Kvaratskhelia überzeugte vor allem in der K.o.-Phase der Champions League und hatte entscheidenden Anteil am zweiten Titelgewinn des PSG in Serie. Im Finale gegen Arsenal holte er zudem den Elfmeter heraus, den Ousmane Dembélé zum zwischenzeitlichen 1:1 verwandelte.
Kvaratskhelia startet mit frischer Energie
Während zahlreiche Topstars im Sommer bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika im Einsatz waren, konnte Kvaratskhelia die vergangenen Wochen zur Erholung und Vorbereitung nutzen. Georgien hatte die Qualifikation für das Turnier verpasst, sodass der 25-Jährige die WM von zu Hause aus verfolgen musste.
Für Paris Saint-Germain könnte sich dieser Umstand nun als Vorteil erweisen. Kvaratskhelia geht ausgeruht in die neue Saison und steht bereits beim ersten großen Pflichtspiel im Mittelpunkt. Am Mittwoch trifft der Champions-League-Sieger im UEFA Super Cup in Salzburg auf Europa-League-Gewinner Aston Villa. Anstoß ist um 21 Uhr MESZ.
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In der Champions League besonders stark
In der Königsklasse hat Kvaratskhelia seit seinem Debüt für Napoli vor knapp vier Jahren immer wieder auf sich aufmerksam gemacht. Sein erster Auftritt auf dieser Bühne erfolgte im September 2022 beim 4:1 gegen Liverpool. Inzwischen hat sich der Georgier zu einem der prägendsten Spieler des Wettbewerbs entwickelt.

In der vergangenen Saison war er besonders in der K.o.-Phase kaum zu stoppen. Insgesamt erzielte Kvaratskhelia zehn Treffer und bereitete sechs weitere vor. Damit stellte er einen neuen Bestwert für einen georgischen Spieler in einer Champions-League-Saison auf. Zudem war er der erste Georgier, der von der UEFA zum Spieler der Saison in der Königsklasse gewählt wurde.
Auch gegen Aston Villa hat Kvaratskhelia bereits getroffen. In der Champions-League-Saison 2024/25 erzielte er beim 3:1-Sieg von Paris einen Treffer. Gegen Liverpool war er in der vergangenen Spielzeit ebenfalls erfolgreich und sammelte im Rückspiel zudem eine Vorlage. Insgesamt kommt er mittlerweile auf 15 Champions-League-Tore in 42 Einsätzen.
Der Ballon d'Or als nächstes großes Ziel
Mit seiner herausragenden Champions-League-Saison hat sich Kvaratskhelia endgültig in den Kreis der Kandidaten für den Ballon d'Or gespielt. Die Ausgangslage ist allerdings kompliziert: In einem WM-Jahr haben Spieler, die bei einem großen Nationalmannschaftsturnier glänzen, traditionell einen erheblichen Vorteil.
Kvaratskhelia kann dennoch auf eine außergewöhnliche Vereinssaison verweisen. Paris gewann erneut die Champions League, während der Georgier mit seinen Leistungen entscheidend zum Erfolg beitrug. Auch deshalb wird er trotz seiner WM-Abwesenheit als ernstzunehmender Kandidat gehandelt.
Kvaratskhelia auf den Spuren von Shevchenko
Ein Blick zurück macht die mögliche historische Dimension deutlich. Der letzte Ballon-d'Or-Gewinner, der im Jahr der Auszeichnung weder an einer Welt- noch an einer Europameisterschaft teilnahm, war Andriy Shevchenko im Jahr 2004. Der Ukrainer gewann den Preis nach einer herausragenden Saison mit dem AC Mailand und seinem Titelgewinn in der Serie A.
Kvaratskhelia könnte nun versuchen, dieses Kunststück mehr als zwei Jahrzehnte später zu wiederholen. Mit seinem Champions-League-Triumph hat er bereits einen wichtigen Baustein geliefert. Nun bleiben ihm die kommenden Monate, um seine Kandidatur mit weiteren starken Auftritten zu untermauern.
