Für Lukas Neumayer ist das Abenteuer Erste Bank Open nach der ersten Hauptrunde beendet. Der 24-jährige Salzburger musste sich am Montag in der ausverkauften Wiener Stadthalle dem als Nummer acht gesetzten Tschechen Jakub Mensik mit 2:6, 2:6 geschlagen geben. Nach nur 62 Minuten war die Partie entschieden.
Zum Match-Center: Lukas Neumayer vs. Jakub Mensik
Der Österreicher hatte sich mit zwei überzeugenden Siegen durch die Qualifikation gekämpft und damit erstmals den Hauptbewerb eines ATP500-Turniers erreicht. Gegen die Nummer 16 der Weltrangliste wurden ihm allerdings die Grenzen aufgezeigt.
„Das ist die Bühne, wo ich hin will“
Trotz der deutlichen Niederlage wollte Neumayer seinen Auftritt in Wien nicht ausschließlich negativ bewerten. Schließlich hatte der Salzburger mit seinen Erfolgen gegen Vít Kopriva und Titouan Droguet bereits für zwei Achtungserfolge gesorgt.
„Ich habe hier zwei sehr coole Qualimatches gespielt und habe es mir verdient, hier auf dem Center Court zu stehen. Das ist die Bühne, wo ich hin will“, betonte Neumayer.
Im Duell mit Mensik bekam Neumayer allerdings früh zu spüren, wie hoch das Niveau auf der ATP Tour ist. Der Tscheche nahm ihm im ersten Satz zum 3:1 erstmals den Aufschlag ab und sicherte sich mit einem weiteren Break den Durchgang mit 6:2.
Auch im zweiten Satz ließ Mensik nichts anbrennen. Der Favorit zog rasch auf 3:0 davon und blieb bei eigenem Service ungefährdet. Nach etwas mehr als einer Stunde verwertete er seinen zweiten Matchball zum klaren Zweisatzsieg.
Neumayer ortet Verbesserungsbedarf beim Aufschlag
Für Neumayer lieferte die Begegnung wichtige Erkenntnisse. Im Spiel von der Grundlinie konnte der Österreicher phasenweise mithalten, bei eigenem Service fehlten ihm hingegen die Möglichkeiten, den Tschechen ausreichend unter Druck zu setzen.
„Man hat gesehen, dass ich im Grundlinienspiel ganz gut dabei bin. Der Fokus liegt auf dem Aufschlag, dass da noch zehn km/h dazukommen, dass ich da mal freie Punkte spielen kann“, erklärte Neumayer.
Rodionov letzter Österreicher im Einzel
Nach dem Ausscheiden von Neumayer ruhen die österreichischen Hoffnungen im Einzelbewerb nun auf Jurij Rodionov. Der Niederösterreicher trifft in seiner Auftaktpartie am Mittwoch auf Nikolos Basilaschwili.
