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"Vertrauen gebrochen": Schlammschlacht zwischen UEFA und FIFA geht in die nächste Runde

Infantino (l.) und UEFA-Präsident Ceferin (r.) werden keine Freunde mehr
Infantino (l.) und UEFA-Präsident Ceferin (r.) werden keine Freunde mehrREUTERS/Gonzalo Fuentes/File Photo

Der zunehmend schmutzige Machtkampf im Welt-Fußball geht in die nächste Runde: UEFA-Präsident Aleksander Ceferin und seine Verbündeten haben im Streit mit Gianni Infantino nachgelegt und den Druck auf den FIFA-Präsidenten weiter erhöht.

Offener Brief mit harter Kritik

"Fußball ist die größte gemeinsame Leidenschaft der Welt. Er gehört weder einer Einzelperson noch einer Institution", schrieben sie in einem offenen Brief an die "Fußball-Familie". Das Wachstum der FIFA in der jüngeren Vergangenheit sei zwar "real", aber "niemals das Werk einer einzelnen Person" gewesen.

Unterschrieben haben den Brief neben Ceferin auch Salman bin Ibrahim Al Chalifa, der Präsident der Asiatischen Fußball-Konföderation (AFC), und Victor Montagliani, Chef des Verbandes von Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik (CONCACAF).

UEFA-Präsident Ceferin führt die Protestgruppe an
UEFA-Präsident Ceferin führt die Protestgruppe anCHRIS FOXWELL / PROSPORTSIMAGES / DPPI VIA AFP

Hinzu kommen die Unterschriften der jeweiligen Generalsekretäre der Kontinentalverbände. Man spreche gemeinsam als "Konföderationen, die ihre Mitglieder vertreten".

"Führung im Fußball" gehe mit der Pflicht einher, "der Fußballfamilie zu dienen, die einem diese Verantwortung anvertraut", heißt es in dem Schreiben: "Wenn Vertrauen durch Täuschung gebrochen wird, wenn sich eine Person über das Kollektiv stellt, das ihr Autorität anvertraut hat, dann wurde diese Pflicht vernachlässigt."

Auf eine namentliche Nennung Infantinos wurde in dem Schreiben verzichtet.

Am Wochenende hatte der Weltverband Infantino noch den Rücken gestärkt und zu einem Rundumschlag gegen Kritiker ausgeholt. "Es wird immer deutlicher, dass es gezielte und anhaltende Bemühungen einiger Akteure gibt, die FIFA und ihren Präsidenten zu untergraben", teilte die FIFA in einem Statement mit. Nun folgte die erwartete Replik.

FIFA-Präsident Infantino will nicht zurücktreten
FIFA-Präsident Infantino will nicht zurücktretenREUTERS/Luisa Gonzalez