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WM 2026 LIVE: Ueda zum Zweiten – Japan feiert und schießt Tunesien ab

Aktualisiert
WM 2026 LIVE: Tag 10 mit Deutschland, Niederlande und Co.
WM 2026 LIVE: Tag 10 mit Deutschland, Niederlande und Co.Flashscore // REUTERS/Eloisa Sanchez

Nach dem überzeugenden Sieg der Niederländer gegen Schweden will Japan in Gruppe F nachlegen. Die Männer von Trainer Hajime Moriyasu treffen auf Tunesien, das nach dem Auftakt gegen Schweden direkt mal den Trainer gewechselt hat. Ob das gelingt und was sonst bei der Weltmeisterschaft passiert, erfährst du den ganzen Tag über in unserem WM-Tracker.

LIVE-Tracker zum 9. WM-Tag

Alle Partien des Tages

Beendet: Niederlande vs. Schweden 5:1 | Zum Spielbericht

Beendet: Deutschland vs. Elfenbeinküste 2:1 | Zum Spielbericht

Beendet: Ecuador vs. Curacao 0:0 | Zum Spielbericht

ENDSTAND: Tunesien vs. Japan 0:4

WM 2026 LIVE

7:56 Uhr - SCHLUSSPFIFF - Japan gewinnt mit 4:0 gegen Tunesien und macht den Einzug in die K.o.-Phase so gut wie klar. Die Asiaten beherrschten die Partie über 90 Minuten und ließen den Nordafrikanern keine Chance. Bei dem neuen Team von Trainer Hervé Renard, das ohne Schuss auf das gegnerische Tor blieb, stellen sich derweil existenzielle Fragen. Zum Spielbericht

7:43 Uhr - TOOOOR FÜR JAPAN - Jetzt wird es langsam eine Demütigung: Japan spielt weiterhin nach vorne und kommt zum vierten Treffer. Kaishu Sano flankt den Ball auf den langen Pfosten, dort bekommt Ayase Ueda den Kopf nur noch im Rückwärtslaufen an den Ball. Er setzt die Kugel aber so clever als Bogenlampe in die lange Ecke, dass weder Verteidiger noch Torwart eine Chance haben.

7:28 Uhr - TOOOOR FÜR JAPAN - Japan findet erneut die Lücke in der tunesischen Abwehr – und macht eiskalt das dritte Tor. Junya Ito behält vor Aymen Dahmen die Nerven und schiebt den Ball cool in die untere rechte Ecke. Somit stehen das Weiterkommen von Japan und das tunesische Aus wohl fest.

7:05 Uhr - WIEDERANPFIFF - Weiter geht's. Bei den Tunesiern sind Ismael Gharbi vom FC Augsburg und Mohamed Ben Hamida ins Spiel gekommen. Können sie hier noch für die Wende sorgen?

6:49 Uhr - HALBZEIT - Japan führt hochverdient mit 2:0 gegen Tunesien. Die Asiaten haben in diesem ersten Durchgang alles im Griff, gerade in den Zweikämpfen ist das Team von Hajime Moriyasu deutlich überlegen. Tunesien wird sich neu erfinden müssen, wenn nicht bereits nach zwei absolvierten Partien das Aus feststehen soll.

6:30 Uhr - TOOOOR FÜR JAPAN - Es wird nicht besser für Hervé Renard und die Tunesier: Ayase Ueda fasst sich aus 18 Metern ein Herz und schweißt den Ball unhaltbar links unten ein. Japan kontrolliert die Partie nach Belieben und der Torschützenkönig der Eredivisie zeigt, was für eine große Qualität er hat.

6:04 Uhr - TOOOOR FÜR JAPAN - Die Blauen Samurai schaffen die frühe Führung. Eine flache Flanke von Keito Nakamura findet in der Mitte Daichi Kamada, der den Ball aus wenigen Metern ins Tor befördert. Nachdem die Asiaten vor wenigen Augenblicken bereits einen Elfmeter hätten bekommen können, schlagen sie jetzt ein erstes Mal zu.

6:00 Uhr - ANPFIFF - Los geht's in Mexiko. Kann Tunesien mit neuem Trainer die ersten Punkte holen?

5:42 Uhr - Übrigens: Die Partie zwischen Tunesien und Japan wird das 1000. Spiel der WM-Geschichte. Auch wenn es größtenteils ein Spiel wie jedes andere sein wird, wird Schiedsrichter István Kovács ganz besonders auffallen.

5:35 Uhr - Das ganze Drama um die Trainerentlassung in Tunesien und der Neuanstellung von Herve Renard kannst du hier nachlesen.

4:46 Uhr - AUFSTELLUNGEN TUNESIEN vs. JAPAN - Nach der 1:5-Klatsche gegen Schweden wechselte Tunesien den Trainer durch. Herve Renard setzt ab sofort auf der Bank und setzt auf drei Veränderungen. Im Tor beginnt Dahmen statt Chamakh, zudem kommen Bronn und Tounekti für Ben Hamida und Khedira ins Team.

Japan muss auf den verletzten Kubo verzichten und setzt stattdessen auf Junya Ito. Zudem weichen Watanabe, Taniguchi und Maeda für Tomiyasu, Itakura und Tanaka.

