Vor fast 10.000 Zuschauern in Zürich entwickelte sich zunächst ein intensives und kampfbetontes Spiel. Österreich präsentierte sich nach der 0:9-Klatsche bei der IIHF WM 2026 gegen die Schweiz deutlich verbessert und kehrte personell zur erfolgreichen Formation der ersten drei Spiele zurück. Vor allem defensiv stand die Mannschaft wieder stabiler, dazu zeigte Goalie Atte Tolvanen erneut starke Paraden.
Das erste Drittel blieb torlos, obwohl beide Teams gute Chancen vorfanden. Österreich hatte dabei sogar die etwas gefährlicheren Möglichkeiten: Benjamin Nissner und Peter Schneider scheiterten nur knapp am deutschen Schlussmann Philipp Grubauer.
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Kurz nach Wiederbeginn schien der Traum vom Viertelfinale dann plötzlich ganz real zu werden. Nach schöner Vorarbeit von Tim Harnisch brachte Leon Wallner Österreich in der 23. Minute mit 1:0 in Führung. Doch die Freude hielt nur 66 Sekunden: Lukas Reichel glich praktisch im Gegenzug aus und leitete damit die Wende ein.

In weiterer Folge verlor Österreich zunehmend den Zugriff auf das Spiel. Deutschland erhöhte den Druck massiv, und Joshua Samanski traf noch vor der zweiten Pause zur deutschen Führung.
Im Schlussdrittel wurde die Partie endgültig entschieden – auch weil sich Österreich mit Strafen selbst schwächte. Reichel traf im Powerplay zum 3:1, ehe ein unglückliches Eigentor von David Maier auf 4:1 stellte. Zwar brachte Vinzenz Rohrer Österreich mit einem sehenswerten Schuss noch einmal auf 2:4 heran, doch weitere Strafen machten jede Hoffnung zunichte.
Viertelfinal-Chance lebt
Deutschland nutzte eine doppelte Überzahl eiskalt aus, Reichel vollendete seinen Hattrick, ehe Alexander Ehl mit einem Empty-Netter den 6:2-Endstand fixierte.
Trotz der Niederlage lebt Österreichs Traum vom Viertelfinale weiter. Die Ausgangslage bleibt allerdings schwierig: Aus den letzten beiden Gruppenspielen gegen Finnland und die USA benötigt die ÖEHV-Auswahl wohl noch drei Punkte, um tatsächlich unter die Top vier der Gruppe zu kommen.
