Von der nun angekündigten Ausnahmeregelung profitieren nach Angaben des State Department neben den offiziellen Teammitgliedern der Teilnehmernationen auch Fans aus qualifizierten Ländern, sofern sie bereits Eintrittskarten besitzen und sich in einem speziellen Prioritätssystem für Visa registriert haben.
"Wir bleiben dem Ziel verpflichtet, die nationalen Sicherheitsprioritäten der USA zu stärken und gleichzeitig legitime Reisen für das bevorstehende WM-Turnier zu ermöglichen", sagte die für konsularische Angelegenheiten zuständige Beamtin Mora Namdar. Die Trump-Regierung wolle die "größte und beste FIFA-WM der Geschichte" ausrichten.
Einreiseverbote für Iraner und Haitianer
Zu den Ländern, deren Staatsangehörige grundsätzlich von den Visabürgschaften betroffen sind, zählen mit Algerien, Kap Verde, der Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire), Senegal und Tunesien gleich fünf WM-Teilnehmer. Für andere qualifizierte Nationen gelten noch schärfere Beschränkungen: Haiti und Iran unterliegen nahezu vollständigen Einreiseverboten in die USA.
Hinzu kommt eine deutlich ausgeweitete Überprüfung auch von Besuchern aus westlichen Partnerstaaten, die den US-Behörden Zugang zu ihren Social-Media-Inhalten gewähren müssen. Eine Studie der Mendoza Law Firm geht davon aus, dass Haiti seine WM-Spiele praktisch ohne mitreisende Fans bestreiten wird. In den fünf von den Kautionen betroffenen Teilnehmerländern entspreche die geforderte Summe von 15.000 Dollar im Schnitt dem Einkommen von drei Jahren.
