Österreich vor WM-Auftakt: Große Ziele gegen Jordanien

Gregoritsch und Danso freuen sich auf den WM-Auftakt
Gregoritsch und Danso freuen sich auf den WM-AuftaktČTK / imago sportfotodienst / IMAGO

28 Jahre nach der letzten Weltmeisterschaft beginnt für Österreich das Abenteuer WM 2026. Vor dem Auftakt gegen Jordanien herrscht große Vorfreude, gleichzeitig warnt das Nationalteam eindringlich vor einem unangenehmen Gegner.

Die Anspannung steigt. Wenn Österreich am Mittwochmorgen um 6.00 Uhr MESZ im San-Francisco-Bay-Area-Stadion auf Jordanien trifft, endet eine 28-jährige Wartezeit auf ein WM-Spiel. Für sämtliche Spieler im aktuellen Kader ist es die erste Weltmeisterschaft ihrer Karriere.

Entsprechend groß ist die Vorfreude innerhalb der Mannschaft. Mittelfeldmotor Xaver Schlager spricht von einer besonderen Mischung aus Nervosität und Begeisterung. „Es ist eine positive Anspannung da. Man arbeitet das ganze Leben darauf hin, dass man da dabei sein darf. Eine erste WM ist sehr, sehr besonders“, erklärt der Leipzig-Legionär.

Auch Michael Gregoritsch blickt dem Turnier mit hohen Erwartungen entgegen. Der Angreifer sieht die Weltmeisterschaft noch einmal auf einer anderen Ebene als die Europameisterschaft. „Das ist nicht vergleichbar mit der EM, weil es viel größer ist. Wir erhoffen und erwarten viel von uns, der Anspruch ist groß“, betont Gregoritsch.

Rangnick warnt vor unangenehmem Gegner

Auch wenn Österreich als Favorit in die Begegnung geht, möchte Teamchef Ralf Rangnick keinerlei Überheblichkeit aufkommen lassen. Die FIFA-Weltrangliste spricht mit Rang 25 zwar klar für Österreich, Jordanien liegt aktuell auf Platz 64, doch die Zahlen allein interessieren den Deutschen wenig.

 

 

„Es ist alles andere als ein leichter Gegner. Man besiegt sie nicht im Vorbeigehen“, warnt Rangnick. Besonders die mannschaftliche Geschlossenheit und das kompakte Defensivverhalten der Jordanier bereiten dem Trainer Respekt. Dazu komme ein schnelles Umschaltspiel, das jederzeit gefährlich werden könne. „Das ist schon ein richtungsweisendes Spiel für uns in diesem Turnier und so werden wir es auch angehen“, sagt Rangnick.

Gregoritsch schlägt in dieselbe Kerbe: „Sie sind absolut zurecht bei der WM. Wir müssen an unsere Obergrenze gehen, dass wir das Spiel an unsere Seite ziehen.“

Geduld als Schlüssel zum Erfolg

Die ÖFB-Auswahl erwartet ein Spiel mit viel Ballbesitz. Genau darin sieht Schlager allerdings auch eine potenzielle Gefahr. „Das sind die schwierigen Spiele. Der Gegner wartet auf deine Fehler und du darfst dir keine Fehler erlauben“, erklärt der Mittelfeldspieler.

 

 

Entscheidend werde sein, Ruhe zu bewahren, keine gefährlichen Konter zuzulassen und die eigenen Chancen konsequent zu nutzen. Österreich reist dabei mit viel Selbstvertrauen nach San Francisco. Die Mannschaft ist 2026 noch ungeschlagen und gewann ihre bisherigen Länderspiele gegen Ghana (5:1), Südkorea (1:0) und Tunesien (1:0).

Auftakt mit Signalwirkung

Der erste Auftritt besitzt für Österreich enorme Bedeutung. Mit einem Sieg würde die Mannschaft einen großen Schritt in Richtung K.O.-Phase machen, bevor mit Titelverteidiger Argentinien und Algerien die schwierigeren Aufgaben warten.

Für Rangnick und seine Spieler geht es deshalb nicht nur um drei Punkte, sondern um die perfekte Ausgangslage für die gesamte Gruppenphase. Die Botschaft innerhalb des Teams ist klar: Österreich reist nicht als Tourist zur WM, sondern mit dem Anspruch, eine erfolgreiche Rolle zu spielen.