Prinzip Hoffnung: Heidenheim glaubt auch nach verpasster Sensation an Klassenerhalt

Marnon Busch beim unglücklichen Remis (3:3) in München
Marnon Busch beim unglücklichen Remis (3:3) in MünchenREUTERS/Angelika Warmuth

Das bittere 3:3 (2:1) bei Meister Bayern München hat beim 1. FC Heidenheim für reichlich Frust gesorgt. Das Team von Trainer-Urgestein Frank Schmidt bleibt nun im engen Kampf um den Klassenerhalt nur noch das Prinzip Hoffnung.

"Das ist sehr emotional morgen. Wir sind abhängig von den Anderen, das ist nicht schön. Morgen sind wir große Fans von Mainz und Freiburg", sagte Kapitän Patrick Mainka bei Sky.

Hintergrund: Am Sonntag spielt der Tabellen-16. FC St. Pauli am heimischen Millerntor gegen den 1. FSV Mainz 05 (15:30 Uhr). Der SC Freiburg wiederum emfpängt den VfL Wolfsburg im eigenen Stadion (19:30 Uhr).

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Nur wenn die Kiezkicker und die Wölfe Punkte liegen lassen, hat der 1. FC Heidenheim noch realistische Chancen, den ansgestrebten Relegationsplatz zu erreichen.  Dafür benötigt man wiederum Siege in Köln am kommenden Sonntag (10. Mai) und dann auch im Saisonfinale gegen Mainz (16. Mai). Mainka sprach von einem "kleinen Funken Hoffnung".

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Wilder Spielverlauf in München

Dass es nur ein kleiner Funke ist, war dem Kampfgeist vom FC Bayern geschuldet. Heidenheim ging nach Treffern von Torjäger Budu Zivizivadze (22. Minute) und Eren Dinkci (31.) überraschenderweise mit einer 2:1-Führung in die Halbzeitpause. Leon Goretzka hatte unmittelbar vor dem Seitenwechsel (44.) mit einem direkt verwandelten Freistoß für das Anschlusstor des haushohen Favoriten gesorgt.

Heidenheim durfte dank Zivzivadze lange an das Wunder glauben
Heidenheim durfte dank Zivzivadze lange an das Wunder glaubenREUTERS/Angelika Warmuth

Die Bayern brachten im zweiten Durchgang ihre Starspieler auf den Platz – mit Harry Kane, Joshua Kimmich, Michael Olise und Luis Diaz wurden gleich vier Leistungsträger eingewechselt. Goretzka fixierte in Minute 57 einen Doppelpack und sorgte somit für den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich.

Doch die Heidenheimer ließen nicht locker und träumten nach einem traumhaften Schlenzer von Zivzivadze (76.) von der Sensation. Zu der wäre es auch beinahe gekommen. Erst tief in der Nachspielzeit (90.+10) erzielte Olise den Treffer zum 3:3-Endstand. Zu allem Überfluss hatte Schlussmann Diant Ramaj dessen Schuss unglücklich ins eigene Tor abgefälscht.

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Schmidt kann nicht zugucken

"Wir haben alles auf dem Platz gelassen. Das tut unfassbar weh", meinte Mainka und fügte an: "Wer weiß, was der Punkt noch wert sein kann. Jetzt haben wir hoffentlich noch zwei Endspiele."

Auch Trainer Frank Schmidt wollte "keine negativen Vibes versprühen. Ich bin unfassbar stolz auf meine Mannschaft. Die drei Punkte wären wahnsinnig für uns gewesen, aber vielleicht ist der Punkt noch was wert", sagte das FCH-Urgestein. Er wolle auf jeden Fall am Sonntag "keinen Fußball schauen".

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