Aufstellungen: Tunesien vs. Japan
Aufstellungen: Tunesien vs. JapanFlashscore

3:55 Uhr - SPIELENDE - Zum WM-Rekord hat es nicht gereicht, doch Eloy Room hilft Curacao hier mit 15 Paraden zum Punktgewinn gegen Ecuador. Bestwert waren bisher 16 Paraden von US-Keeper Tim Howard gegen Belgien 2014. Das Spiel ging aber a) in die Verlängerung und b) kassierte Howard zwei Gegentore.

3:50 Uhr - War das ein Schuss oder eine Flanke? Am Ende auch egal, denn der eingewechselte Preciado schlägt den Ball von halbrechts auf die Latte. Das hätte auch als Tor gezählt, wenn es eine Flanke werden sollte.

3:35 Uhr - Wieder kommt Curacao zum Abschluss, dieses Mal wird der Versuch von Juninho Bacuna abgefälscht. Dadurch muss Galindez im letzten Moment noch den Arm hochreißen und unkonventionell abwehren.

3:27 Uhr - Auch Ecuador kommt jetzt wieder zu vielen Chancen, doch es zeigt sich das gleiche Bild wie seit Minute 1 ab: Entweder findet man seinen Meister in Room oder verfehlt das Ziel gänzlich.

3:21 Uhr - Knapp 60 Minuten hat es gedauert bis es auch vor dem Ecuador-Tor lichterloh brennt. Leandro Bacuna, Comenencia und Locadia schießen innerhalb von 10 Sekunden dreimal aufs Tor. Zweimal pariert Galindez, ehe der letzte Versuch geblockt wird.

3:05 Uhr - BEGINN 2. HALBZEIT - Ecuador wechselt zur Pause einmal und bringt Rodriguez für den vorbelasteten Alcivar.

2:50 Uhr - HALBZEIT - Ecuador ist hier die bessere Mannschaft, spielbestimmend und eigentlich auch schon mehrfach nah am 1:0 gewesen. Doch Room kann bisher alles parieren, was ihm die Südamerikaner vorsetzen und steht zur Halbzeit bei 6 Paraden. Das 0:0 zur Pause wäre nach 90 Minuten ein großer Erfolg für Curacao.

Momentum: Ecuador vs. Curacao
Momentum: Ecuador vs. CuracaoOptra by StatsPerform

2:42 Uhr - Wieder ist Room zur Stelle. Yeboah Zamora probiert es von der Strafraumkante, doch Room reißt die Hände hoch und pariert. Im Anschluss hat er etwas Glück, dass der zentrale Abpraller beim Mit- statt Gegenspieler landet.

2:33 Uhr - Es bleibt dabei: Auf der einen Seite findet Ecuador immer wieder seinen Meister in Torhüter Room, auf der anderen Seite enden die meisten Angriffe des Außenseiters in technischen Fehlern und überhasteten Abschlüssen.

2:19 Uhr - Ecuador macht in der Anfangsphase das Spiel, doch Curacao kontert mutig. Besonders Chong ist aktiv und auffällig, auch wenn ihm noch nicht alles gelingt.

2:03 Uhr - Das muss eigentlich bereits das 1:0 sein. Valencia läuft alleine auf Room zu, doch der Curacao-Keeper riecht die Ecke und pariert aus kürzester Distanz. Das war Weltklasse!

2:00 Uhr - ANPFIFF - Deutschland ist in der K.o.-Phase angekommen, doch wer kommt mit? Nach dem Sieg der Elfenbeinküste gegen Ecuador im ersten Gruppenspiel haben die Afrikaner den Vorteil auf ihrer Seite. Um eine realistische Chance am leben zu erhalten, muss für die Südamerikaner heute ein Sieg her. Viel ist Curacao auch heute nicht zuzutrauen, aber vielleicht darf die kleine Karibik-Insel ja erneut über ein Tor jubeln – oder doch mehr?

Übrigens hat auch für Deutschland das Spiel noch eine Bedeutung: Sichert sich Curacao tatsächlich einen Punkt, ist man sicher Gruppenerster.

1:18 Uhr - Die Joker haben in den ugen von Joshua Kimmich das Spiel entschieden. "Alle Einwechslungen waren überragend, gerade Deniz (Undav)", sagt der DFB-Kapitön bei Magenta TV: "Der Dreierwechsel (Undav, Amiri, Leweling) und auch Toni (Rüdiger) war sehr hilfreich." An Undav bewundert er, "dass er sich keinen Kopf macht (...) Er glaubt an sich. Er glaubt an seine Momente."

Vor dem Spiel war ein großes Thema, wie man Yan Diomande stoppt. Das Gegentor fiel genau über jenen Leipziger. "Ich habe ein bisschen zu sehr die Mitte gecovert. Ich glaube Leroy war da – ich wusste nicht, dass ich da Hilfe habe", erinnert sich Kimmich.

1:10 Uhr - AUFSTELLUNGEN ECUADOR vs. CURACAO - Ecuador nimmt nach dem 0:1 gegen die Elfenbeinküste zwei Veränderungen vor. Alcivar und Estupinan rücken für Ordonez und Minda ins Team. Wir tippen auf eine Dreierkette, doch auch eine Viererkette, bei der Estupinan nach hinten rutscht, ist möglich.

Auf der anderen Seite wechselt auch Curacao doppelt. Für Bazoer und Hansen beginnen Brenet und Gaari. Es ist ein personell defensiverer Ansatz als beim 1:7 gegen Deutschland.

