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„Das ist nicht das Ende, sondern erst der Anfang“ – Lisa Rammel über Rapids Durchmarsch in die Bundesliga

„Das ist nicht das Ende, sondern erst der Anfang“ – Lisa Rammel blickt auf Rapids rasanten Durchmarsch in die Bundesliga
„Das ist nicht das Ende, sondern erst der Anfang“ – Lisa Rammel blickt auf Rapids rasanten Durchmarsch in die BundesligaLaura Balogh

Nach nur zweieinhalb Jahren feiern die Frauen des SK Rapid die Bundesliga-Premiere das gleich mit einem kleinen Wiener Derby bei den Vienna Frauen am Sonntag. Die frisch gekürte Rapidlerin der Saison, Lisa Rammel, spricht im Interview über den steilen Weg nach oben, die Vorbereitung und ihre ganz persönliche Vorfreude.

Von der Landesliga bis in die ADMIRAL Frauen Bundesliga: Die Rapid Frauen haben in kürzester Zeit sämtliche Stationen durchlaufen, dominierten zunächst die Landesliga und setzten sich dann in der 2. Bundesliga durch. Zum Auftakt in die höchste Spielklasse wartet mit den Vienna Frauen gleich eine spannende Herausforderung.

Eines der Gesichter des Aufstiegs der Rapid Frauen ist Lisa Rammel. Sie ist seit dem allerersten gemeinsamen Training dabei und wurde von den Fans erst kürzlich zur Rapidlerin der Saison 2025/26 gewählt. Im Gespräch mit Flashscore erzählt sie, wie sich der Weg von Liga zu Liga angefühlt hat, was das Trainerteam im Trainingslager in Zwettl noch geschärft hat, wie die sich Neuzugänge wie Anna Holl und Katharina Moser integrieren und was ihr der bevorstehende Bundesliga-Start persönlich bedeutet.

 

Du bist von Anfang an dabei – hättest du gedacht, dass es so ein rasanter Durchmarsch wird? Wie hat sich dieser Weg bisher für dich angefühlt? 

Es war natürlich unser Ziel, so schnell wie möglich in der Bundesliga anzukommen und darauf haben wir seit dem ersten gemeinsamen Training hingearbeitet. Es war uns auch von Anfang an bewusst, dass das keine leichte Aufgabe wird, obwohl wir in unserem ersten Jahr die Landesliga dominiert haben. Vor allem in der 2. Bundesliga wurden uns aber dann auch immer wieder unsere Grenzen aufgezeigt. Dass wir nun aber dennoch nach nur zweieinhalt Jahren hier stehen, zeigt, dass sich unsere harte Arbeit gelohnt hat. Wir freuen uns daher sehr, dass wir uns nun bereits am Sonntag mit den ersten Minuten in der Bundesliga belohnen können. Klar ist aber auch, dass das nicht das Ende, sondern erst der Anfang unserer nächsten Ziele ist.

 

Wie läuft die Vorbereitung bislang, und worauf legt ihr im Training besonderen Fokus? 

Unsere Vorbereitung war auf zwei Blöcke von jeweils drei Wochen aufgeteilt. Es waren sehr intensive Wochen, in denen wir den Fokus vor allem auf die Boxverteidigung, körperliche Robustheit und Standards gelegt haben. Letzte Woche haben wir uns auf dem Trainingslager in Zwettl noch den letzten spielerischen Feinschliff geholt. Die finale Woche vor dem ersten großen Showdown wurde vom Trainerteam etwas ruhiger angelegt, nun steht vor allem auf dem Trainingsplan, uns taktisch gut auf die Vienna einzustellen.

 

 

Mit Anna Holl und Katharina Moser habt ihr euch unter anderem aus Neulengbach verstärkt. Wie fügen sich die Neuen ins Team ein? 

Wir haben einen sehr transferreichen Sommer hinter uns und mit einigen jungen, aber dennoch bereits sehr erfahrenen Spielerinnen verstärkt, die unter anderem auch bereits in den österreichischen Nachwuchsnationaltemams aufgezeigt haben. Ich finde auch, dass sich alle neuen Spielerinnen bereits sehr gut bei uns eingefunden haben. Man hat auch in den Testspielen gesehen, dass sie definitiv neuen Schwung ins Team gebracht haben und uns in jeglicher Hinsicht weiterhelfen. Das Trainingslager war diesbezüglich auch nochmal sehr positiv, um uns gegenseitig besser kennen zu lernen.

 

Was braucht das Team deiner Meinung nach am dringendsten, um sich in der Bundesliga zu behaupten? 

Ich glaube, dass es auf jeden Fall wichtig sein wird, unsere Torchancen, die wir haben werden, so gut wie möglich zu nutzen. Dabei wollen wir auch bei Standards noch effektiver sein. Uns ist bewusst, dass das Tempo noch einmal höher und die Zweikämpfe härter sein werden und dass jeder kleine Fehler beinhart bestraft wird. Deshalb gilt es, in jedem Spiel von der ersten Minute an hellwach zu agieren.

 

Was sind eure Ziele für die erste Bundesliga-Saison – reicht ambitioniertes Denken über den reinen Klassenerhalt hinaus oder ist erstmal Ankommen die Devise? 

Uns ist unsere Rolle als Aufsteigerinnen auf jeden Fall bewusst, weshalb wir uns erstmal in der Bundesliga etablieren und an das Tempo und die Intensität gewöhnen wollen. Mit unserem Kampfgeist und unserem Willen gelingt uns vielleicht auch gegen die „Größeren“ die ein oder andere Überraschung. Unser Ziel ist, mit dem Abstieg so bald wie möglich nichts mehr zu tun zu haben. Alles was darüber hinausgeht, nehmen wir aber natürlich sehr gerne.

 

Am Wochenende geht es auswärts bei den Vienna Frauen los. Wie fühlt sich diese Vorfreude für dich persönlich an? Bzw. worauf freust du dich persönlich am meisten? 

Als ich mit 15 Jahren mit dem Fußball begonnen habe, war es immer mein Traum, in der Bundesliga zu spielen. Deshalb freue ich mich einfach riesig, dass ich mir diesen Traum (nach dem halben Jahr mit dem SV Horn) nochmals erfüllen kann. Der Start mit dem kleinen Wiener Derby taugt mir extrem und ich hoffe, dass ich am Sonntag bereits meine ersten Minuten sammeln kann. Generell erwarten uns in dieser Saison spannende Spiele in tollen Stadien und gegen namhafte Gegnerinnen. Ich persönlich freue mich natürlich besonders auf das Wiener Derby zuhause, weil ich glaube, dass es eine großartige Kulisse wird.