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Österreich bewirbt sich um U21-EM 2029 – acht Stadien im Rennen

Der ÖFB möchte die U21 EURO nach Österreich holen
Der ÖFB möchte die U21 EURO nach Österreich holenČTK / imago sportfotodienst / IMAGO

Österreich will 2029 wieder Gastgeber einer großen Fußball-Endrunde sein. Der ÖFB hat am Montag seine finale Bewerbung für die UEFA U21 EURO 2029 eingereicht. Das Konzept sieht acht Stadien von Wien bis Altach vor. Konkurrenz gibt es aus Spanien.

Der Österreichische Fußball-Bund hat seine Bewerbung für die Ausrichtung der U21-Europameisterschaft 2029 offiziell bei der UEFA eingereicht. Nach der Interessensbekundung im Frühjahr folgte am Montag fristgerecht das finale Bewerbungskonzept. Neben Österreich hat auch Spanien Interesse an der Austragung des Turniers bekundet.

Der ÖFB geht mit acht Spielstätten ins Rennen. In Wien sind das Franz-Horr-Stadion der Austria sowie Rapids Weststadion vorgesehen. Dazu kommen das Stadion St. Pölten, das Donauparkstadion in Linz, die Oberösterreich Arena des LASK, die Innviertel Arena in Ried, das Tivoli Stadion Tirol in Innsbruck sowie das Stadion Schnabelholz in Altach. Damit würde sich das Turnier über weite Teile Österreichs erstrecken.

„Die Ausrichtung der UEFA U21 EURO würde für den gesamten österreichischen Fußball eine große Chance bedeuten“, erklärte ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll. Der Verband erhofft sich neben internationalem Spitzenfußball auch nachhaltige Impulse für die Entwicklung des heimischen Fußballs.

ÖFB setzt auf kompakte Stadien

Das Bewerbungskonzept umfasst neben der Stadioninfrastruktur auch organisatorische, wirtschaftliche, soziale und nachhaltige Aspekte. Erarbeitet wurde es von einem siebenköpfigen ÖFB-Team unter externer Leitung von Wolfgang Gramann und in Zusammenarbeit mit den beteiligten Vereinen, Stadionbetreibern und möglichen Austragungsstädten.

Bei der Auswahl der Arenen setzte der ÖFB bewusst auf vergleichsweise kompakte Spielstätten. „Unser Ziel war es, kompakte und atmosphärische Spielstätten mit einer starken regionalen Verankerung zu verbinden“, erklärte Bernhard Neuhold, Geschäftsführer der ÖFB Wirtschaftsbetriebe GmbH.

 

ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll
ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef PröllDavide Elias / Alamy / Profimedia

 

Sollte Österreich den Zuschlag erhalten, wäre es die erste große UEFA-Nationalteam-Endrunde im Land seit der gemeinsam mit der Schweiz ausgetragenen EURO 2008. Die U21-EM wird mittlerweile mit 16 Mannschaften ausgetragen. Die nächste Endrunde findet 2027 in Albanien und Serbien statt.

Entscheidung fällt im Dezember

Bis zur möglichen Heim-EM muss sich der ÖFB allerdings noch gedulden. Über die Vergabe soll das UEFA-Exekutivkomitee am 7. Dezember entscheiden. Österreich bekommt es dabei mit prominenter Konkurrenz zu tun: Auch Spanien hat sein Interesse an der U21-EM 2029 hinterlegt.

ÖFB-Generalsekretär Thomas Hollerer verwies auf einen engen Austausch mit der UEFA während des bisherigen Bewerbungsprozesses. Neben den organisatorischen Voraussetzungen seien dabei auch die sportpolitische Bedeutung des Turniers und die notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen Thema gewesen.

Für Österreich wäre der Zuschlag jedenfalls eine seltene Gelegenheit, eine komplette UEFA-Endrunde ins Land zu holen. Mit acht über das Bundesgebiet verteilten Stadien soll die U21-EM dabei nicht nur auf einzelne Großstädte konzentriert werden, sondern möglichst viele Regionen erreichen.