Aufstellungen: Ecuador vs. Curacao
Aufstellungen: Ecuador vs. CuracaoFlashscore

0:39 Uhr - Deniz Undav gibt sich nach dem Spiel bescheiden. "Das Wichtigste war, dass wir gewonnen haben", sagt der Doppeltorschütze bei Magenta TV. Besonders die Leistungssteigerung hat ihm gefallen: "Nach dem Gegentor haben wir eine Schippe draufgelegt."

Großes Lob hat Undav für Vorlagengeber Amiri übrig: "Ich habe seit zwei Tagen das Gefühl, dass wir ihn heute brauchen. Das hat er direkt gezeigt." Im nächsten Spiel will er anknüpfen: "Es klappt gerade viel. Ich nehme den Flow mit."

0:29 Uhr - Für Nadiem Amiri war die "absolute Mentalität der Mannschaft" heute entscheidend. "Wie wir zurückgekommen sind, wie jeder sich reingehauen hat (...) So einen Zusammenhalt hatte Deutschland lange nicht mehr", sagt der Mainzer am Magenta-Mikrofon. Dass er Undav das 1:1 auflegt, war ihm schon bei der der Einwechslung klar: "Ich habe vor der Einwechslung mit Deniz gesprochen und wir hatten ein gutes Gefühl"

0:23 Uhr - Julians Nagelsmann freut sich, dass seine Mannschaft "mit Rückschlägen gut umgegangen" ist. Das erste Gegentor sei erneut bitter gewesen. "In der zwoten Halbzeit wurden wir immer besser", stellte der Bundestrainer bei Magenta TV fest. Auch freut er sich über die Torquote seines Super-Jokers und stellt zum Siegtreffer fest: "Das ist ein klassischer Deniz Undav."

0:13 Uhr - Jonathan Tah fasst bei Megante TV das Spiel zusammen: "Siegermentalität, Teamgeist. Genau das, was man braucht, um in einem Turnier erfolgreich zu sein." Dabei will er besonders "Deniz hervorheben", der heute erneut spielentscheidend war. Der Stuttgart-Stürmer "lässt sich nicht so viel von außen ablenken" und "fokussiert sich auf seine Aufgabe." Besonders ist er auch als Bankspieler der ultimative Teamplayer: "In der Halbzeit pusht er das Team."

0:00 Uhr - SPIELENDE - Ein dramatisches wie euphorisches Ende für die DFB-Elf. Man hat viel vom Ball, doch erst mit der Einwechslung von Undav, Amiri und Leweling kommt man vor der zweiten Hälfte wieder vor das Tor. Der Stuttgart-Stürmer knipst schließlich doppelt (68., 90.+4) und rettet Deutschland ein spätes 2:1 (0:1).

23:56 Uhr - TOOOR FÜR DEUTSCHLAND - Undav! Undav! Undav! Der Joker sticht erneut zu! Einen scharfen Pass von Nmecha nimmt der Stuttgart-Stürmer in einem Kontakt mit, dreht sich und schießt frei vor Fofana links ins Tor.

23:54 Uhr - Amiri bekommt an der Strafraumkante etwas Platz, doch der erste Kontakt ist nicht gut genug. Dem Abschluss fehlt entsprechend die Präzision.

23:51 Uhr - Das war brandgefährlich! Tah verteidigt offensiv und verliert den Zweikampf. Die Elfenbeinküste findet den Weg über den rechten Flügel bis in den Strafraum, wo am Ende der letzte Pass zu unsauber ist. Der zurückeilende Goretzka, vor wenigen Minuten für Havertz ins Spiel gekommen, kommt noch dazwischen.

23:44 Uhr - Immer wieder bleiben Spieler am Boden liegen, die Ivorer im Schnitt etwas länger als die Deutschen. Das Schiedsrichter Benitez regelmäßig unterbricht, toben die deutschen Spieler sowie Bundestrainer Nagelsmann immer mehr.

23:30 Uhr - TOOOR FÜR DEUTSCHLAND - Die Joker besorgen den Ausgleich! Undav wird im Mittelfeld angespielt und legt rechts raus auf Amiri. Der Mainzer treibt den Ball nach vorne und schlägt die Flanke auf den zweiten Pfosten, wo Undav schon wieder bereit ist und die Kugel kompromisslos unter die Latte setzt.

Undav, Leweling und Amiri nach dem 1:1.
Undav, Leweling und Amiri nach dem 1:1.REUTERS/Piroschka Van De Wouw

23:23 Uhr - Deutschland fehlt im Angriff aktuell das Tempo. Das DFB-Team hat viel vom Ball, doch kann damit wenig anfangen. Auf der anderen Seite nimmt sich die Elfenbeinküste einen Abschluss nach dem anderen und ist nicht super weit vom 2:0 entfernt. Neuen Schwung sollen nun Leweling, Undav und Amiri bringen. Sané, Musiala und Pavlovic weichen.

23:11 Uhr - Erste Chance der zweite Hälfte: Brown schickt Musiala links in den Strafraum. Der Bayern-Star zieht nach innen, sein Abschluss wird aber ans Außennetz geblockt.

23:08 Uhr - BEGINN 2. HALBZEIT - Für Schlotterbeck geht es nicht weiter. Der Dortmund-Verteidiger musste in der ersten Halbzeit mehrfach behandelt werden. Für ihn ist jetzt Rüdiger auf dem Platz.

