertifikat

Granit Xhaka
Granit XhakaMartin Rickett / PA Images / Profimedia

Ob Xhaka, der am Double-Gewinn von Bayer Leverkusen im Jahr 2024 beteiligt war, danach in die Nati zurückkehren wird, blieb offen. Die NZZ fragte schon, ob der Anführer nun die Binde verlieren werde. "Ist Granit Xhaka als Nati-Captain noch tragbar?", schrieb auch das Portal 20 Minuten. Im Anschluss an die Länderspielpause werde die Situation mit Xhaka "neu beurteilt" und "das weitere Vorgehen" besprochen, sagte Knäbel.

Erinnerungen an Fischer und Anfang

Die "Causa Xhaka" weist Parallelen zum Fall des früheren Trainers des Schweizer Eishockey-Nationalteams auf. Patrick Fischer musste gehen, nachdem er vor der Heim-WM im Frühjahr zugegeben hatte, mit einem gefälschten Impfnachweis zu den Winterspielen 2022 gereist zu sein. Der Weltverband sperrte ihn für vier Jahre.

Auch Fußballtrainer Markus Anfang, der seinen Posten bei Werder Bremen wegen gefälschter Impfdokumente geräumt hatte, wurde vom DFB gesperrt und erhielt eine Geldstrafe.

Xhaka gab sich am Wochenende noch gelassen angesichts der möglichen Konsequenzen. Ob ihn das Thema beeinträchtige? "Überhaupt nicht", sagte Xhaka der NZZ nach der Partie seines AFC Sunderland bei Manchester City: "Ich hatte schon schlimmere Sachen."

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