Mit 2:0 siegte der schlesische Klub am Samstag im Pokalfinale gegen den Lokalrivalen Rakow Czestochowa. Für Podolski, der in einem Monat 41 Jahre alt wird und dessen Vertrag ausläuft, also der perfekte Moment für den Abschied. Oder doch nicht?
"Der Plan war, dass dies die letzte Saison sein sollte, denn ich weiß, wie viel mich das kostet und wie viel es meine Familie kostet, die oft in den Hintergrund rückt", sagte Podolski – und stieß dann doch eine Hintertür auf: "Vielleicht fällt mir ja noch etwas ein, denn dieser Europacup ist verlockend."
Einzigartige Karriere
Ein weiteres Jahr dranzuhängen, wäre typisch für Podolski, der – verschiedener Aktivitäten als Geschäftsmann zum Trotz – vom Fußballspielen einfach nicht genug bekommt. Vor 23 Jahren debütierte er für den 1. FC Köln in der Bundesliga, stieg mit linker Klebe und lockerem Mundwerk rasant zum Liebling der Fußballnation auf und zog in die Welt hinaus.
Mit Gornik gewann der 130-malige deutsche Nationalspieler, geboren im polnischen Gliwice vor den Toren von Zabrze, nun bereits im fünften Land den nationalen Pokal. Nach Triumphen mit Bayern München, dem FC Arsenal, Galatasaray Istanbul und Vissel Kobe.
Zuletzt war Mittelstürmer Podolski beim Bergmannsklub Zabrze zwar nur noch Joker, auch gegen Rakow wurde er erst Sekunden vor dem Schlusspfiff eingewechselt. Doch diesen Pokalsieg, den ersten für Zabrze seit 1972, sortiert Podolski in seiner Karriere emotional weit oben ein: "All die Menschen werden sich ihr Leben lang daran erinnern. Das ist für mich das Wichtigste."