22:53 Uhr - HALBZEIT - Deutschland war bis zur Trinkpause die bessere Mannschaft, doch im Anschluss fanden die Ivorer einmal den Weg in den deutschen Strafraum. Kessie (30.) traf zum 1:0. Auf deutscher Seite fanden Pavlovic (21.) und Havertz (39.) das Tor, doch beide Male wurde das Tor wegen Foulspiele aberkannt.

Da wird es Manuel Neuer auch nicht freuen, dass er seit Anpfiff einen neuen Rekord innehat.

Momentum: Deutschland vs. Elfenbeinküste
Momentum: Deutschland vs. ElfenbeinküsteOpta by StatsPerform

22:52 Uhr - Sané dribbelt in die Mitte und findet über die Hacke von Nmecha Wirtz. Der Liverpool-Star braucht zu lande, um zum Abschluss zu kommen und bekommt nur einen Kullerball aufs Tor hin.

22:39 Uhr - Der Ball ist schon wieder im ivorischen Tor, doch erneut zählt es nicht. Musiala foult Kossounou bei der Balleroberung, Schiedsrichter Benitez lässt aber weiterspielen. Wirtz leckt vor Fofana quer und Havertz verwandelt – ehe doch noch der Pfiff und ein Abwinken kommen.

22:38 Uhr - Pavlovic wird in der Nähe der Mitellinie vom Ball getrennt und die Ivorer laufen sofort den Konter. Am Ende versucht es Bonny mit einem Schlenzer von halbrechts. Den riecht Neuer aber schon und hält den Ball locker fest.

22:29 Uhr - TOOOR FÜR DIE ELFENBEINKÜSTE - Auf links zieht Diomande einmal mehr an Kimmich vorbei und spielt den Ball in die Mitte. Dort tritt Brown erst am Ball vorbei, blockt dann aber den Schuss von Diallo. Der Abpraller landet bei Kessie, der ins leere Tor einschiebt. Neuer sprang bei der Brown-Grätsche zur Parade.

Franck Kessie beim Torjubel
Franck Kessie beim TorjubelIMAGN IMAGES via Reuters/Kevin Sousa

22:23 Uhr - Bei der anschließenden Ecke landet der Ball im Netz, doch der Schiedsrichter nimmt den Treffer von Aleksander Pavlovic zurück. Der Bayern-Abräumer sprang bei seinem Kopfball am zweiten Pfosten zu sehr in Torhüter Fofana herein.

22:21 Uhr - Beinahe ist es wieder Nmecha, der das Toreschießen eröffnet. Der Dortmunder probiert es aus der zweiten Reihe. Sein Schuss wird abgefälscht und landet im Bogen nur auf dem Netz.

22:15 Uhr - Deutschland kurzzeitig nur zu zehnt. In einem Zweikampf mit Diallo hat Schlotterbeck etwas am Fußgelenk abbekommen. Der BVB-Verteidiger muss behandelt werden, versucht es aber noch einmal.

22:10 Uhr - Es wird erstmals gefährlich: Aus dem Halbfeld flankt Kimmich in die Mitte. Dort kommt der Ball gut zu Havertz, der den Kopfball ins linke Eck verlängert. Da der Ball jedoch nicht das höchste Tempo hat, kann Torhüter Fofana parieren.

22:00 Uhr - ANPFIFF - Das zweite deutsche Gruppenspiel beginnt! Kann das DFB-Team die Euphorie aufrechterhalten und auch das zweite Spiel gewinnen oder wird die Elfenbeinküste mit Superstar Yan Diomande zum Spielverderber?

21:27 Uhr - Für Oliver Bierhoff ist es die erste Weltmeisterschaft seit 1994, an der er nicht beteiligt ist. Über Jahre war der Europameister von 1996 als Spieler oder Funktionär aktiv, nach der WM 2022 musste er seine Posten räumen. Dies habe er mittlerweile "rational verarbeitet, emotional noch nicht", sagt der 58-Jährige bei Magenta TV: "Man vermisst es."

21:07 Uhr - Für Julian Nagelsmann kommt es heute nicht nur darauf an, Yan Diomande aus dem Spiel zu nehmen. "Wir fokussieren uns nicht auf Einzelne", sagt der Bundestrainer bei Magenta TV. Zwar strahlt der Leipziger Flügelstürmer "enorme Gefahr aus", doch das tue unter anderem auch Diallo auf der anderen Seite.

Darauf angesprochen, wie wichtig der Gruppensieg sei, weicht Nagelsmann aus: "Wichtig ist immer, den nächsten Schritt zu machen." Diesen soll heute die gleiche Elf machen, die Curacao 7:1 besiegt hat. Zum anderen sei dies eine "Belohnung" für die gute Leistung, zum anderen solle die Mannschaft auch "Rhythmus sammeln."

20:57 Uhr - SPIELENDE - Am Ende wurde es ein Schützenfest. Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Gakpo (47., 54.) auf 4:0 und schien das Spiel schon zu entscheiden, ehe Elanga (59.) eine Mini-Hoffnung am Leben erhielt. Summerville (89.) sorgte für den Endstand.

