Für den inzwischen 41-Jährigen bedeutete die Fahrt aufs Podest nicht nur das zweite Podium der laufenden Saison, sondern auch das insgesamt 104. seiner herausragenden Karriere. Damit bewies er einmal mehr seine Klasse auf dem Kurs, auf dem er 2007 seinen allerersten Formel-1-Sieg feierte und sich seither den Rekord von sieben Siegen mit Ferrari-Legende Michael Schumacher teilt.
"Ich bin einfach unglaublich glücklich", strahlte Hamilton nach dem Rennen. "Ein riesiges Dankeschön geht an mein Team, das mich hier mit offenen Armen empfangen hat. Das vergangene Jahr und die Zeit danach waren wirklich hart. Umso schöner ist es, dass wir nun endlich unser Optimum gefunden haben und so ein starkes Wochenende erleben durften. Das Publikum hier ist fantastisch, ich liebe diese Strecke und kann es kaum erwarten, nächstes Jahr wiederzukommen."
Beflügelt von diesem Erfolg blickte Hamilton optimistisch nach vorne und nahm direkt die Konkurrenz ins Visier. Er forderte die Scuderia auf, mutig zu bleiben: Das Ziel müsse sein, die aktuell führenden Mercedes einzuholen. Die Silberpfeile durften am Sonntag übrigens ebenfalls jubeln: Das italienische Top-Talent Kimi Antonelli sicherte sich den Sieg und baute seinen Vorsprung in der Fahrerwertung auf Teamkollege George Russell auf 43 Punkte aus.
Leclerc dämpft die Euphorie
"Dieses Resultat ist extrem ermutigend, vor allem weil Mercedes an diesem Wochenende ein großes Update im Gepäck hatte", ordnete Hamilton die Performance ein. "Viele Teams haben hier Neuerungen gebracht. Unser großes Update lief bereits in Miami, und in der Fabrik wird ununterbrochen geschuftet – da kommt also hoffentlich noch einiges von uns. Dass wir auf einer so geraden, topspeed-lastigen Strecke ein solches Ergebnis einfahren konnten, macht mir enorm Hoffnung für die nächsten Rennen. Wir dürfen jetzt nicht nachlassen und müssen versuchen, noch mehr Potenzial freizusetzen."
Ein kontrastreiches Bild bot sich derweil am anderen Ende der Ferrari-Garage. Nach einem völlig verkorksten Wochenende, das er selbst als eines der schlechtesten seiner Karriere bezeichnet hatte, rettete sich Charles Leclerc immerhin auf den vierten Platz. Der Monegasse fand jedoch zu keinem Zeitpunkt das nötige Vertrauen in seinen Boliden.
"Ich habe die Reifen einfach nicht ins richtige Arbeitsfenster bekommen. Dafür kann ich die Schuld nur bei mir selbst suchen", zeigte sich Leclerc selbstkritisch. "Lewis hat heute einen großartigen Job gemacht und eindrucksvoll bewiesen, was eigentlich in unserem Auto steckt."
