Allgemeine Infos: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
Die French Open, das legendärste Sandplatzturnier der Welt, gehen in ihre nächste Runde – in diesem Jahr allerdings ohne den amtierenden Champion. Die wichtigsten Eckdaten zum wichtigsten Sandplatzevent des Jahres im Überblick:
Datum: 24. Mai bis 7. Juni 2026 (Qualifikation: 18. Mai bis 22. Mai 2026)
Austragungsort: Stade Roland Garros, Paris (Frankreich)
Belag: Sand (Outdoor)
ATP-Punkte: 2000 Punkte für den Sieger
Vorjahressieger: Carlos Alcaraz (Spanien – nimmt 2026 nicht teil)
Teilnehmer: Favoriten, Lokalmatadoren und DACH-Hoffnungen
Favoriten
Nach dem Ausfall von Alcaraz rückt der Weltranglistenerste Jannik Sinner in die absolute Top-Favoritenrolle. Der Italiener, der im Vorjahr im Finale in fünf Sätzen scheiterte, brennt auf seinen ersten Triumph in Paris. Zu den heißesten Jägern zählen nun der nimmermüde Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic sowie Alexander Zverev, für den sich die Chance auf den ersehnten ersten Major-Titel auf roter Asche so weit öffnet wie selten zuvor.
Daneben gilt Daniil Medvedev, der eigentlich kein Fan der Asche ist, als einer der wenigen Spieler, die Sinner eventuell herausfordern könnten. In Rom zwang der den sechsfachen Masters-Sieger in Serie als einziger in einen dritten Satz. Weitere Anwärter auf gute Resultate sind Rom-Finalist Casper Ruud und Ben Shelton.
Ein besonderes Augenmerk wird auch auf einigen der jungen aufstrebenden Talente wie Rafael Jodar, Alexander Blockx und Dino Prizmic liegen, die sich in der Vorbereitung ins Rampenlicht spielten, einige große Siege verbuchen konnten und nun erstmals auch auf der größten Bühne glänzen wollen.
Lokalmatadoren
Die französischen Tennisfans hoffen auf magische Momente durch ihre Routiniers und jungen Wilden. Angeführt von Publikumsliebling Arthur Fils will die "Grande Nation" auf den roten Ascheplätzen für Überraschungen sorgen, gestützt von der lautstarken Kulisse auf dem Court Philippe-Chatrier. Gleich sechs der acht Wildcards im Herren-Tableaut gingen an Franzosen, unter anderem Hugo Gaston und Youngstern Arthur Gea.
Deutsche/österreichische Teilnehmer
Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen allen voran auf Alexander Zverev, der nach seinen starken Leistungen in den vergangenen Jahren in Roland Garros endlich den ganz großen Coup landen möchte. Yannick Hanfmann, Jan-Lennard Struff und Daniel Altmaier ergänzen das DTB-Aufgebot im Hauptfeld über die Weltranglistenplatzierung.
Für Österreich blickt man gespannt auf Sebastian Ofner, während sich weitere deutsche und österreichische Akteure wie Tom Gentzsch (GER), sowie Jurij Rodionov und Joel Schwaerzler (AUT) über die Qualifikation in Paris in das Hauptturnier kämpfen wollen.
Special Guests
Zwei ganz besondere Geschichten finden in Paris ihr finales Kapitel: Der Champion von 2015, Stan Wawrinka, sowie Altstar Gael Monfils haben in ihren Abschiedsjahren jeweils eine Wild Card für das Turnier 2026 erhalten und wollen die Pariser Asche noch ein letztes Mal zum Glühen bringen will.
Spielplan & ATP-Punkte
1. Runde: Sonntag, 24. Mai 2026, ab 11:00 Uhr / Night Session ab 20:15 Uhr
1. Runde: Montag, 25. Mai 2026, ab 11:00 Uhr / Night Session ab 20:15 Uhr
1. Runde & 2. Runde: Dienstag, 26. Mai 2026, ab 11:00 Uhr / Night Session ab 20:15 Uhr
2. Runde: Mittwoch, 27. Mai 2026, ab 11:00 Uhr / Night Session ab 20:15 Uhr
2. Runde: Donnerstag, 28. Mai 2026, ab 11:00 Uhr / Night Session ab 20:15 Uhr
3. Runde: Freitag, 29. Mai 2026, ab 11:00 Uhr / Night Session ab 20:15 Uhr
3. Runde: Samstag, 30. Mai 2026, ab 11:00 Uhr / Night Session ab 20:15 Uhr
Achtelfinale: Sonntag, 31. Mai 2026, ab 11:00 Uhr / Night Session ab 20:15 Uhr
Achtelfinale: Montag, 1. Juni 2026, ab 11:00 Uhr / Night Session ab 20:15 Uhr
Viertelfinale: Dienstag, 2. Juni 2026, ab 11:00 Uhr / Night Session ab 20:15 Uhr
Viertelfinale: Mittwoch, 3. Juni 2026, ab 11:00 Uhr / Night Session ab 20:15 Uhr
Halbfinale: Freitag, 5. Juni 2026, ab 14:45 Uhr
Finale: Sonntag, 7. Juni 2026, ab 15:00 Uhr
Preisgeld und ATP-Punkte
Bei den French Open wird wie bei allen Grand-Slam-Turnieren im klassischen Best-of-Five-Modus im Herren-Einzel gespielt. Für die Spieler geht es dabei auch um die maximale Punkteausbeute für die Weltrangliste. Der Turniersieger wird mit der Höchstpunktzahl von 2000 ATP-Punkten belohnt.