20:50 Uhr - TOOOR FÜR DIE NIEDERLANDE - Gab es noch Zweifel am niederländischen Erfolg? Falls ja, hat Summerville diese nun endgültig ad acta gelegt. Mit schnellem Passspiel setzt sich Oranje auf links durch. Der Ball landet zentral beim West-Ham-Angreifer, der aus der zweiten Reihe unten links verwandelt.

20:39 Uhr - AUFSTELLUNGEN DEUTSCHLAND vs. ELFENBEINKÜSTE - Während Julian Nagelsmann auf die gleiche Elf vom 7:1 gegen Curacao vertraut, wechselt die Elfenbeinküste gleich fünfmal durch. Bonny, Diallo, Inao Oulai, Kossounou und Sangare ersetzen das Quintett Doue, Fofana, Toure, Pepe und Wahi.

Dass die DFB-Elf ohne Wechsel auskommt, war ein offenes Geheimnis. "Es gibt keinen offensichtlichen Grund, etwas zu ändern", hatte Nagelsmann bereits im Vorfeld erklärt. Anders könnte jedoch die Taktik sein. Berichten zufolge hat die deutsche Mannschaft eine defensive Fünferkette trainiert, bei der sich Sané neben Kimmich fallen lässt.

Aufstellungen: Deutschland vs. Elfenbeinküste
Aufstellungen: Deutschland vs. ElfenbeinküsteFlashscore

20:38 Uhr - Das Spiel flacht in den letzten Minuten etwas ab, wobei es für ein Spiel auch schwer ist an drei Toren in 11 Minuten anzuknüpfen.

20:19 Uhr - TOOOR FÜR SCHWEDEN - Schweden erobert den Ball und kontert überfallartig. Selbst der blitzschnelle van de Ven verliert Elanga beim Lauf in die Tiefe. Der Newcastle-Star behält vor Verbruggen schließlich die Nerven und verkürzt.

20:15 Uhr - TOOOR FÜR DIE NIEDERLANDE - Jetzt wird es deutlich. Summerville kann einen Konter durch die Mitte laufen, ohne groß angegangen zu werden. Der Joker legt links raus auf Gakpo, der mit einem einfachen Haken nach innen in Schussposition kommt und Nordfeldt am kurzen Pfosten überrascht.

20:08 Uhr - TOOOR FÜR DIE NIEDERLANDE - Schweden hat aus den beiden ersten Gegentoren nicht gelernt und kassiert das nächste Tor durch eine flache Hereingabe. Erneut findet Dumfries' Ball den Weg in die Mitte. Dieses Mal kommt Brobbey nicht an den Ball, aber Gakpo am zweiten Pfosten.

20:06 Uhr - BEGINN 2. HALBZEIT - Der Ball rollt wieder. Schweden verzichtet auf Wechsel, die Niederlande bringen Summerville, Torschütze im ersten Gruppenspiel, für Malen.

19:50 Uhr - HALBZEIT - Die Niederlande führen danke einem hervorragenden Start ins Spiel mit 2:0. Die ersten rund 22 Minuten bis zur Trinkpause gehörte nur Oranje, entsprechend traf Brobbey (5., 17.) doppelt. Erst in der zweiten Hälfte der zweiten Halbzeit meldete sich Schweden im Spiel an und bekam einiges an Chancen. Ein Anschlusstreffer wäre verdient.

Momentum: Niederlande vs. Schweden – 1. Halbzeit
Momentum: Niederlande vs. Schweden – 1. HalbzeitOpty by StatsPerform

19:41 Uhr - De Jong erobert im schwedischen Drittel den Ball und Malen kann von halb rechts sofort auf Nordfeldt zulaufen. Der ehemalige Dortmunder hat dann aber zu viele Gedanken im Kopf und entscheidet sich für einen Ball, der eine Mischung aus Schuss und Querpass ist. Weder gibt es Gefahr für das schwedische Tor, noch können Brobbey oder Gakpo einlaufen.

19:31 Uhr - Schweden wird stärker und bekommt aussichtsreiche Torchancen, doch die besten Möglichkeiten nimmt man sich selbst. Erst bekommt Lindelöf einen Schuss ins Gesicht und wehrt diesen ab, dann will Ayari eine Flanke im Strafraum annehmen, kriegt den Ball aber nicht kontrolliert und klärt diesen ins Toraus.

19:24 Uhr - Nicht das erste Mal bei dieser WM, aber immer wieder erwähnenswert. Schiedsrichter Oliver pfeift zur Trinkpause und das Stadion beginnt sofort mit einem lauten Pfeifkonzert. Die Entscheidung, Trinkpausen unabhängig vom Wetter immer zu haben, ist bei den Fans weiter nicht gut angekommen.

19:17 Uhr - TOOOR FÜR DIE NIEDERLANDE - Das Spiel geht nur in eine Richtung, sodass das 2:0 folgerichtig ist. Immer wieder probiert es Oranje mit Hereingaben in die Mitte und erneut finden sie Brobbey. Der Ex-Leipziger grätscht in einen flachen Ball von Dumfries und verändert die Richtung genug, um ihn im Tor unterzubringen.

19:05 Uhr - TOOOR FÜR DIE NIEDERLANDE - Einen langen Ball macht Brobbey an der Mittellinie fest. Dann geht es schnell: Über links stürmt Oranje nach vorne. Gakpo läuft seinem Gegenspieler davon und hat in der Mitte das Auge für den einlaufenden Brobbey. Dieser muss nur noch einschieben. Besser hätte Koeman sein Team nicht umbauen können.

