Rodionov hofft auf den Heimvorteil
Für Jurij Rodionov bietet sich in der Wiener Stadthalle die nächste große Bühne. Der Niederösterreicher erhielt eine Wildcard und will vor heimischem Publikum für eine Überraschung sorgen. In der Weltrangliste liegt der 27-Jährige auf Platz 137.
Selbstvertrauen tankte Rodionov zuletzt vor allem im Davis Cup. Beim Duell mit Belgien gewann er beide Einzel und hatte damit entscheidenden Anteil am österreichischen Erfolg. Auch bei den US Open zeigte der Linkshänder auf. Nach drei Siegen in der Qualifikation bezwang er zum Auftakt Giovanni Mpetshi Perricard in drei Sätzen. Erst in der zweiten Runde war gegen Jakub Mensik Endstation.
Bei den Erste Bank Open will Rodionov nun erstmals seit 2020 wieder ein Match im Hauptbewerb gewinnen. Damals überraschte er in der ersten Runde den Kanadier Denis Shapovalov.
Basilashvili reist mit starker Form nach Wien
Mit Nikoloz Basilashvili wartet allerdings ein gefährlicher Gegner. Der 34-jährige Georgier stand im Mai 2019 auf Platz 16 der Weltrangliste und gewann in seiner Karriere fünf ATP-Titel. Aktuell arbeitet er an seiner Rückkehr in die Weltspitze.
Wie gut Basilashvili derzeit in Form ist, bewies er vergangene Woche beim ATP-250-Turnier in Almaty. Aus der Qualifikation kommend erreichte er das Finale. Auf dem Weg dorthin besiegte er unter anderem Stefanos Tsitsipas. Erst im Endspiel musste er sich Daniil Medvedev nach Satzführung geschlagen geben. Bereits Ende September hatte er in Chengdu das Halbfinale erreicht.
Auch der direkte Vergleich spricht für den Georgier. Im März setzte sich Basilashvili in der Qualifikation von Bukarest mit 6:4, 0:6, 6:3 gegen Rodionov durch. Es war bislang das einzige Duell der beiden Profis.
Rodionov weiß um die Stärken seines Gegners: „Er ist ein sehr gefährlicher Spieler, macht viel mit der Brechstange. Er kann seinem Gegner sehr wehtun, aber auch sich selbst, wenn er keinen guten Tag hat.“ Der Österreicher will Basilashvili deshalb aus seinem Rhythmus bringen und zu Fehlern zwingen.
Alcaraz wartet bereits im Achtelfinale
Zusätzliche Motivation liefert der Turnierraster. Mit einem Auftaktsieg würde Rodionov im Achtelfinale auf Carlos Alcaraz treffen. Der spanische Weltranglistendritte setzte sich am Dienstag gegen Karen Khachanov mit 6:4, 7:6 durch und steht bereits in der zweiten Runde.
„Ein bisschen ist der Gedanke natürlich schon da. Wenn ich gewinne, darf ich gegen Carlos Alcaraz in der Stadthalle spielen. Das ist ein Zuckerl“, erklärte Rodionov nach der Auslosung. Sein voller Fokus gelte aber zunächst Basilashvili. Das Duell zwischen Rodionov und Basilashvili ist am Mittwoch als drittes Match auf dem Center Court angesetzt. Spielbeginn ist nicht vor 17:30 Uhr.
