Zu Gast waren die Montreal Canadiens, die zwar noch den puren Stress eines Siebten Spiels inklusive Overtime gegen die Buffalo Sabres in den Knochen hatten, dafür aber von der ersten Sekunde an im absoluten Wettkampfmodus steckten. Am Ende hieß es sensationell 6:2 für die vermeintlichen Underdogs aus Kanada, die den Heimvorteil der Canes direkt eiskalt einkassierten.
Zum Match-Center: Carolina Hurricanes vs. Montreal Canadiens
Dabei begann die Partie im Lenovo Center wie ein Traum für die Gastgeber: Genau 33 Sekunden waren von der Uhr, als Andrei Svechnikov eine Scheibe entscheidend abfälschte und Seth Jarvis zum umjubelten 1:0 für Carolina einnetzte. Doch die Freude währte exakt eine halbe Minute. Quasi im direkten Gegenzug bediente Juraj Slafkovsky den völlig blank stehenden Cole Caufield, der Canes-Goalie Frederik Andersen keine Chance ließ – 1:1.
Damit war die wilde Fahrt aber erst eröffnet. Nach zwei Strafen entwickelte sich auf dem Eis reichlich Platz, den Phillip Danault nach einem Scheibengewinn an der Mittellinie zu einem unbedrängten Solo nutzte, um die Habs in Führung zu bringen. Noch vor der Drittelpause schraubten erneut Danault als Vorbereiter für Alexandre Texier sowie Ivan Demidov mit einem fulminanten Solo das Ergebnis auf ein schockierendes 1:4 hoch.
Slafkovsky setzt den Deckel drauf
Nach diesem brutalen Erwachen im ersten Durchgang bewiesen die Hurricanes im zweiten Drittel zumindest den Stolz eines Top-Teams. Sie kamen wie verwandelt aus der Kabine, erhöhten den Druck und erarbeiteten sich ein Chancenplus von elf Torschüssen. Zwar hatte Montreal zunächst Pech, als Caufield nur den Pfosten traf, doch im direkten Gegenzug keimte in der Halle wieder Hoffnung auf: William Carrier schaltete blitzschnell um, bediente Eric Robinson, und dessen Schuss schlug unhaltbar zum 2:4-Anschluss ein. Trotz der spürbaren Dominanz der Gastgeber blieb dieses Tor jedoch das einzige zählbare Ereignis im Mittelabschnitt, da Montreals Defensive fortan Beton anrührte.
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Im großen Finale der Partie war es schließlich die Show des 22-jährigen Juraj Slafkovsky, der endgültig den Deckel auf dieses packende Auftaktspiel setzte. Mit einer eleganten und absolut sehenswerten Bewegung ließ der junge Slowake die gegnerische Verteidigung wie Statisten aussehen und schob den Puck abgebrüht an Andersen vorbei zum 5:2 in die Maschen.
Als Carolina kurz vor dem Ende alles auf eine Karte setzte und den Torhüter für einen sechsten Feldspieler vom Eis nahm, liefen sie prompt in den entscheidenden Konter. Slafkovsky behielt erneut die Nerven, setzte sich souverän durch und stellte per Empty-Netter den 6:2-Endstand her. Am Samstag haben die Hurricanes am selben Ort die Chance zur Wiedergutmachung, während die Habs bereits von der perfekten Ausgangslage träumen.