19:00 Uhr - ANPFIFF - Rein geht es in den Abend. Bevor um 22:00 Uhr das DFB-Team gegen die Elfenbeinküste spielt, treffen erst noch die Niederlande und Schweden aufeinander. Mit einem Sieg ist Schweden bereits weiter, wenn Tunesien später gegen Japan punkten auch schon sicher Gruppenerster. Die Niederlande ist nach dem 2:2 zum Auftakt wohl auf einen Sieg angewiesen, um die eigene Ausgangslage möglich gut aufzupolieren.

17:44 Uhr - Die Niederlande tauschen nach dem Remis gegen Japan auf einer Position: Anstelle von Torschütze Crysencio Summerville beginnt Brian Brobbey gegen Schweden. Die Skandinavier vertrauen hingegen auf die gleiche Elf, die auch gegen Tunesien erfolgreich war. 

Aufstellungen: Niederlande vs. Schweden.
Aufstellungen: Niederlande vs. Schweden.Flashscore

17:18 Uhr - Zehntausende niederländische Fans haben sich schon Stunden vor dem zweiten WM-Spiel ihrer Fußball-Nationalmannschaft in Stimmung gebracht und Houston in Orange getaucht. Schon um 8 Uhr Ortszeit trafen sich die Anhänger der Elftal vor dem legendären Oranje-Partybus bei der Rice University.

Nach dem Warm-up mit DJs nahmen nach ersten Polizeischätzungen rund 30.000 Menschen am vier Kilometer langen Fanmarsch zum WM-Stadion teil, in dem das Team von Bondscoach Ronald Koeman am Mittag Ortszeit (19.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) auf Schweden trifft. Eingeladen waren auch die Amerikaner, einzige Voraussetzung: Orange tragen. Zum niederländischen Partylied "Links Rechts" der Band Snollebollekes bewegte sich der Tross durch die Straßen.

Vor dem ersten Spiel gegen Japan (2:2) in Dallas waren rund 15.000 Anhänger mit dem Oranje Fanwalk durch die Stadt gezogen. Koemans Team kann jede Unterstützung gebrauchen, denn der Druck aus der Heimat ist bereits. Gegen den schwedischen Starsturm mit Viktor Gyökeres und Alexander Isak will die Elftal den ersten Sieg einfahren.

16:50 Uhr - Der frühere DFB-Kapitän Ilkay Gündogan hat seinen langjährigen Mitspieler Leroy Sané gegen die anhaltende Kritik verteidigt. "Ich glaube, die Leute verstehen Leroy nicht. Und ich glaube, dass sie ihm unrecht tun", schreibt der 35-Jährige in seiner Kolumne für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

Gündogan und Sané hatten gemeinsam bei Manchester City gespielt, aktuell laufen sie für Galatasaray Istanbul auf. "Ich kann also behaupten, dass ich ihn wirklich gut kenne", so Gündogan: "Und deshalb macht das etwas mit mir, wenn ich erlebe, wie kritisch er in Deutschland oft gesehen wird."

Sané sei "auch charakterlich" top, schreibt er über seinen Freund und fügte an: "Das klingt jetzt vielleicht paradox, weil er manchmal nicht so rüberkommt. Aber Leroy war schon damals schüchtern und ist es bis heute geblieben. Wenn er Menschen nicht so gut kennt, ist er sehr vorsichtig." In Deutschland habe er nie die Anerkennung bekommen, die er verdient.

13 Turnierspiele hat der Flügelstürmer von Galatasaray bislang im Nationaltrikot absolviert, ein Treffer ist ihm noch nicht gelungen.

Sané habe "oft das Gefühl, dass die Leute nur darauf warten, dass er etwas falsch macht. Ich merke, dass er mental nicht immer so frei ist, wie er es für sein assoziatives Spiel bräuchte", so Gündogan weiter: "Wenn ständig die Angst mitspielt, dass nach dem ersten Fehler im Spiel sofort wieder Kritik aufkommt: Wie soll Leroy da dauerhaft funktionieren? Hier sind wir alle mehr gefordert, ihn mehr zu unterstützen."

13:19 Uhr - Nach der deutlichen 1:5-Auftaktniederlage gegen Schweden hat Tunesiens neuer Nationaltrainer Hervé Renard vor dem nächsten Gruppenspiel gegen Japan eine klare Reaktion gefordert. "Im Fußball gibt es keine Zauberer, es zählt Arbeit und Vorbereitung", stellte der 57-Jährige auf der Pressekonferenz klar. Er erteilte der Hoffnung auf sofortige Wunderlösungen eine Absage, appellierte stattdessen an den Stolz seiner Mannschaft und forderte für das anstehende Duell einen "Geist der Wiedergutmachung".

