Alexander Zverev verbindet mit Rom ganz besondere Momente. Den ersten Masterstitel seine Karriere feierte der deutsche Topspieler in der "ewigen Stadt". Und vor genau zwei Jahren holte er hier seinen ersten großen Turniertriumph nach der dramatischen Knöchelverletzung.
"Es sind einfach schöne Erinnerungen", sagt der Weltranglistendritte und gibt sich zuversichtlich, ein weiteres Glanzlicht in der italienischen Hauptstadt zu setzen.
Dafür muss er allerdings das aktuell scheinbar Unmögliche schaffen. "Wir müssen alle irgendwie als Tour einen Weg finden, ihn zu stoppen", sagte Zverev im Sky-Interview und meinte dabei den derzeit unbesiegbar wirkenden Dominator Jannik Sinner.

Italiens Nationalheld kann ausgerechnet vor den eigenen Fans im Alter von nur 24 Jahren den Schritt zum "Golden Masters" schaffen. Acht der neun Turniere der höchsten ATP-Kategorie hat der Weltranglistenerste schon gewonnen, zuletzt als erster Profi überhaupt fünf in Serie.
Match-Center: Altmaier vs. Zverev
Boris Becker wünscht sich mehr Kampfgeist
Der Leidtragende von Sinners außerordentlicher Form ist Zverev, der in diesem Jahr dreimal vom Ausnahmekönner in Halbfinals und zuletzt auch im Finale von Madrid unsanft ausgebremst wurde. Gerade der letzte Eindruck aus der spanischen Hauptstadt war mit Blick auf eine mögliche Titelchance beim Sandplatz-Highlight in Paris (ab 24. Mai) ernüchternd. Ein Eindruck, den Zverev korrigieren will.
Zverev will mehr sein als Sinners Sparringspartner auf dem Weg zur nächsten Trophäe. "Ich wünschte mir ein bisschen mehr Kampfgeist oder ein bisschen mehr Aggressivität", sagte Ikone Boris Becker dieser Tage in seinem Podcast mit Andrea Petkovic.
Er meinte Sinners gesamte Konkurrenz, die Zverev in Abwesenheit des verletzten Topstars Carlos Alcaraz klar anführt: "Von wegen: Okay, heute mache ich es dir besonders schwer."
Duell mit Altmaier
Ein erneutes Aufeinandertreffen mit Sinner könnte in Rom erst wieder im Finale auf Zverev warten, bis dahin muss er sich erst einmal vorarbeiten.
Es geht los mit einer interessanten Herausforderung durch Daniel Altmaier, der direkt an seine klare Niederlage gegen Zverev 2025 in München zurückdachte. "Ich habe letztes Jahr keine gute Leistung gebracht. Ich bin froh, dass ich meine Revanche habe, um ehrlich zu sein", sagte der 27-Jährige. Altmaier will mit einer guten Portion Wut im Bauch aufspielen.

