Rapid erwischte im Innviertel den besseren Start. Vor allem Petter Nosa Dahl sorgte früh für Gefahr: Erst setzte er einen Schlenzer knapp neben das Tor, kurz darauf scheiterte er allein vor Ried-Goalie Andreas Leitner. Auch Nikolaus Wurmbrand prüfte den Schlussmann der Gastgeber früh.
Mit zunehmender Spieldauer kam Ried aber immer besser ins Spiel und schlug schließlich nach einer Standardsituation zu. Nach einem kurz abgespielten Eckball brachte Yussef Nasrawe den Ball zur Mitte, wo Nikki Havenaar per Kopf zur 1:0-Führung traf. Für Havenaar war es einmal mehr ein wichtiger Treffer bei ruhenden Bällen.
Zum Matchcenter: SV Ried - SK Rapid
Nach dem Rückstand fehlte Rapid lange die Kreativität im Offensivspiel. Die Mannschaft von Trainer Johannes Hoff Thorup, die mehrere Ausfälle verkraften musste, fand kaum Lösungen gegen kompakte Rieder. Erst in der Schlussphase wurde es wieder gefährlicher.
Rapid gleicht aus, Raux-Yao patzt
In der 75. Minute gelang den Hütteldorfern schließlich doch der Ausgleich: Nach einer starken Aktion von Dahl über die linke Seite musste Romeo Amane den Ball nur noch volley zum 1:1 verwerten.
Die Freude der Wiener hielt allerdings nur kurz. Bereits zwei Minuten später schlug Ried erneut zu. Nach einem weiten Einwurf herrschte Unordnung im Rapid-Strafraum, Joris Boguo köpfelte den Ball Richtung Tor. Rapid-Verteidiger Serge-Philippe Raux-Yao fälschte die Hereingabe noch entscheidend ab, wodurch Rapid-Goalie Niklas Hedl chancenlos blieb.
In den letzten Minuten gelang Rapid kaum noch Druckaufbau, während Ried den Vorsprung souverän verteidigte. Damit feierte die Mannschaft auch einen gelungenen Abschied vor heimischem Publikum für Trainer Maximilian Senft, der den Verein im Sommer Richtung Deutschland verlassen wird.
Die endgültige Entscheidung im Europacup-Playoff der ADMIRAL Bundesliga fällt nun am Pfingstmontag im Rückspiel in Wien-Hütteldorf.
