Verstappen "geschockt": Tödlicher Unfall in der "Grünen Hölle"

Auch Max Verstappen trauert um den verunglückten Juha Mietinnen
Auch Max Verstappen trauert um den verunglückten Juha MietinnenČTK / imago sportfotodienst / Gruppe C Photography

Auch Max Verstappen trauert um Juha Mietinnen: Ein tödlicher Unfall auf dem Nürburgring zeigt, wie gefährlich der Motorsport noch immer ist.

Am Sonntag drehte sich die Motorsportwelt weiter und auch Max Verstappen seine Runden auf der Nordschleife. Der erste "Schock" über einen folgenreichen Unfall in der Nürburgring-Langstreckenserie war gewichen, die Trauer blieb. Gemeinsam gedachten die Piloten vor dem Start des nächsten Rennens des tödlich verunglückten BMW-Fahrers Juha Miettinen (66), dann ließen sie wieder die Motoren heulen.

"Motorsport ist etwas, das wir alle lieben. Aber Tage wie dieser erinnern uns daran, wie gefährlich er sein kann", hatte Verstappen am Samstag bei Instagram geschrieben und Miettinens Familie sein "tief empfundenes Beileid" ausgedrückt. Am Sonntag kondolierte der viermalige Formel-1-Weltmeister mit allen anderen Piloten beim Team des gebürtigen Finnen.

"Reanimationsversuche blieben erfolglos"

Der Amateurfahrer und selbsterklärte "Nordschleifen-Liebhaber" hatte die Qualifikation für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (16./17. Mai) nicht überlebt. Kurz nach dem Rennstart war es auf der dritten Runde im Streckenabschnitt Klostertal zu dem schweren Unfall mit sieben beteiligten Fahrzeugen gekommen, um 17.55 Uhr unterbrach die Rennleitung den Lauf mit der Roten Flagge.

"Trotz der unmittelbar eintreffenden Hilfe konnten die Notfallmediziner nach der erfolgten Bergung aus dem Fahrzeug den beteiligten Piloten Juha Miettinen nicht retten, der Fahrer verstarb im Medical Center, nachdem alle Reanimationsversuche erfolglos blieben", teilte der Veranstalter am Abend mit: "Die Gedanken aller Beteiligten bei den 24h Nürburgring sind bei den Hinterbliebenen von Juha Miettinen."

Die weiteren "beteiligten sechs Piloten wurden zur vorsorglichen Untersuchung in das Medical Center sowie umliegende Krankenhäuser gebracht. Es besteht für keinen der Verletzten Lebensgefahr", hieß es in der Mitteilung weiter. Verstappen war zum Zeitpunkt des Unglücks nicht auf der Strecke, auch sein Teamkollege Lucas Auer im gemeinsamen Mercedes war nicht in den Unfall involviert.

Verstappen wollte in der Eifel den Formel-1-Frust abschütteln, immerhin fährt der Niederländer in der Königsklasse in dieser Saison im Red Bull nur hinterher. In seinem Mercedes-AMG GT3 mit dem V8-Saugmotor und mehr als 500 PS fühlt er sich wohl, und die 24 Stunden in der "Grünen Hölle" stehen schon lange auf seiner Wunschliste. Die Absage der Formel-1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien nutzte der 28-Jährige für einen weiteren Ausflug auf die Nordschleife. Er wird ihm in trauriger Erinnerung bleiben.