Renard, der das Amt erst vor wenigen Tagen nach dem Abgang von Sabri Lamouchi übernommen hat, sieht sein Team vor dem Spiel am Samstag massiv in der Pflicht. Man sei sich der schwierigen Aufgabe absolut bewusst, weshalb nun Taten statt Worte folgen müssten. Das erklärte Ziel des neuen Coaches ist es, den tunesischen Fans nach dem Fehlstart schnellstmöglich wieder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Tunesiens Blitz-Trainer Hervé Renard hat sich vor dem Spiel gegen gegen Japan geäußert.
Tunesiens Blitz-Trainer Hervé Renard hat sich vor dem Spiel gegen gegen Japan geäußert.REUTERS/Daniel Becerril

11:40 Uhr - Marokkos Kapitän Achraf Hakimi scheinen die schweren Anschuldigungen aus Frankreich bei der WM offenbar nicht weiter zu beschäftigen. "Er war in der Kabine präsent, fokussiert und entschlossen, eine große Leistung zu bringen. Das hat er getan, und deshalb gibt es nichts weiter zu sagen. Wir stehen hinter ihm, und er ist sehr ruhig, völlig unbeeindruckt", sagte Nationaltrainer Mohamed Ouahbi nach dem 1:0 (1:0) über Schottland.

Der Star von Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain muss sich in Frankreich wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor Gericht verantworten. Dies hatte das Berufungsgericht Versailles am Freitag mitgeteilt. Hakimi soll 2023 im Großraum Paris eine 24 Jahre alte Frau vergewaltigt haben, der frühere Dortmunder bestreitet den Vorwurf. "Es geht ihm gut. Er ist heute Morgen aufgewacht, hat wie alle anderen gefrühstückt, sich auf das Spiel vorbereitet und alle motiviert", führte Ouahbi weiter aus.

Hakimi, Afrikas Fußballer des Jahres, war gegen die Schotten von vielen Fans im Stadion in Foxborough regelmäßig ausgepfiffen worden. Sein Trainer stellte sich aber vor den Kapitän der "Löwen vom Atlas". "Er ist der beste Rechtsverteidiger der Welt und wird das bei dieser Weltmeisterschaft zeigen. Er ist eine sehr wichtige Person für mich, für den Stab, für die Spieler, für die marokkanische Mannschaft", betonte Ouahbi.

Marokko hat nach einem 1:1 gegen Brasilien und dem Erfolg gegen die Bravehearts nun vier Punkte auf dem Konto. Im abschließenden Spiel der Gruppe C wartet am kommenden Mittwoch in Atlanta Haiti.

10:36 Uhr - Julian Nagelsmann schaute erst ein wenig verwirrt, dann sorgte der Bundestrainer vor dem zweiten WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste für einen großen Lacher. Eine asiatische Reporterin erkundigte sich auf der Abschluss-Pressekonferenz des DFB-Teams in Toronto besorgt nach der Schlange, die auf dem Gelände des Turnier-Quartiers in Winston-Salem gesichtet wurde und wie es um die Sicherheit der Spieler bestellt sei. "Big Anaconda", antwortete Nagelsmann scherzhaft.

Es handelte sich bei dem Exemplar natürlich nicht um eine der größten Schlangen der Erde, sondern um einen giftigen Kupferkopf. "Wir lieben alle Tiere auf dem Planeten. Ich freue mich sehr, dass sie einen wunderschönen Platz gefunden hat", sagte Nagelsmann.

Vor ein paar Tagen hatte Joshua Kimmich von der Begegnung in der Nobel-Herberge The Graylyn Estate berichtet. Wenn man hier auf so eine Schlange trete, könne das übel ausgehen, auch wenn man vom Biss nicht gleich sterbe, sagte der Kapitän über den tierischen Zwischenfall.

9:55 Uhr - Der Neurowissenschaftler Chris Nowinski hat die FIFA nach einem Vorfall im WM-Spiel von Hauptgastgeber USA scharf für ihr Protokoll bei möglichen Gehirnerschütterungen kritisiert. Dass der Weltverband Tests direkt auf dem Spielfeld zulasse, führe dazu, dass die Spieler "einem Risiko ausgesetzt sind und keine optimalen medizinischen Diagnosen erhalten", erklärte der Experte gegenüber The Athletic.

Was war passiert? Im zweiten Gruppenspiel der USA gegen Australien (2:0) waren US-Verteidiger Alex Freeman und der Australier Paul Okon in der 38. Minute mit den Köpfen zusammengestoßen, Freeman wirkte daraufhin sichtbar benommen. Nach einem kurzen Check durch das medizinische Team auf dem Spielfeld durfte er aber weitermachen und traf wenig später zum 2:0 für die USA.

Nowinski, Mitbegründer des CTE-Zentrums der Boston University und Geschäftsführer der Concussion & CTE Foundation, setzt sich für die Idee der vorübergehenden Auswechslung ein, damit umfassendere Untersuchungen am verletzten Profi vorgenommen werden können. Die FIFA erlaubt in ihren durch das IFAB bestimmten Regeln derzeit nur eine (klassische) zusätzliche Auswechslung, wenn bei einem Spieler der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung besteht.

So bleibe jedoch das Problem, "dass Ärzte gezwungen sind, auf dem Spielfeld überstürzte Untersuchungen bei Gehirnerschütterungen durchzuführen", sagte Nowinski.

9:17 Uhr - Die bisherigen Auftritte von WM-Gastgeber USA begeistern sowohl den aktuellen als auch einen früheren Bundestrainer. "Die USA haben es bisher sehr gut gemacht, spielen einen sehr emotionalen Fußball mit viel Power", sagte Julian Nagelsmann am Freitag in Toronto.

Zuvor hatte Jürgen Klinsmann die Amerikaner in höchsten Tönen gelobt. Die Vorstellung des US-Teams gegen Australien (2:0) sei "fantastisch" gewesen und "super für die nächsten paar Spiele", sagte Klinsmann bei ESPN: "Das sollte ihnen viel Selbstvertrauen geben."

