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ÖFB-Frauen freuen sich Arbeitssieg im Kosovo über "ersten Schritt" Richtung Aufstieg

El Sherif und Puntigam sind zufrieden
El Sherif und Puntigam sind zufriedenMARIUS SIMENSEN/BILDBYRĹN / Shutterstock Editorial / Profimedia

Österreichs Frauen-Nationalteam hat sich mit einem 2:1-Auswärtssieg gegen den Kosovo eine gute Ausgangslage für das Rückspiel der ersten WM-Play-off-Runde verschafft. Nach dem mühsamen Erfolg überwogen Erleichterung und Freude über mehrere persönliche Erfolgserlebnisse. Gleichzeitig mahnen Teamchef Lars Söndergaard und seine Spielerinnen zur Vorsicht.

Der erste Schritt auf dem Weg zur WM 2027 in Brasilien ist gemacht. Österreichs Frauen-Nationalteam setzte sich am Freitagabend im Kosovo mit 2:1 durch und geht damit mit einem knappen Vorsprung in das Rückspiel am Dienstag in Wien.

Zum Match-Center: Kosovo vs. Österreich

Ein Selbstläufer war die Partie für die Mannschaft von Lars Söndergaard allerdings nicht. Ereleta Memeti brachte die Gastgeberinnen nach einem Konter bereits in der 14. Minute in Führung. Louise Schöffel gelang bei ihrem Startelf-Debüt der Ausgleich (37.), ehe die eingewechselte Nicole Billa in der 81. Minute den verdienten Siegtreffer erzielte.

„Es war sehr wichtig, dass wir nach dem Rückstand zurückgekommen sind. Wir sind geduldig geblieben und haben Ruhe bewahrt“, erklärte Söndergaard nach der Partie. Der Däne verwies auf die kompakte Defensive des Kosovo und die schwierigen Platzverhältnisse, die schnelle Kombinationen erschwert hätten.

Trotz des vielen Ballbesitzes sei es nicht einfach gewesen, gegen die tief stehenden Gastgeberinnen Lösungen zu finden. „Dennoch haben wir versucht, Fußball zu spielen. In Wien wird uns das besser entgegenkommen“, zeigte sich der Teamchef zuversichtlich.

Zadrazil und Höbinger genießen emotionale Comebacks

Neben dem sportlichen Erfolg gab es aus österreichischer Sicht gleich mehrere persönliche Höhepunkte. Sarah Zadrazil und Marie Höbinger feierten nach langen Verletzungspausen ihre Comebacks im Nationalteam. Zudem absolvierte die erst 17-jährige Valentina Pötzl ihr erstes Länderspiel.

 

Match-Statistik: Österreich war klar überlegen
Match-Statistik: Österreich war klar überlegenFlashscore

 

Für Zadrazil war die Rückkehr nach ihrer Kreuzbandverletzung ein besonderer Moment. „Es ist immer etwas Besonderes, für Österreich zu spielen, weil ich lange nicht dabei war“, sagte die Bayern-Legionärin. Gleichzeitig hob sie die vielen positiven Geschichten des Abends hervor: „Mit zwei Comebacks, dem Premierentor von Louise und dem Debüt von Vali haben wir heute viele kleine Highlights, das kommt auch selten vor.“

Auch Höbinger zeigte sich nach ihrem ersten ÖFB-Einsatz seit der schweren Knieverletzung emotional. „Es ist unglaublich schön, nach so einer langen Zeit wieder auf dem Platz zu stehen. Ich hatte bei der Hymne auch einen richtig dankbaren Moment, war ein bisschen emotional.“

Die Liverpool-Legionärin sprach zugleich von einer schwierigen Aufgabe. „Es war ein richtig mühsames Spiel. Sie haben es gut gemacht, sie haben die Räume sehr eng gemacht und das Tor verteidigt.“ Österreich habe deshalb viel Geduld aufbringen müssen.

 

 

Für Schöffel wurde das vierte Länderspiel ebenfalls zu einem besonderen Erlebnis. Die 22-Jährige erzielte bei ihrem ersten Startelfeinsatz prompt ihr erstes Tor im Nationalteam. Den Mannschaftserfolg stellte sie dennoch in den Vordergrund: „Ich freue mich insgesamt über die Teamleistung heute eigentlich mehr als über mein erstes Tor.“

Billa trifft wieder – Fokus bereits auf Wien

Zur Matchwinnerin avancierte schließlich Nicole Billa. Die Stuttgart-Legionärin traf zunächst die Latte, verwertete anschließend aber den Abpraller und erzielte damit ihren 48. Länderspieltreffer.

„Natürlich tut es auch gut für eine Stürmerin, wenn man nach so langer Zeit im Nationalteam wieder trifft und der Mannschaft so helfen kann“, freute sich Billa. Gleichzeitig ortete die 30-Jährige noch Verbesserungspotenzial: „Wir müssen schauen, dass wir noch zu mehr Chancen kommen und diese konsequenter nutzen.“

Mit Blick auf das Rückspiel am Dienstag (18:00 Uhr) am Wiener Sport-Club-Platz herrscht im ÖFB-Lager Zuversicht. Unterschätzen will man die Kosovarinnen trotz des Auswärtssieges aber keinesfalls. „Wir wissen, dass wir am Dienstag höllisch aufpassen müssen“, warnte Söndergaard. Mit mehr Intensität, schnellem Spiel und der Unterstützung des Publikums wolle man den Vorsprung verteidigen.

Zadrazil hofft ebenfalls auf zahlreiche Fans und sieht die Entwicklung innerhalb der Mannschaft positiv. „Ich hoffe, die Fans sehen, dass hier aktuell wieder etwas am Entstehen ist und sie kommen am Dienstag an den Sport-Club-Platz.“ Höbinger erwartet in Wien eine andere Partie. „In unserem Heimstadion wird es uns auf jeden Fall einfacher fallen, den Ball zu bewegen und unsere Stärken rauszuspielen.“

Mit einem erfolgreichen Rückspiel würde Österreich in die zweite und entscheidende Playoff-Runde um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2027 einziehen.

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