Vingegaard setzte die entscheidende Attacke am 13,6 km langen und im Schnitt 8,4 Prozent steilen Schlussanstieg. Zunächst holte der Däne gemeinsam mit dem Hauptfeld eine dreiköpfige Ausreißergruppe ein. Als er das Tempo anzog, fielen die Verfolger nach und nach zurück. 5,6 km vor dem Ziel ließ der Gesamtführende Afonso Eulalio (Bahrain Victorious) abreißen.
Nach einer weiteren Tempoverschärfung fuhr Vingegaard die restlichen rund fünf Kilometer alleine dem Ziel entgegen. Einzig der Österreicher Felix Gall (Decathlon - CMA CGM) konnte den Anschluss wahren und kam mit 13 Sekunden Rückstand an. Der Italiener Giulio Pellizzari vom deutschen Rad-Rennstall Red Bull Bora-hansgrohe wurde Vierter.
Giro am Samstag ohne große Berge
In der Gesamtwertung hat Vingegaard damit einen großen Sprung gemacht. Auf Eulalio machte er mehr als drei Minuten gut und ist nun mit 3:17 Minuten Rückstand Zweiter. "Ich bin sehr glücklich, dass ich etwas Zeit gewinnen konnte. Das war ein guter Tag für mich und für uns. Das Team hat eine tolle Arbeit gemacht", sagte er im Anschluss.
Die achte Etappe am Samstag wird im Vergleich ruhiger. Auf den 156 km zwischen Chieti und Fermo stehen vier kleinere Bergwertungen auf dem Plan. Große Verwerfungen in der Gesamtwertung sind nicht zu erwarten.
