"Reine Geldmacherei": Sorgt FIFA mit Wasserflaschen-Verbot für durstige Fans?

Die Stars wie Vini Junior müssen sich keine Sorgen um Wasser machen – die Fans hingegen schon
Die Stars wie Vini Junior müssen sich keine Sorgen um Wasser machen – die Fans hingegen schonČTK / imago sportfotodienst / Heuler Andrey/DiaEsportivo

Das Wasserflaschen-Verbot der FIFA für die Fußball-WM sorgt für Diskussionen und hat die Politik auf den Plan gerufen. Neben dem New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani nahm auch Torontos Bürgermeisterin Olivia Chow den Weltverband in die Pflicht. Die FIFA hatte zuvor entschieden, dass Fußballfans trotz erwarteter Temperaturen von teils über 30 Grad selbst leere Wasserflaschen nicht mit in die Stadien in den USA, Mexiko und Kanada nehmen dürfen.

Dies sei "besorgniserregend", sagte Mamdani in einem Interview mit dem Portal The Athletic: "Das werden wir (mit der FIFA) weiterverfolgen, um die Gründe besser zu verstehen. Wir wollen nicht, dass jemand wegen der Wasserkosten im Stadion an Wasser spart, wenn er es sonst trinken würde."

Im Mai noch hatte der Weltverband als Stadionbetreiber während der WM verlauten lassen, dass leere, transparente und wiederverwendbare Plastikflaschen mit einem Fassungsvermögen von bis zu einem Liter mitgebracht werden dürften.

Forderung nach kostenlosem Wasser

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP sagte ein FIFA-Sprecher nun, dass die Regeländerung aus Sicherheitsgründen erfolgt sei. The Athletic berichtete am Freitag, dass die Entscheidung von kommerziellen Erwägungen beeinflusst worden sein könnte.

"Das ist reine Geldmacherei. Warum sollte man eine Wasserflasche kaufen, wenn man sein Wasser einfach mitbringen kann? Das ist günstiger und besser für die Umwelt", sagte Torontos Bürgermeisterin Chow bei CTV News: "Das ist empörend. Sie wollen einfach nur noch mehr Geld verdienen. Sie machen doch schon Milliardenumsätze. Hört damit auf!"

Sie forderte die FIFA auf, die Entscheidung wiedergutzumachen, indem sie den Fans im Stadion kostenlos Wasser zur Verfügung stelle.