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Bundesliga-Vorschau: Derbyfieber in Wien – GAK vor historischem Jubiläum

Das Wiener Derby ist stets für eine Überraschung gut.
Das Wiener Derby ist stets für eine Überraschung gut.ČTK / imago sportfotodienst / Yigit Oerme

Unterschiedlicher könnte die Ausgangslage vor dem 351. Wiener Derby kaum sein. Tabellenführer Rapid ist im Höhenflug, die Austria steckt tief in der Krise. Bereits am Freitag bestreitet der Grazer AK gegen Hartberg sein 1000. Bundesliga-Spiel. Die Vorschau auf die 11. Runde der ADMIRAL Bundesliga.

 

Tabelle: ADMIRAL Bundesliga
Tabelle: ADMIRAL BundesligaFlashscore

 

Tausend Spiele GAK

Zum Match-Center: Grazer AK vs. TSV Hartberg | Freitag, 30. Oktober, 19:30 Uhr | Stadion Graz-Liebenau

Am Freitag eröffnet ein ganz besonderes Jubiläum das Fußball-Wochenende. Der Grazer AK bestreitet gegen Hartberg sein 1000. Spiel in Österreichs höchster Spielklasse. Damit ist der GAK erst der achte Verein, der diese Marke erreicht. Die Grazer präsentieren sich derzeit zuhause stabil und sind seit elf Liga-Heimspielen ungeschlagen. Eine längere Serie gelang zuletzt zwischen Dezember 2004 und Februar 2006.

Ausgerechnet gegen Hartberg fehlt den Rotjacken allerdings noch ein Bundesliga-Sieg. In den bisherigen sechs Duellen gab es drei Unentschieden und drei Niederlagen. Die Oststeirer blieben zudem bei allen drei Gastspielen in Graz ohne Gegentor. Auch ihre aktuelle Form kann sich absolut sehen lassen. Sechs der vergangenen sieben Ligaspiele gingen nicht verloren, vier davon wurden gewonnen.

 

 

Ried auf Hochtouren

Zum Match-Center: SCR Altach vs. SV Ried | Samstag, 31. Oktober, 17:00 Uhr | Stadion Schnabelholz

Bislang spielt sich Altachs Saison fast ausschließlich im Schnabelholz ab. Unter Trainer Ognjen Zaric gewannen die Vorarlberger im Jahr 2026 bereits acht Heimspiele. Nun bietet sich gegen Ried die Chance auf den dritten Heimsieg in Folge – das ist Altach zuletzt Ende 2016 gelungen. Auch die vergangenen beiden Heimduelle mit den Innviertlern gingen ohne Gegentor an die Gastgeber.

Der Rieder Motor läuft allerdings auf Hochtouren. Die Innviertler sind seit fünf Bundesliga-Partien ungeschlagen und haben nach zehn Runden bereits 15 Punkte erzielt. In den vergangenen vier Spielen hat die SV Ried jeweils mindestens zwei Tore erzielt. Ein fünftes solches Spiel würde den Vereinsrekord aus der Saison 2005/06 einstellen.

 

H2H: LASK vs. WSG Tirol
H2H: LASK vs. WSG TirolFlashscore

 

Linzer Festung

Zum Match-Center: LASK vs. WSG Tirol | Samstag, 31. Oktober, 19:30 Uhr | Raiffeisen Arena

Mit der WSG Tirol empfängt der LASK einen Gegner, gegen den die jüngere Heimbilanz kaum besser sein könnte. Die Linzer entschieden die letzten vier Bundesliga-Heimduelle für sich, dabei blieb das eigene Tor dreimal sauber. Zudem traf der LASK in sämtlichen zehn bisherigen Heimspielen gegen die Tiroler. Ein weiterer Treffer würde in dieser Hinsicht einen neuen Vereinsrekord gegen einen einzelnen Gegner bedeuten.

Die WSG holte neun ihrer bisherigen zwölf Saisonpunkte in der Fremde. Drei Siege aus fünf Gastspielen sind bereits genauso viele wie in der gesamten Vorsaison. Auch bei Standards zeigen sich die Tiroler gefährlich. Zehn ihrer 13 Saisontore fielen nach ruhenden Bällen. Mit dem LASK wartet allerdings ein Gegner, der auf diese Weise bislang erst einen Gegentreffer hinnehmen musste.

