Der ehemalige Vizeweltmeister von 2010 ist sogar überzeugt, dass Seixas gegenüber Vingegaard die Oberhand behalten hätte, wäre er beim Giro angetreten. "Hätte er teilgenommen, hätte Seixas Vingegaard geschlagen. Das ist meine Theorie", erklärte Breschel gegenüber Eurosport.
Er begründet seine These vor allem mit der beeindruckenden Leistung des 19-Jährigen bei Lüttich-Bastogne-Lüttich, wo Seixas hinter Pogačar den zweiten Platz belegte. "Er war der Einzige, der ihm am Anstieg von La Redoute folgen konnte. Es war überraschend, wie lange er mithalten konnte, bevor Pogačar die entscheidende Attacke setzte."
Keine langfristigen Sorgen für Vingegaard
Für Breschel sprechen zwei Hauptgründe für einen potenziellen Erfolg des jungen Franzosen: Zum einen die herausragende Form, die Seixas unmittelbar vor dem Giro erreicht hatte, und zum anderen das diesjährige Streckenprofil, das weniger anspruchsvoll sei und dem Youngster entgegengekommen wäre.
Dennoch glaubt der Sportdirektor nicht, dass Vingegaard den neuen Rivalen langfristig fürchten muss. "Ich mache mir um Jonas keine Sorgen; er muss niemandem mehr etwas beweisen", so Breschel. Vingegaard solle nicht nervös werden, sondern weiterhin auf seinen bewährten Ansatz und sein Programm vertrauen, auch wenn das Feld der Konkurrenten nun um einen Namen reicher ist.
Der Giro d’Italia endet am 31. Mai in Rom.
