Buffalo Sabres 1:2 Ottawa Senators
Wer dachte, dass den Ottawa Senators am Ende ihres Fünf-Spiele-Trips die Puste ausgehen würde, wurde eines Besseren belehrt. Nach einem torlosen Auftaktdrittel war es zunächst Peyton Krebs, der die Sabres im zweiten Abschnitt in Führung brachte. Doch die Senators bewiesen im KeyBank Center Steherqualitäten, schüttelten die Müdigkeit ab und kämpften sich im letzten Drittel eindrucksvoll zurück.
Der Ausgleich durch Shane Pinto in der 12. Minute des Schlussabschnitts war nur der Vorgeschmack auf ein fulminantes Finale. Kurz vor dem Ende spitzelte der deutsche Star-Stürmer Tim Stützle den Puck an der eigenen Blauen Linie frei, leitete den Konter ein und servierte Michael Amadio die Scheibe auf dem Silbertablett. Amadio musste zum 2:1-Siegtreffer nur noch vollstrecken. Für Stützle war es ein historischer Abend: Mit seinem 273. Karriere-Assist zog er in der ewigen Bestenliste der Senators mit Legende Alexei Yashin auf Rang fünf gleich.
"Wir hatten heute Chancen für weitere Tore, aber wir haben einen wichtigen Sieg mitgenommen", sagte Stützle: "Wir sind einfach drangeblieben und haben die ganze Partie einfach gespielt. Wir haben einen Weg gefunden." Mit 21 Punkten aus 17 Partien stehen die Senators auf Rang drei der Atlantic Division. Stützle selbst zählt mit nun 22 Scorerpunkten zu den erfolgreichsten Spielern der Liga.
Florida Panthers 5:3 Chicago Blackhawks
Was für eine Nacht für Sandis Vilmanis! Der Youngster der Florida Panthers erlebte im 34. NHL-Spiel seine ganz persönliche Sternstunde. Zusammen mit seinen Kollegen Sam Reinhart und Carter Verhaeghe zerlegte er die Abwehr der Chicago Blackhawks regelrecht. Am Ende standen für Vilmanis zwei Tore und zwei Vorlagen zu Buche. Er war die treibende Kraft beim 5:3-Heimerfolg des amtierenden Champions, bei dem die erste Sturmreihe der Panthers bärenstarke neun Scorerpunkte sammelte.
Die Blackhawks zeigten zwar Moral und kämpften sich nach einem 0:3-Rückstand dank eines Doppelpacks von Frank Nazar wieder bis auf 3:4 heran, doch die Aufholjagd kam zu spät. Florida ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen, und Sam Reinhart machte mit einem Empty-Net-Goal den Sack endgültig zu. Während die Panthers den zehnten Heimsieg in Folge gegen Chicago feierten, gerät die Krise der Blackhawks nach der vierten Niederlage in Serie immer tiefer.
Los Angeles Kings 7:2 San Jose Sharks
Einstand nach Maß: Adrian Kempe verpasste das letzte Spiel der Los Angeles Kings noch verletzt, kehrte gegen die San Jose Sharks ins Team zurück und brannte ein Offensiv-Feuerwerk ab. Keine 90 Sekunden waren gespielt, da zappelte der Puck nach einem blitzsauberen Alleingang bereits im Netz der Sharks. Es war der Auftakt zu einem Gala-Abend des Schweden, der mit drei Toren seinen fünften Karriere-Hattrick schnürte und zusätzlich noch einen Assist beisteuerte.
Für die San Jose Sharks gab es im Crypto.com Arena nichts zu holen. Los Angeles dominierte das Geschehen nach Belieben, zeigte sich im Powerplay extrem treffsicher und schraubte das Ergebnis mühelos auf 7:2 in die Höhe. Artemi Panarin glänzte dabei als uneigennütziger Vorbereiter mit vier Assists, während Quinton Byfield doppelt traf. Die Sharks kassierten damit ihre dritte Niederlage in Folge und suchen weiterhin nach ihrer Form.
Seattle Kraken 2:1 (OT) Calgary Flames
In der Climate Pledge Arena boten die Seattle Kraken und die Calgary Flames den Fans ein defensiv geprägtes Geduldsspiel auf Augenhöhe. Yegor Sharangovich brachte die Gäste aus Calgary im ersten Drittel in Führung, ehe Seattles Youngster Berkly Catton im zweiten Spielabschnitt den Ausgleich erzielte. Es war bereits das siebte Spiel in Folge mit mindestens einem Scorerpunkt für den 20-Jährigen – die aktuell längste Serie eines U20-Spielers in der NHL.
Nachdem in der regulären Spielzeit trotz guter Chancen auf beiden Seiten keine weiteren Tore fallen wollten, musste die Overtime die Entscheidung bringen. Dort dauerte es gerade einmal 55 Sekunden, bis Brandon Montour einen Pass der Flames abfing und Matty Beniers auf die Reise schickte. Beniers nutzte den langen Breakaway eiskalt und netzte zum 2:1-Endstand ein. Ein verdienter Zusatzpunkt für Seattle, die damit die Revanche für die Niederlage aus der Vorwoche glücken ließen.