Der vorzeitige Einzug in die K.o.-Phase sei ein "Big Deal", betonte Klinsmann. Im dritten Gruppenspiel gegen die Türkei am Donnerstag (Ortszeit) könne Trainer Mauricio Pochettino nun "experimentieren und etwas testen", wenn er wolle. Insgesamt hätte es für das US-Team, das schon beim Auftakt gegen Paraguay (4:1) überzeugt hatte, trotz des Ausfalls von Starspieler Christian Pulisic (Wadenprobleme) "nicht besser laufen können", so Klinsmann.

Der Weltmeister von 1990 hatte das DFB-Team bei der WM 2006 im eigenen Land betreut und zwischen 2011 und 2016 die Nationalmannschaft der USA trainiert. Bei der WM 2014 in Brasilien hatte er mit dem US-Team das Achtelfinale erreicht.

Rückblick auf Freitag

8:31 Uhr - Früher Schock, keine Chance mehr auf die K.o.-Runde: Die Türkei muss nach der nächsten Schmach ihre WM-Träume vorzeitig begraben. Die Mannschaft von Trainer Vincenzo Montella unterlag Paraguay nach einem Blitztor von Matias Galarza (2.) trotz Überzahl in einem teils wilden "Endspiel", in dem mehrmals die Emotionen hochkochten, mit 0:1 (0:1). Das Gruppenfinale gegen die USA, die durch die türkische Niederlage als Gruppensieger feststehen, ist damit sportlich bedeutungslos.

7:49 Uhr - Brasilien trifft, tanzt und siegt: Der Rekordweltmeister hat seine Pflichtaufgabe gegen Außenseiter Haiti souverän gelöst und dabei seine Klasse aufblitzen lassen. In Philadelphia nahm die Selecao um das Topduo Matheus Cunha und Vinícius Júnior durch das 3:0 (3:0) Kurs auf die K.o.-Runde. Haiti besitzt dagegen als erstes Team der WM keine Chance mehr aufs Weiterkommen. Mehr Infos

6:43 Uhr - Tagelang hatten die Anhänger der schottischen Nationalmannschaft die Stadt Boston und das WM-Stadion 40 Kilometer südwestlich der Metropole in eine Partyzone verwandelt - am Freitag (Ortszeit) sorgten sie beim Spiel gegen Marokko (0:1) dann für einen traurig-emotionalen Moment.

Nach 76 Minuten gedachte die "Tartan Army" mit großem Applaus einem Anhänger der Bravehearts, der am vergangenen Sonntag bei der Anreise zur WM verstorben war. Er wurde 76 Jahre alt. Nationaltrainer Steve Clarke hatte der Familie des verstorbenen "Donny" sein Beileid ausgesprochen.

Angeführt von Bayern-Wunschspieler Ismael Saibari hat Marokko die große Schottland-Party gecrasht und das Weiterkommen bei der WM fast sicher. Nach einem Blitztor des PSV-Offensivmanns bezwang der Geheimfavorit die von der Tartan Army angetriebenen Schotten 1:0 (1:0) und liegt mit vier Punkten auf Kurs Sechzehntelfinale. Die Bravehearts (3) dürfen trotz des Dämpfers weiter hoffen, erstmals die Gruppenphase zu überstehen.

6:00 Uhr - Alex Freeman hielt nichts mehr zurück. Völlig losgelöst lief der Verteidiger der USA nach seinem Treffer auf die Eckfahne des Stadions in Seattle zu, ließ sich von seinen Mitspielern feiern - und schloss damit einen Kreis. Fast 30 Jahre zuvor hatte sich sein Vater an nahezu demselben Ort ebenfalls feiern lassen, nach einem Touchdown.

Alex Freeman hat mit den USA den zweiten Sieg gefeiert.
Alex Freeman hat mit den USA den zweiten Sieg gefeiert.IMAGN IMAGES via Reuters/Blake Dahlin

Am 29. September 1996 hatte Antonio Freeman als Receiver für die Green Bay Packers gegen die Seattle Seahawks zweimal die Endzone erreicht, nun erzielte sein 21 Jahre alter Sohn beim umjubelten 2:0 (2:0) der US-Fußballer gegen Australien den zweiten Treffer - und schoss den Co-Gastgeber damit in die K.o.-Phase der Heim-WM.

"Ich glaube, für mich hat sich ein Kreis geschlossen", sagte Freeman nach dem Spiel stolz: "Für mich zeigt das einfach, wie großartig unsere Familie ist. Er war großartig, aber ich kann auf meine eigene Art ebenso großartig sein kann."

Das sieht auch Freemans Trainer so. Der Innenverteidiger des FC Villarreal entwickle sich "enorm", schwärmte US-Nationalcoach Mauricio Pochettino: "Er ist ein Spieler, mit dem man wirklich gerne zusammen ist – nicht nur als Trainer. Er hat das Potenzial, einer der besten Spieler der Welt auf seiner Position zu werden."

Antonio Freeman hatte in seiner Karriere 61 Touchdowns erzielt und 1997 mit den Packers den Super Bowl gewonnen. Es sei "unglaublich", schwärmte sein Sohn, "einen erfolgreichen Vater zu haben, der mich begleiten und fördern kann, damit ich auf Momente wie diesen vorbereitet bin."

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