 

 

Salzburgs weiße Weste

Zum Match-Center: FC Red Bull Salzburg vs. SC Austria Lustenau | Sonntag, 1. November, 14:30 Uhr | Red Bull Arena

Red Bull Salzburg ist nach zehn Runden als einziges Bundesliga-Team noch ungeschlagen. Auch vor eigenem Publikum läuft alles nach Plan. Die ersten fünf Heimspiele wurden gewonnen, eine solche Serie gelang den Bullen zuletzt in der Saison 2021/22. Gegen Austria Lustenau spricht zudem die direkte Bilanz klar für Salzburg. Die letzten sechs Duelle endeten allesamt mit einem Zu-Null-Sieg.

Für die Vorarlberger ist die Red Bull Arena ohnehin kein gutes Pflaster. Im Februar 2024 setzte es dort eine 0:7-Niederlage, eine der beiden höchsten Pleiten ihrer Bundesliga-Geschichte. Dass Lustenau auch gegen vermeintlich übermächtige Gegner bestehen kann, bewies der Aufsteiger allerdings erst unter der Woche mit dem Cupsieg gegen Sturm Graz. Diesen Schwung wollen die Vorarlberger nun auch in die Liga mitnehmen.

 

Simon Seidl ist in Form.
Simon Seidl ist in Form.Flashscore

 

Seidl trifft auf seinen Lieblingsgegner

Zum Match-Center: Wolfsberger AC vs. SK Sturm Graz | Sonntag, 1. November, 14:30 Uhr | Lavanttal-Arena

Der Wolfsberger AC mag aktuell sportlich zu kämpfen haben, gegen Sturm Graz lief es zuletzt aber erstaunlich gut. Seit sechs Bundesliga-Duellen sind die Lavanttaler gegen die Schwarz-Weißen ungeschlagen. Auch zu Hause hält die Serie bereits seit drei Begegnungen. Ein viertes Heimspiel in Folge ohne Niederlage gegen Sturm wäre für die Wolfsberger eine Premiere.

Bei den Grazern rückt Simon Seidl in den Mittelpunkt. Der Offensivspieler erzielte zuletzt sein erstes Bundesliga-Tor im Trikot von Sturm Graz und führt mit neun direkten Torbeteiligungen die Scorerwertung an. Gegen den WAC war er bereits an vier Treffern beteiligt – gegen keinen anderen Klub war er häufiger erfolgreich. Auch als Mannschaft setzt Sturm offensiv Akzente: Mit 110 hohen Ballgewinnen ist man Ligaspitze, zudem gelangen bereits vier Tore nach Eckbällen.

 

 

Wien steht Kopf

Zum Match-Center: FK Austria Wien vs. SK Rapid | Sonntag, 1. November, 17:00 Uhr | Generali-Arena

Die Ausgangslage vor dem 351. Wiener Derby könnte kaum unterschiedlicher sein. Die Austria steckt in einer sportlichen Krise, kann aber auf die jüngsten Duelle mit dem Erzrivalen positiv zurückblicken. In der vergangenen Saison blieben die Veilchen gegen Rapid ungeschlagen und gewannen drei der vier Begegnungen. Auch die Heimbilanz macht Hoffnung. Nur eines der letzten zehn Bundesliga-Derbys in Favoriten ging verloren. Für die Austria könnte das Derby somit zum ersehnten Befreiungsschlag werden – oder zum nächsten schmerzhaften Tiefschlag.

Denn der SK Rapid eilt derzeit von Sieg zu Sieg. Mit 27 Punkten haben die Hütteldorfer den besten Bundesliga-Saisonstart seit Salzburg in der Saison 2021/22 hingelegt. Zudem stellen sie mit 31 Treffern die gefährlichste Offensive der Liga. Ein Blick in die Geschichtsbücher unterstreicht die Dimension: Alle fünf Teams, denen zuvor neun Siege aus den ersten zehn Partien gelangen, wurden am Saisonende Meister.

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