In Düsseldorf treffen sich die Eishockey-Nationalspieler, der neue Bundestrainer André Rankel stimmt sie auf sein erstes Turnier ein – doch ein Thema überlagert alles: Gibt es im nächsten Jahr überhaupt eine Heim-WM?
Großer Druck aus Finnland
Nach massiven Boykottdrohungen des Weltmeisters Finnland und dem Rückzug eines ersten Sponsors aus Schweden wackelt das Turnier wegen der Rückkehr von Russland immer mehr.
Der finnische Verbandspräsident Heikki Hietanen kündigte nach der Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs CAS an, man werde "nicht gegen Russland spielen, solange der Angriffskrieg gegen die Ukraine andauert".

Gleichzeitig wirbt der Titelverteidiger und Olympiasieger von 2022 im Teilnehmerfeld um Unterstützung, um "eine gemeinsame Front" zu bilden – und dem Weltverband IIHF zu zeigen, dass "keiner von uns in der aktuellen Situation gegen Russland spielen wird".
Sein tschechischer Amtskollege Alois Hadamczik erklärte: "Wenn diese Nationen sich vereinen, kann das etwas verändern." Auch Schweden, Dänemark oder Lettland zählen zu den Adressaten.
DEB schließt nichts aus
Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) wollte die Initiative auf SID-Anfrage nicht kommentieren und verwies darauf, dass er selbst Klärung von der IIHF erwarte. Präsident Frank Lutz hatte bereits am Wochenende erklärt, dass der DEB eine Rückgabe der WM vom 13. bis 30. Mai in Gelsenkirchen, Düsseldorf und Mannheim nicht ausschließe.