Der Finalist erhält starke 1300 Zähler, während das Erreichen des Halbfinales mit 800 Punkten und das Viertelfinale mit 400 Punkten vergütet werden. Für das Überstehen der ersten Runde kassieren die Profis 50 Punkte, für die dritte Runde gibt es 100 Punkte und das Erreichen des Achtelfinales sichert bereits 200 Zähler. Ein Erstrunden-Aus im Hauptfeld bringt im Herren-Ranking hingegen keine Punkte, belohnt jedoch finanziell.
Der tägliche Zeitplan erstreckt sich über zwei intensive Wochen, wobei die Tages-Sessions am Vormittag beginnen und an ausgewählten Tagen durch die prestigeträchtigen Night-Sessions im Hauptfeld ergänzt werden.
Die FFT (Fédération Française de Tennis) hat für die Ausgabe 2026 eine signifikante Erhöhung der Ausschüttung beschlossen. Das Gesamtpreisgeld klettert um 9,5 Prozent auf den historischen Rekordwert von insgesamt 61,7 Millionen Euro. Besonders die Verlierer der ersten Runden und die Qualifikanten profitieren von zweistelligen Zuwachsraten.
Die Prämierung im Herren-Einzel teilt sich wie folgt auf:
Sieger: 2,8 Millionen Euro
Finalist: 1,4 Millionen Euro
Halbfinalist: 750.000 Euro
Viertelfinalist: 470.000 Euro
Achtelfinalist: 285.000 Euro
3. Runde: 187.000 Euro
2. Runde: 130.000 Euro
1. Runde (Hauptfeld): 87.000 Euro
Vergangene Gewinner: Die Sandplatz-Könige der Geschichte
Das Turnier in Paris hat einige der denkwürdigsten Kapitel der Tennisgeschichte geschrieben und Legenden geformt, die den roten Sand über Jahrzehnte beherrschten. Unangefochtener Rekordsieger der French Open ist der Spanier Rafael Nadal, der mit seinen unglaublichen 14 Titeln einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt hat.
Aus deutscher Sicht ist der Name Gottfried von Cramm unvergessen, der in den 1930er-Jahren triumphierte, gefolgt vom unvergessenen Erfolg von Boris Becker, dem ein Einzelsieg in Paris jedoch zeitlebens verwehrt blieb. Bei den österreichischen Fans bleibt der historische Triumph von Thomas Muster im Jahr 1995 unvergessen, der sich als "König von Paris" verewigte.
Die letzten fünf Sieger im Herren-Einzel
2025: Carlos Alcaraz (Spanien)
2024: Carlos Alcaraz (Spanien)
2023: Novak Djokovic (Serbien)
2022: Rafael Nadal (Spanien)
2021: Novak Djokovic (Serbien)
Rekordsieger
Rafael Nadal (Spanien) – 14 Titel
Max Decugis (Frankreich) – 8 Titel (vor der Open Era)
Björn Borg (Schweden) – 6 Titel
Einige der nennenswertesten Sieger der Geschichte
Björn Borg (Schweden) – Dominierte Roland Garros Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre.
Novak Djokovic (Serbien) – Mit seinen Titeln 2016, 2021 und 2023 war er der einzige Spieler, der Nadals Dominaz etwas entgegenzusetzen hatte
Thomas Muster (Österreich) – Der "Sandplatzkönig" holte 1995 Österreichs geschichtsträchtigen Titel.
Mats Wilander (Schweden) – Gewann das Turnier dreimal (1982, 1985, 1988) als Teenager und Allrounder.
Gustavo Kuerten (Brasilien) – Ebenfalls dreifacher Champion (1997, 2000, 2001)
Roger Federer (Schweiz) – Gewann 2009 seinen einzigen Titel in Paris, als Nadal früh an Söderling scheiterte
Übertragung im deutschen Fernsehen: Wo läuft Roland Garros live?
Wer das prestigeträchtige Sandplatz-Event in Deutschland live verfolgen möchte, hat verschiedene Optionen. Die primären Übertragungsrechte für das Grand-Slam-Turnier im TV liegen im deutschsprachigen Raum im Free-TV bei Eurosport, wo täglich umfassend von den Courts berichtet wird.
Über die digitalen Angebote von Discovery+ lassen sich zudem alle Plätze lückenlos im Live-Stream verfolgen.
